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Sind Atomkraftwerke für erhöhte Leukämieerkrankungen verantwortlich?

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20 km Radius um Biblis

20 km Radius um Biblis (Quelle: Google Earth)

Man hat es schon öfters gehört, auch Studien und der Verdacht von Experten und Atomkraftgegnern haben immer wieder nahe gelegt, dass Atomkraftwerke (AKW) für ein erhöhtes Leukämierisiko, vor allem bei Kindern, in ihrer Umgebung verantwortlich sein könnten. Es gab jedoch auch immer wieder Gegenstudien, die belegten, dass im Umkreis eines AKW angeblich keinerlei erhöhter Strahlung zu messen sei. Vielleicht gibt es noch Strahlungen die wir gar nicht messen können, die ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen? Klar ist jedenfalls, dass Strahlung das Blutkrebsrisiko deutlich erhöhen kann, was zur Erkrankung Leukämie führt.

Die Sterberaten durch Krebs gehen weiter zurück, jedoch steigen die Krebsneuerkrankungen weiter an. Etwa 9.100 erkranken jährlich neu an Leukämien (Studie: “Krebs in Deutschland 2003-2004 Häufigkeiten und Trends” des GEKID und RKI 2008). So heißt es auf Seite 98 der Studie (Verlinkung durch mich):

Hieraus ergibt sich eine Unschärfe in der Abgrenzung der Leukämien zu den Non-Hodgkin-Lymphomen. Jährlich erkranken etwa 9.100 Menschen in Deutschland (ca. 4.800 Männer und 4.300 Frauen) an einer Leukämie. Das sind für beide Geschlechter je 2,1 % aller Krebsneuerkrankungen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren für Männer und 70 Jahren für Frauen.

Trend Leukämieerkrankungen bei Kindern

Trend Leukämieerkrankungen bei Kindern

Eine neue Studie, wie die Netzeitung berichtet, die die Grünen in Auftrag gegeben haben, soll nun ein erhöhtes Leukämierisiko in einem Radius um 20-50 km um Atommeiler herum nachweisen.

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Wie der HI-Virus vom Schimpansen auf den Menschen übersprang

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HI-Virus

HI-Virus

Es gibt einige Theorien darüber wie letztlich das Retrovirus HIV auf den Menschen übersprang. Unstrittig ist jedoch, dass das HI-Virus vom Schimpsen, dort SIV genannt, kommt und “irgendwie” auf den Menschen übersprang. Dieses “irgendwie” ist viel diskutiert in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weltweit. Die meistens angenommene bzw. verbreitete Möglichkeit ist, dass das für AIDS verantwortliche Virus z. Bsp. durch den Verzehr von Affenfleisch in Afrika auf den Menschen übertragen wurde. Gegen diese Theorie spricht jedoch, dass in Afrika Affen seit einer Ewigkeit verzehrt werden und AIDS jedoch erstmals etwa 1957 bzw. 1960 in Afrika auftrat.

Eine weitere Theorie über die ich nun gestolpert bin (s. Video unten) ist, dass damals eine große Impfkampagne gegen die weit verbreitete Kinderlähmung (Polio) gestartet wurde. Diese Krankheit sollte eingedämmt werden und Wissenschaftlern gelang es Impfstoffe herzustellen. Der erste Impfstoff stellt sich irgendwann als gefährlich heraus und es entfachte ein Kampf zwischen zwei Wissenschaftlern einen Impfstoff herzustellen der den bisherigen ablöste. Der eine Impfstoff, welcher dann letztlich benutzt wurde, wurde in Afrika angeblich in Schimpansennieren gezüchtet. Dazu wurden Schimpansen gefangen und deren Nieren verwendet. Was man jedoch versäumte, soweit die Theorie, war wohl die Schimpansen bzw. den am Ende zur Verabreichung hergestellten Impfstoff auf Verträglichkeit für den Menschen zu untersuchen. Die Theorie besagt nun, dass das beim Schimpansen in Afrika verbreitete SI-Virus durch die Züchtung des Polio-Impfstoffs in Schimpansennieren als HI-Virus auf den Menschen übertrat und von dort aus seinen Infektionsweg bis heute in alle Länder der Welt sucht.
Leider lassen sich noch immer zu wenig Menschen (bspw. vor dem ungeschützten Sex mit einem Partner) auf eine HIV-Infektion hin untersuchen. Dadurch gibt es jährlich zig Neuinfektionen, auch hier in Deutschland. In den letzten Jahren ist die Rate der Neuinfektionen weiter angestiegen, was auf den vermehrten, hemmungslosen und ungeschützten Sex unter jungen Menschen zurück zu führen ist. Dabei gibt es inzwischen die Möglichkeit z. Bsp. von HIV-Tests bei den örtlichen Gesundheitsämtern, aber auch ein HIV-Test für relativ wenig Geld beim Hausarzt ist möglich. Die Gesundheitsämter führen darüber hinaus auch Aufklärungsgespräche durch und verteilen Informationsmaterial.

