Tag Archive for 'wissenschaft'

arte: Das Genie der Natur

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Für alle, die Galileo so toll finden und meinen dabei etwas lernen zu können, sollten sich z. Bsp. ein mal die Dokumentation “Das Genie der Natur” auf arte anschauen – Bionik par excellence. Hier kann man wirklich etwas lernen.

Sehr gute wissenschaftliche Erklärungen über Lokomotion (Fortbewegung) und Flug.

Warum kann ein Vogel fliegen? Warum kann eine Eule oder eine Fledermaus quasi lautlos fliegen? Wie bewegen sich Tiere und warum können manche Tiere senkrecht an glatten Flächen “kleben” (Adhäsion).

Hier kann man wirklich etwas lernen, im Gegensatzu zu Galileo, wo reines Faktenwissen schlecht aufbereitet aneinandergereiht dargestellt wird.

Genmanipulation und In-Vitro-Fertilisation oder vorgezogener Darwinismus – Eine Frage der Ethik?

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DNS-Fingerabdruck

DNS-Fingerabdruck (Quelle: sxc.hu)

Vorab möchte ich sagen, dass dieser Artikel ein kontroverses Thema anschneidet und sicherlich nicht in allen Aspekten ethischen, moralischen, wissenschaftlichen oder politischen Grundsätzen genügt oder alle Aspekte der Diskussion anschneidet.

In den letzten Jahren gab es immer wieder heiße Debatten über die so genannte In-Vitro-Fertilisation (Befruchtung der Eizelle im Glas) und deren Auswirkungen. In Deutschland ist der Vorgang normalerweise so, dass mehrere Eizellen befruchtet und dann in die Gebärmutter eingesetzt werden. Meistens überleben nicht alle Eizellen, z. Bsp. nur ein Fötus, welcher dann im Körper heranwächst.
Eine andere Variante ist das Untersuchen der Föten direkt nach der Befruchtung im Glas (PID – Präimplantationsdiagnostik) und die Auswahl des Embryos (oder der Embryonen) zum Einsetzen, welche die geringsten Risiken auf Erkrankungen bergen.

Genmanipulation ist ein anderes großes Thema aus der Forschung, welches heiß diskutiert wird. Denn die direkte Manipulation von Genen wurde erst möglich durch die komplette Sequenzierung des menschlichen Genoms und Identifizierung ihrer spezifischen Aufgaben. Man erhofft sich durch gezielte Manipulation des menschlichen Bauplans, sprich Einbau bzw. gezieltes Ein- und Ausschalten von Genen in der DNS, die Heilung von Krankheiten.

Heute las ich auf wissenschaft.de, dass es US-Forschern gelang, eine Gensequenz so in das Genom einer Maus (um genau zu sein in eine Leberzelle) einzubauen, dass dadurch der Gerinnungsfaktor des Blutes verändert und die Bluterkrankheit ohne die sonst schwerwiegenden Nebenwirkungen durch diese Gentherapie positiv beeinflusst wurde (Dauer bis zum Einsetzen der Gerinnung wurde von 67 Sekunden auf 44 Sekunden verkürzt).

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GAU in Japan – Wissenschaftliche Aufklärung in Kurzform bei Quarks & Co.

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Ich möchte mich nicht an den emotionalen und irrationalen Meinungen zum Atomkraftunfall in Fukushima, Japan beteiligen. So ein Unfall ist sicher schlimm genug, braucht jedoch meiner Meinung nach eine distanzierte und rationale (auf wissenschaftlicher Ebene basierende) Debatte. Daher möchte ich hier die Informationen zur Sendung Quarks & Co. von und mit Ranga Yogeshwar und dem Thema “GAU in Japan” verlinken. Daher bin ich auch gegen Formulierungen wie “Super-GAU” – ein GAU ist schon der Größte Anzunehmende Unfall.

Die Sendung vom 15.03.2011 gibt´s als Video-Podcast (MP4) zum Anschauen.

Die nächste Sendung “Strahlen-GAU in Japan: Was Sie wissen müssen” wird bereits für den 22.03. angekündigt.

Oklo – Und Atommüll lagern geht doch!

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Naturreaktor Oklo

Naturreaktor Oklo (Quelle: Wikipedia / Benutzer: MesserWoland) 1. Reaktorzonen, 2. Sandstein, 3. Erzflöz, 4. Granitstock

In Gabun, einem Land im Westen Afrikas fand vor über zwei Milliarden Jahren (Erdzeitalter Proterozoikum) etwas statt, was wohl als ungewöhnlich und selten beschrieben werden kann. In Mounana, in der gabunischen Provinz Haut-Ogooué gibt es natürliches Uran. Vor etwa zwei Milliarden Jahren scheint es hier eine natürliche Anreicherung gegeben zu haben. Es drang Wasser ein, die Folge war eine Kettenreaktion, sprich ein natürlich entstehender Atomreaktor in der Erde.

