Tag Archive for 'krankheiten'

Shisha rauchen ist genau so schädlich wie Zigaretten

Wasserpfeife

Wasserpfeife (Quelle: Kaiser Bob via Wikimedia)

Shisha, die orientalische Wasserpfeife, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Auf zdf.de ist heute zu lesen, dass die Drogenbeauftragte des Bundes, Mechthild Dyckmans (FDP) berichtete, dass der Tabakkonsum zwar weiterhin hoch sei, aber bei Jugendlichen immer weiter zurück gehe. Andererseits steht die Wasserpfeife, auch Shisha genannt, bei vielen hoch im Kurs. Sie wird als die gemütlichere und gesündere Variante im Gegensatz zur Zigarette gesehen. Das ist jedoch aus zweierlei Gründen ein Trugschluss.

Einerseits wird oft angeführt, dass der Rauch des Tabaks ja durch das Wasser der Shisha gefiltert würde. Richtig ist jedoch, dass die meisten schädlichen Stoffe von dem Wasser überhaupt nicht gefiltert werden. Dadurch atmet man genau so wie bei Zigaretten die schädlichen Stoffe ein. Dass der Tabak dabei nach Apfel oder anderen Früchten schmeckt, macht ihn auch nicht gesünder.

Der zweite Grund, den viele nicht wissen, ist das Glycerin, welches verwendet wird, um den Tabak feucht zu halten. Glycerin wandelt sich bei den sehr hohen Temperaturen beim Verglühen des Tabaks um, in hochgiftiges Propenal und wird ungefiltert eingeatmet. Propenal (auch Acrolein) ist krebserregend krebserzeugend und gilt als starkes Umweltgift, welches in Wasser auch sehr schädlich für Fische ist.

Verarschung auf der Verpackung – Von Aromen und Zusatzstoffen in Lebensmitteln

Goldener Windbeutel

Goldener Windbeutel (Quelle: foodwatch.de)

Wir schlendern durch den Supermarkt auf der Suche nach etwas zu essen. Vielleicht kochen wir sogar selber und suchen einige Zutaten. Da werden Nudeln eingepackt, dazu die billige Fertigsoße. Ein “gesundes” Milchgetränk für Kinder, ein Joghurt oder ein Tee mit Fruchtgeschmack.

In Wirklichkeit enthalten die Fertigprodukte jedoch oft nicht, was sie auf ihrer Verpackung versprechen. Von Organisationen wie FoodWatch oder den Verbraucherzentralen wird das als “dreister Werbeschwindel” eingestuft.

Da gibt es Pistazienjoghurt ohne auch nur die Spur einer Pistazie – alles nur Aromastoffe. Statt echter Zitronensäure, wird Citronensäure eingesetzt. Die als Citronensäure aufgeführte Säure wird übrigens von Schimmelpilzen hergestellt. Der Pilz befällt z.Bsp. auch verdorbene Lebensmittel und soll angeblich auch im Bad zwischen den Fliesen wachsen, wenn sich die Feuchtigkeit staut.
In anderen Produkten werden groß “Physalis” auf der Verpackung gezeigt, jedoch findet sich kein bisschen der Frucht im Getränk. Ähnliche Schwindeleien gibt es zum Beispiel mit Pesto Genovese (das grüne Pesto). Oft ist dort statt hochwertigem Olivenöl aus dem Originalrezept nur billiges Pflanzenöl (bspw. Sonnenblumenöl) enthalten und statt der teuren Pinienkerne oft Cashewnüsse oder ähnliches. Die Liste ließe sich endlich fortsetzen. Über Analogkäse und Gelschinken aus Pflanzenfett (statt aus Milch hergestellt) und Gelatine (statt 100% echter Schinken am Stück) hatte ich ja bereits in einem früheren Artikel geschrieben (s. Verwandte Artikel unten).

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Wird die Welt besser oder schlechter? – Die Welt in Zahlen

Die Entwicklung der Welt in Zahlen

Die Entwicklung der Welt in Zahlen

Das scheint im ersten Augenblick eine sehr naive und undifferenzierte Frage zu sein. Viele werden wohl sagen: “Die Welt wird schlechter” und die meisten vermutlich “Hängt davon ab”.