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Bakterien sind gesund oder warum Desinfektionsmittel im Haushalt nichts verloren hat

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Waschutensilien, die man vielleicht nicht braucht

Putzutensilien, die man vielleicht nicht brauch

Wir, die wir das Glück haben in einer westlichen Demokratie, in einem Industrieland mit hohen Standards zu Hause zu sein, leben meist zu sauber Was sich auf den ersten Blick wie ein Irrtum anhört, denn kann man “zu sauber” leben, ist auf den zweiten Blick eine wichtige Wahrheit die den meisten von uns nicht bewusst ist. In der Kindheit bereits durchleben wir nach der Freudschen Triebtheorie mehrere Phasen, unter anderem auch die so genannte Anale und Orale Phase. Wir beschäftigen uns mit uns, unserem Körper und unserer Umwelt. Durch unseren westlichen und sauberen Lebensstil werden wir oft von unseren Eltern in diesen Phasen angehalten und angelernt uns entsprechend sauber zu verhalten (“das macht man nicht” oder “nicht, das ist doch bäh”). Einerseits sinnvoll, weil wir lernen uns sauber und gesittet zu verhalten, ein Schutz vor Parasiten und Gefahren ist es andererseits in den westlichen Ländern oft ein übertriebener Sauberkeitswahn, der dem Körper mehr schadet als nutzt.

Wichtig zu wissen dabei ist zunächst, dass der menschliche Organismus Bakterien und Viren braucht. Direkt nach der Geburt beginnt ein Lernprozess. Unsere Abwehr lernt mit Viren umzugehen, erinnert sich an Viren die den Körper schon ein mal befallen hatten und baut somit einen Schutz gegen diese Viren auf. Deswegen kann der Körper, wenn wir von ein und demselben Virus noch ein mal befallen werden, meist sehr schnell reagieren, Antikörper produzieren und die Viren in Schach halten und vernichten.
Mit Bakterien verhält es sich ähnlich. Das bedeutet natürlich für unsere Kinder, dass wenn wir sie zu sauber halten, ihnen verbieten im Sandkasten oder im Dreck zu spielen, dem Körper die einmalige Chance nehmen eine gute und geeignete Abwehr aufzubauen um im späteren Alltag des Lebens und in Großstädten zu bestehen.
Viele Bakterien übernehmen sogar eine wichtige Funktion. So sind z. Bsp. Bakterien die auf unserer Haut leben ein erster Schutz gegen bösartige Fremdkörper. Viele gehen an dieser ersten Abwehrbarriere des Körpers bereits zugrunde.

Bakterien – vom Mutterleib zur Darmflora

Coli-Bakterien (Quelle: planet-schule.de)

Coli-Bakterien (Quelle: planet-schule.de)

In unserem Darm befinden sich unzählige, Millionen von Bakterien die sich dort direkt nach der Geburt eingenistet haben. Wenn wir im Mutterleib heranreifen ist unser Magen-Darm-System rein. Während eines natürlichen Geburtsvorganges, das heißt beim Pressen des Kindes durch den Geburtskanal, nimmt der Fötus automatisch Bakterien aus dem Scheidenbereich der Frau auf. Diese Bakterien wandern über den Rachenraum bis in den Darm und besiedeln ihn dort. So hat jeder Mensch eine eindeutige Bakterienflora im Darm. Ihre Zusammensetzung ist so individuell wie der menschliche Fingerabdruck. Das ist auch ein Punkt um sich gegen einen Kaiserschnitt zu entscheiden. Kinder die durch einen Kaiserschnitt geboren werden, müssen diese wichtigen Bakterien von außen zugeführt bekommen und zeigen oft in ihrem späteren Leben eher Anzeichen für Allergien.
Darmbakterien sind auch wichtig für die Verdauung, da sie in Symbiose mit uns leben. Sie bilden teilweise Vitamine (B12, Biotin) und verhindern (durch Konkurrenz), dass sich krankmachende Bakterien ansiedeln können.