Dieser war etwa 500.000 Jahre lang aktiv. Die Spaltprodukte sind heute noch nachzuweisen und bestätigen die Echtheit.

Aber was sagt uns das nun? Die Abfallprodukte die in dem Naturreaktor entstanden sind dieselben, wie sie auch bei einem industriell betriebenen Reaktor anfallen, mit dem Unterschied, dass sie dort schon direkt im Fels, also in einer Lagerstätte verblieben. Bei Untersuchungen stellte man fest, dass diese Lagerstätte wohl äußerst gut war, denn man konnte keine radioaktive Verseuchung im Umland feststellen.

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ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt wächst

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Aus dem Fernsehen bekannt: Kontrollzentrum in Darmstadt

Aus dem Fernsehen bekannt: Kontrollzentrum in Darmstadt (Quelle: Wikipedia / Pikarl)

Wie ich heute bei heise.de lesen konnte, wird das Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt, welches bspw. Wettersatelliten und teilweise auch den Start von Raketen mit überwacht größer. Wie es scheint, hat das Raumfahrtkontrollzentrum ESOC mit Hauptsitz in Darmstadt ein Platzproblem.

Um zukünftige Aufgaben besser bewältigen zu können, benötigen sie mehr Mitarbeiter. Deswegen wird ausgebaut und bis 2020 soll Platz für etwa 120 neue Mitarbeiter entstehen.

Interessant ist diese Meldung schon, finde ich, da die Zeiten in denen großzügig mit Geld umgegangen wurde auch auf europäischer Ebene langsam dem Ende zu gehen. Sprich: Es muss tatsächlich wirklicher Bedarf bestehen, damit die Gelder bewilligt wurden.

Nur so am Rande für alle Interessierten: Das Gelände der ESOC in Darmstadt in der Nähe vom Bahnhof ist europäisches Hoheitsgebiet, da die ESA (zu der die ESOC Stationen gehören) eine europäische Organisation ist. Damit ist das Betreten des Geländes nur mit Erlaubnis der dortigen Sicherheitskräfte erlaubt, das gilt auch für die Polizei und andere deutsche Behörden.

Quellen und weiterführende Artikel

Was macht die ESA in Darmstadt @esa.int
Europäische Weltraumorganisation @de.wikipedia.org
Europäisches Raumflugkontrollzentrum @de.wikipedia.org

Warum Studenten Freiräume brauchen bzw. der Bologna Prozess kontraproduktiv für die Kreativität ist

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EU Logo Bologna-Prozess

EU Logo Bologna-Prozess (Quelle: Wikipedia / Brian Ammon)

Ich erlebe es selbst oft, vor allem auf der Arbeit, dass die unstrukturierte Arbeitsweise von Studenten, die frei von Zeitgrenzen ist (man ist eben normal nicht morgens um 8 auf der Arbeit und geht um 18 Uhr) von Kollegen als merkwürdig empfunden wird. Dann heißt es immer wieder, der Student schafft nichts, steht morgens spät auf …
Natürlich alles nur halb ernst gemeint (und halb richtig), mit einem lächeln auf den Lippen – damit muss man im Büroalltag und als zukünftiger Akademiker umgehen können.

Warum jedoch gerade diese Freiräume so wichtig sind ist oft nicht klar. In einem Interview der ZEIT Online erklärt nun Psychotherapeut Rainer Holm-Hadulla (Universität Heidelberg) wieso gerade Freiräume, die Platz zum Denken schaffen, wichtig sind für die Kreativität und das eigenständige Denken von Studenten. Ein Studium soll eben nicht nur bloßer Wissenserwerb sein, ein Studium ist mehr, soll zum selbständigen, kreativen Denken anregen und dazu dienen, dass sich Studenten aus eigener Initiative mit dem Stoff beschäftigen. So funktioniert motiviertes Lernen am besten. Genau das wurde jedoch mit den Master- und Bachelor-Abschlüssen, die im Bologna-Prozess eingeführt wurden, abgeschafft. Wenig Freiräume, vor allem für Universitätsverhältnisse und straff durchorganisierte Stundenpläne sind zum Alltag geworden.

Der geneigte akademische Geist braucht Luft zum Atmen, damit er sich frei entfalten kann!

Rainer Holm-Hadulla sagt im ZEIT-Interview:

Für Studierende, die in der Lage sind, selbstgesteuert zu lernen und dies aus eigener Motivation heraus tun, ist die Überstrukturierung der neuen Studiengänge ein großes Problem. Es mangelt an Freiräumen zum Nachdenken und zum selbständigen Problemlösen. In der Kreativitätsforschung sind sich Neurobiologen, Psychologen und Kulturwissenschaftler einig: Optimale Resultate ergeben sich im Zusammenspiel aus freiem Denken ohne Vorgaben und strukturiertem Wissenserwerb. Insofern sind acht Stunden Pflichtprogramm kontraproduktiv. [...]