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Zahnzusatzversicherungen im Überblick

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Gebissrekonstruktion - Dr. Martin Schweppe (Wikimedia Commons)

Gebissrekonstruktion - Dr. Martin Schweppe (Wikimedia Commons)

Seit längerem suche ich schon nach einer Zahnzusatzversicherung für mich, die nicht den Hauptaugenmerk auf Implantate und Inlays legt, sondern auch auf Professionelle Zahnreinigung, Kunststofffüllungen und dergleichen voll oder z. T. übernimmt.

Heute hatte ich einen Kontrolltermin beim Zahnarzt, welcher einen Ausdruck mit einer Übersicht von Versicherern von zahnzusatzversicherung-experten.de bei sich ausgelegt hatte. Dort ist genau aufgelistet welche Behandlungen und zu wie viel Prozent der Versicherer zu welchem Monatspreis übernimmt.

Dort sind auch Versicherungen aufgeführt die einen hohen Wert auf Prophylaxe legen und z. Bsp. eine PZR komplett bezahlen. Zahnzusatzversicherungen sind nicht unbedingt günstig, jedoch wartet der Testsieger der Stiftung Warentest aus dem Heft 12/2008 mit einem Monatspreis von 17,46 EUR (männliche Person, 30 Jahre – Stand bei Veröffentlichung des Artikels) auf und bezahlt dabei mehrere Leistungen zu 100% und Implantate und Inlays zu mindestens 80%. Das ist schon erstaunlich! Viele Versicherungen verlangen bei geringeren Leistungen (momentan ist die CSS die Versicherung in dem oben genannten Tarif mit den besten Leistungen) fast genau soviel Monatsbeitrag, manche liegen sogar noch deutlich darüber!

Farbensehen und Farbblindheit

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Viele Menschen (vor allem Männer mit über 7%) haben eine leichte Farbblindheit. Oft ohne es zu wissen, da unterschiedliche Farben durch Helligkeitsunterschiede meist als unterschiedlich wahrgenommen werden können und dabei fällt nicht auf, dass die unterschiedlich hell wahrgenommenen Objekte eigentlich auch eine unterschiedliche Farbe besitzen. Am häufigsten tritt dabei die Rotblindheit (Dyschromatopsie) auf. Dabei kann zwischen unterschiedlichen Rottönen und anderen/ähnlichen Farben nicht mehr richtig unterschieden werden bzw. wird rot selbst nicht gesehen (die Rezeptoren auf der Retina für die Farbe rot sind unterdimensioniert oder fehlen völlig).

Ishihara-Farbtafel

Ishihara-Farbtafel mit der grünen Ziffer 74 auf rotem Hintergrund (Quelle: Wikipedia)

Der neurobiologische Hintergrund dabei sind die Zapfen auf der Retina des menschlichen Auges. Sie sind für das Farbensehen und die Farbwahrnehmung zuständig. Dabei gibt es drei unterschiedliche Zapfentypen für die Wellenlängen für rot, grün und blau. Wobei die Anzahl Zapfen für rote Farbwahrnehmung deutlichen überwiegen, gefolgt von Zapfen für grün. Das Schlusslicht bilden die Zapfen für blau, die nur etwa im Verhältnis (rot+grün) zu blau = 100 zu 1 vorkommen, das heißt das menschliche Auge hat eine geringere Blauempfindlichkeit. Durch die Kombination aus der Wahrnehmung der drei Farben können auch die damit zu mischenden Farben und ihre Nuancen gesehen werden.
Da viele Menschen sich über ihre Farbblindheit nicht im Klaren sind, was im Alltag immer wieder zu Verwirrung führen kann, gibt es im Internet einen umfangreichen Test auf  opticien-lentilles.com. Eine Simulation, wie Farbenblinde mit rot-grün-Schwäche Bilder sehen findet sich unter wikipedia.

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Schlafapnoe: wenn der Körper aus dem Gleichgewicht kommt

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Was ist eine Schlafapnoe? Apnoe kommt aus dem Griechischen und steht für die Atemlosigkeit und wird “Apnoë” nicht “Apnö” gesprochen! Bei einer Schlafapnoe ist nachts (meistens bedingt durch eine von zwei unterschiedliche Ursachen) das korrekte Atmen gestört. Die erkrankten Personen haben oft Atemaussetzer von 15 Sekunden bis hin zu mehreren Minuten. Die offizielle Bezeichnung ist SAS – Schlafapnoe-Syndrom.

Durch die Atemaussetzer wird der Körper in einen Notzustand versetzt, es droht Erstickungsgefahr und ausgelöst durch das Gehirn wird der Körper wachgerüttelt. Die Schlafenden merken davon meist nichts, weil sie fest schlafen und das Gehirn den Körper nur dazu veranlasst sich zu drehen oder zu bewegen. Dadurch wird das Gewebe im Gaumenbereich bzw. allgemein die Lage des Körpers und damit auch der Zunge verändert und die Atmung wieder aktiviert. Jedoch stören diese immer wieder nachts auftretenden Unterbrechungen des Schlafs die Erholung enorm. Der Körper kann nicht, wie normal üblich, in den nötigen Tiefschlafphasen verweilen.

Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Arten von Apnoe:

  • einmal die Art, bei der die Patienten normalerweise Schnarchen. Das Muskelgewebe im Rachenraum (Gaumen und Umgebung) erschlafft, der Zungengrund fällt nach hinten und der Luftkanal zur Luftröhre ist versperrt. Es kommt zu Atemaussetzern. Oft auch bedingt durch Adipositas (Fettleibigkeit). Diese Form nennt man Obstruktives SAS.
  • Durch eine Fehlreaktion im Schlafzentrum des Gehirns kommt kein Impuls an die Lunge und das Zwerchfell worauf hin diese ihre Arbeit einstellen. Es kommt zum Atemaussetzer und damit zur Apnoe. Diese Form heißt Zentrales SAS.
  • Eine dritte Form ist eine Mischform aus dem Zentralen und dem Obstruktiven SAS, wobei beide zu ungleichen Teilen an der Apnoe beteiligt sein können.

Grundsätzlich gilt: nicht jeder, der eine Schlafapnoe hat muss gezwungenermaßen Schnarchen (Zentrales SAS). Und nicht jeder Schnarcher (oft nur regelmäßig, selten und leise) muss gleich an einer Schlafapnoe leiden.

Symptome

Da das Schlafen einen zentralen Punkt im Leben und im Aufrechterhalten der Körperfunktionen einnimmt, sind Störungen im Schlaf ernst zu nehmen. Sie können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, den Körper schädigen und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Hier einige Symptome die durch die Schlafapnoe ausgelöst werden können (teilweise durch den Sauerstoffmangel bedingt):

  • Bluthochdruck
  • Depression (bzw. depressive Verstimmungen), bedrückende Träume
  • Persönlichkeitsveränderungen (oft durch die betroffenen selbst nicht bemerkt)
  • Kopfschmerzen bzw. morgendlicher Kopfdruck
  • morgens starke Müdigkeit, sich wie gerädert fühlen
  • Libidoverlust
  • (starkes / lautes) Schnarchen
  • unruhigen Schlaf, häufiges Aufwachen und Nachtschweiß
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Müdigkeit tagsüber, leichte Reizbarkeit
  • erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • erhöhtes Schlaganfallrisiko

Die Palette ist lang und beinhaltet ernsthafte Probleme. Es müssen niemals alle Symptome gleichzeitig auftreten; oft treten verschiedene Kombinationen von Symptomen auf, je nach Patient. Um sich bei Verdacht entsprechend untersuchen zu lassen und eine geeignete Diagnose zu bekommen sollte man sich mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen und sich eine Überweisung zu einem Spezialisten (bspw. HNO-Arzt, besser bei einem speziellen Lungenarzt, aber in jedem Fall bei einem für Lungen- und Schlafkrankheiten ausgewiesenen Spezialisten) geben lassen. Hat man Zweifel an der Diagnose oder der Glaubwürdigkeit des Arztes, sollte man sich eine zweite Meinung einholen. Im Normalfall bekommt man, um erst ein mal festzustellen ob Atemaussetzer vorhanden sind, ein mobiles Gerät mit nach Hause, dass den Sauerstoffgehalt im Blut (O2) feststellt und die Atmung überwacht. Werden Atemaussetzer festgestellt kann eine weitere Untersuchung folgen. Oft zum Beispiel in einem Schlaflabor.