Ein Studium dient nicht nur dazu, Wissen zu erwerben, sondern soll auch zum selbständigen Denken befähigen und zur Neukombination erlernter Informationen. Alle Studien zeigen, dass kombinatorisches Denken am besten ohne Zeitdruck und äußere Ablenkungen funktioniert. Wenn sich jemand an einem verschlafenen Nachmittag in der Bibliothek durch ein Buch quält, und immer mal wieder aus dem Fenster schaut und seine Gedanken schweifen lässt, ist das keine verlorene Zeit, sondern von großer Bedeutung. Wenn wir ruhig, gelassen und ziellos nachdenken, sind ganz andere Hirnareale aktiv als wenn wir konzentriert denken. Diese Areale, die man Assoziationskortex nennt, sind ebenso wichtig wie die Areale, die beim konzentrierten Denken aktiv sind.

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Die Länder der Welt in Zahlen

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Hast Du gewusst, dass Schweden mit 449.964 km2 mehr Fläche als Deutschland hat, dabei aber nur etwas über 9 Mio und Deutschland etwas über 82 Mio Einwohner hat? Oder hast Du gewusst, dass es in Deutschland 0,7 % und in Schweden 0,1 % Analphabeten gibt? Hingegen gibt es in der Türkei 12,30 % und in den USA 1 % Analphabeten.

Beim Ländervergleich auf welt-in-zahlen.de gibt es alle möglichen statistischen Zahlen der Länder der Erde im Vergleich. Sehr interessant und ein nützliches Hilfsmittel bei statistischen Auswertungen. Ich dachte bis vor kurzem bspw. noch, dass Deutschland (inklusive der ehemaligen DDR) eine größere Grundfläche als Schweden besitzt, was jedoch nicht stimmt.

Dort gibt es die typischen Zahlen vom Bruttoinlandsprodukt, der Fläche, zu den Einwohnern, Urbanisierung und der HIV-Infektion bis hin zur Verteilung von Mobiltelefonen und dem Elektrizitätsverbrauch. Leider fehlt bei den Angaben das Datum. Somit weiß man nicht, von wann die Daten sind. Während sich Daten wie die Fläche eines Land normalerweise nicht ändert, ist die Aktualität bei Daten der HIV-Infektion oder zum Elektrizitätsverbrauch eher interessant. Am unteren Ende der Seite befindet sich nur ein Hinweis “last update: 01.04.2007″, was leider schon recht alt ist, was veränderbare Werte betrifft. Trotzdem eine Empfehlung wert!

Schwarzes Loch? Isch hab noch keins gsehn!

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CERN. LHC (Large Hadron Collider). Schwarze Löcher. Oh my god! Die Welt ist in Gefahr. Wirklich?

Nein, natürlich nicht! Die Medien, allen voran die Bild-Zeitung, erzählen uns seit längerem, dass das LHC im schweizerischen Forschungszentrum CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) gefährlich wäre. Kritiker (ob das wirklich alles Wissenschaftler sind, mag ich nicht zu beurteilen, aber bezweifle ich) sagen, dass angeblich Schwarze Löcher entstehen könnten. Was ganz theoretisch auch stimmt, zumindest für “Mini Schwarze Löcher” (Microscopic Black Holes). Dass diese “Mini Schwarzen Löcher” jedoch instabil sind und es quasi gar nicht möglich ist, dass diese weiter wachsen, wird verschwiegen. Ein Schwarzes Loch aus dem Weltall, vor dem alle so angst haben, entsteht schließlich wenn ein Stern stirbt, hat also schnell mehrere Sonnenmassen. Diese Menge an Masse ist im LHC nicht vorhanden. Aber es gibt noch einige andere Gründe (s. Gastbeitrag unten).
Deswegen wäre also der LHC gefährlich, weil Schwarze Löcher ja Materie “fressen”. So wie diese Monster aus den Stephen King Büchern. Die fressen auch alles, was ihnen in die Quere kommt.

LHC beim CERN

LHC beim CERN (Quelle: AndiH, Flickr)

Im Bildblog (dem Watchblog für deutsche Medien) gibt es, über die doch sehr hysterische und unangebrachte Berichterstattung, vor allem der Bildzeitung, einen Gastbeitrag “Massives spontanes Existenzversagen verschoben” des Physikblogs von André Goerres.
Aber haltet euch lieber fest, wird gefährlich. Beim Lesen können kleine Schwarze Löcher entstehen, die einen dann in den Bildschirm hineinziehen und schwupps, biste weg! Echt jetzt!

 

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