Nur die Schnarchgeräusche an sich zu behandeln ist wenig sinnvoll. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass eine Gaumenplastik (hochnähen des Gaumensegels samt Zäpfchen1 ) nicht ratsam ist. Ich habe diese machen lassen und das Ergebnis war nicht besonders gut und nicht von langer Dauer. Außerdem hatte ich im Nachhinein das Gefühl nicht gut genug aufgeklärt zu sein, vor allem wenn ich jetzt die Zusammenhänge und Symptome lese. Einige Zeit nach der OP las ich in einem gut zusammengefassten Artikel (damals in der Hörzu), dass eine Gaumenplastik eigentlich nicht mehr durchgeführt würde, da der Erfolg oft nicht gegeben ist.

Um festzustellen ob ein Problem mit dem nächtlichen Schlaf vorliegt ist der Epworth Sleepiness Scale hilfreich. Ein Fragebogen (s. Quellen unten) anhand dessen man selbst einschätzen kann ob Schlafprobleme vorliegen. Die genaue Ursache muss trotzdem von einem Spezialisten untersucht werden.

Eine Ursache für Schnarchen kann neben der Adipositas auch vergrößerte Mandeln, wucherndes Gewebe oder eine schiefe Nasenscheidewand sein. Wie die schiefe Scheidewand der Nase kann man auch Mandeln operieren. Auch wenn die Mandeln normalerweise nur bei heftiger und wiederkehrender Entzündung entfernt werden (sollen). Sie sind unter anderem als lymphatisches Gewebe ein Teil des Immunsystems.

Eine häufige Therapie ist der Einsatz von Atemmasken. Dadurch wird z. Bsp. mit Druck Luft in den Rachenraum und die Atemwege gepresst wodurch diese frei werden und die Atmung gewährleistet ist. Diese Geräte sollen eine gute Abhilfe schaffen! Wobei es viele Geräte gibt und jeder Patient wohl, wie in dem stern-Artikel (s. Quellen) zu lesen eines unter den über 50 verschiedenen Geräten aussuchen muss, mit dem er persönlich zurecht kommt und das für den Patienten entsprechend Abhilfe schafft.
Ein Gerät mit Atemmaske gilt dennoch als so genannter Goldstandard. Das heißt es ist die beste Methode zur Behandlung. Sie benötigt keinen Eingriff und funktioniert, wohingegen ein operative Eingriff Risiken birgt und nicht zwingend einen dauerhaften Erfolg garantiert.

Quellen und weiterführende Artikel

Was ist Schlafapnoe?sehr gut ausgearbeiteter und umfassender Artikel zum Thema Schlafapnoe auf schlafapnoe.org
Langzeitschäden durch lautes SchnarchenWelt online zur Schlafapnoe
Ich atme nachts nicht richtigFallbeschreibung und Tipps auf stern.de
Epworth Sleepiness ScaleFragebogen zur Erkennung von Schlafproblemen (ein Wert deutlich über 5 weist auf Schlafprobleme hin)
Schlafapnoenetdoktor.de zum Thema Schlafapnoe
Jugendliche: schlechter Schlaf, schlechte Noten?netdoktor.de zum Thema Schlafapnoe bei Jugendlichen und schlechte Noten durch Konzentrationsschwierigkeiten und Lernprobleme

Fußnoten

  1. Zur Erklärung: beim Schnarchen kann das Gaumenzäpfchen bzw. -segel flattern und dadurch, sowie durch Luftwirbel werden Schnarchgeräusche verursacht []

Schneller HIV-Test mit Speichel

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Wie wissenschaft.de mitteilt, ist es Forschern gelungen einen sehr schnellen HIV-Test zu entwickeln, der mit bestimmtn Antikörpern im Speichel testet. Dabei wird die Probe im Mundraum entnommen und eine spezielle Flüssigkeit getestet die über das Zahnfleisch abgesondert wird und ähnlich viele Antikörper enthält wie Blutplasma.
Der Test soll nur ca. 40 Minuten dauern, was im Gegensatz zur Blutuntersuchung besonders schnell ist.

Wie weiter erläutert wird, erhofft man sich besonderen Einsatz in Gebieten der Welt, in denen die medizinische Versorgung schlecht und der HI-Virus besonders verbreitet ist. Außerdem wäre in Zukunft ein Heim-Test denkbar.

Ich finde allerdings einen Test für zu Hause eher problematisch. Ein HIV-Test ist nicht mit einem einfachen Schwangerschaftstest vergleichbar. Ist eine Frau schwanger, geht sie gewöhnlich zum Arzt, wird über die neun Monate begleitet, bekommt Schwangerschaftsgymnastik, Beratung und wird medizinisch versorgt. Eine Person die HIV positiv getestet wird, wird mit diesem Ergebnis in aller Regel nicht hausieren gehen, da diese Krankheit in der Bevölkerung immer noch geächtet ist. Bei vielen wird sie als “Schwulenkrankheit” deklassifiziert und durch die Zuschreibung einer speziellen Gruppe der sexuell andersorientierten, für Heterosexuelle verharmlost. Die Ansteckung bei Männern (speziell bei homosexuellen Männern) ist zwar wirklich höher, als bei Frauen und heterosexuellen Männern, jedoch ist es im Moment einer unerkannten HIV-Infektion bei einem der Partner unerheblich, welcher sexuellen Gruppe er angehört, da die Gefahr sich anzustecken sehr hoch ist – für alle. Ein wirklicher Schutz bietet nur ein Test, Aufklärung und entsprechendes Verhalten zur Verhütung. Fehlinformationen zur Übertragbarkeit und Unwissenheit (z.Bsp. der oft verbreitete Irrglaube HIV sei beim Händeschütteln oder sonst wie, ohne Austausch von Körperflüssigkeiten möglich) können durch einen Heim-Test nicht behoben werden. Vielen Menschen fehlt leider die Bildung bzw. die entsprechende Sensibilität für dieses Thema an sich, um sich beim Gesundheitsamt1 informieren oder gar einen Test machen zu lassen. Menschen denen die Sensibilität für dieses Thema fehlt, werden sich eher nicht testen lassen.

Es muss also m.M. nach zunächst die Aufklärung und Sensibilität in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen steigen, bevor ein Test für zu Hause die schnelle Überprüfbarkeit gewährleistet.

Fußnoten

  1. s. auch HIV-Test – leicht gemacht und kostenlos []

HIV-Test – leicht gemacht und kostenlos

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Die Nachrichten melden es, schon seit einigen Jahren steigt die Anzahl der Neuinfektionen mit HIV stetig an. Auch für 2007 melden Spiegel-Online, RP Online und das Robert-Koch-Institut als wissenschaftlicher Initiator den erneuten Anstieg der HIV-Neuinfektionen.

Aber auch die Neuinfektionen mit anderen hoch ansteckenden Geschlechtskrankheiten1 wie Tripper (Gonorrhoe), Syphilis, Chlamydien (bzw. Klamydien) oder Feigwarzen (durch Infektion mit Humane Papiloma Viren) steigt und mit ihnen für Infizierte auch die eigene Ansteckungsgefahr bzw. die Infektiosität für andere in Bezug auf HI-Viren.

Leider wissen viele (vor allem junge Jugendliche) über Sex und Sexpraktiken bescheid, aber fast nichts über Verhütung, Ansteckungsgefahr und -wege.
Dabei gibt es beim Gesundheitsamt2 kostenlose anonyme Aufklärung, Beratung und (zumindest für Schüler und Studenten kostenlose) HIV-Tests (auf Wunsch auch nicht anonym, dann mit Beleg und Namen). Der Test beim Hausarzt kostet etwa 20 €. Dafür kann man, denke ich, eine Stunde bei einer neuen Beziehung in Kauf nehmen und sich testen lassen. Einige Tage später kann man dann beim Gesundheitsamt das Ergebnis einsehen. Wichtig zu wissen ist noch, dass eine Ansteckung mit HI-Viren erst etwa drei Monate nach der Infektion im Blut festgestellt werden kann.

Eine andere Möglichkeit zum Test auf Infektion, vor allem auch für andere hoch ansteckende Krankheiten wie Hepatitis bietet die Blutspende. Das Blut wird vor dem Einsatz in jedem Fall auf entsprechende Infektionen geprüft und auch nicht (wegen der dreimonatigen Testzeit auf HI-Viren bspw.) sofort eingesetzt. (s. Kommentare)

Im Internet finden sich weiterführende Informationen zu anderen infektiösen Erregern3 sowie zu Geschlechtskrankheiten4.

Fußnoten

  1. http://www.onmeda.de/krankheiten/sexuell_uebertragbare_krankheiten.html []
  2. Gesundheitsamt Darmstadt bei Google-Maps []
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Ansteckende_Krankheit#Epidemiologie []
  4. http://www.netdoktor.de/ratschlaege/fakten/geschlechtskrankheiten.htm []

 

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