Bei New Scientists, gibt es einen neuen Artikel mit dem Titel “Blueprint for a better world” (Entwurf für eine bessere Welt). Dazu schreibt NS:

We live in an imperfect world. Poverty, disease, lack of education, environmental destruction – the problems are all too obvious. Many people don’t have clean water, let alone enough food, and the unsustainable lifestyle of the wealthy few is storing up catastrophic climate change.

Can we do anything about it? You bet we can. Technology is a double-edged sword, but science and reason have made our lives immeasurably better overall – and only through science and reason can we hope to make a real difference in the future. So here and over the next three weeks, New Scientist will explore diverse ideas for making the world a better place, and the evidence backing them.

[...]
Next week in part 2 we’ll report on what you as an individual can do to make a difference. In part 3 we’ll explore what many see as the fundamental problem: overpopulation. And finally, in part 4, we’ll ponder the profound and long-lasting changes we are making to our home planet.

Sehr interessant ist vor allem die beim Artikel angehängte und von mir oben verlinkte Grafik mit allerlei Statistiken zu den verschiedensten Einflüssen auf unser kosmopolitisches Wohlergehen. Einige daraus möchte ich gerne hier betrachten.

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Warum nach dem Toilettengang die Hände waschen?

Das wird sich wohl der ein oder andere fragen. Warum muss man das tun?
Andere fragen sich vielmehr ob sie sich nach dem Toilettengang (oder zwischendurch) die Hände mit Desinfektionsmittel reinigen sollen. Ob das nötig ist im privaten Bereich, darüber lässt sich streiten. Was definitiv nicht nötig ist, ist eine sterilisierte Wohnung zu Hause. Selbst für die Toilette ist kein Desinfektionsmittel nötig.
Fakt ist aber auch, dass bei vielen die Handhygiene, also das Reinigen der Hände zu wünschen übrig lässt. Das ausführliche Hände waschen wenn man auf Toilette war (oder auch bei Erkältung nach dem Niesen) sollte selbstverständlich sein.

Umso erstaunter war ich heute, als ich in einem Plugin, mit dem ich sehen kann mit welchen Suchbegriffen die Leute auf meinen Blog kommen, diesen Suchstring fand:

Google: hände waschen nach toilette zuhause warum

Es kann doch nicht ernsthaft jemand fragen, warum es sinnvoll ist sich nach dem Toilettengang die Hände zu waschen? Hier muss an einer Person der westliche Lebensstil und die Hygiene einer ganzen Generation vorbei gegangen sein. Einfach unglaublich.

ePetition für bessere Strahlenschutz-Standards endet am 11. September

Vorhin habe ich einen ausführlichen Artikel über die neue Studie der Grünen zum Risiko auf Leukämieerkrankung bei Kindern veröffentlicht. Von Angelika Wilmen gibt es eine Petition auf epetitionen.bundestag.de die dazu aufruft die Strahlenschutz-Standards zu verbessern.

Die atomkritische Ärztegruppe IPPNW ruft auf seiner Webseite zur Unterzeichnung auf. In der Petitionsschrift heißt es:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Strahlenschutz für den Bürger zu verbessern und das dafür bisher verwendete Rechenmodell “Reference Man” durch die strahlensensiblere Variante “Reference Embryo” zu ersetzen.

[...]

Seit 1974 wird aber im Strahlenschutz ein von der Internationalen Strahlenschutz-Kommission (ICRP) kreierter “Reference Man” als hypothetisches Objekt für alle Strahlenschutz-Standards verwendet. Damit wird ein gesunder weißer Mann aus Nordamerika oder Europa zu Grunde gelegt, der 25 – 30 Jahre alt ist, 170 pounds wiegt und 5 Fuß und 7 inches groß ist. Es wird angenommen, dass sein Immunsystem intakt sei und er über optimale Zellreparaturmechanismen verfüge.

Das Beharren der Strahlenschutzkommission, den bisherigen “Reference Man” beizubehalten, verhindert trotz neuerer Erkenntnisse wirksamen Strahlenschutz für Frauen und besonders für Kinder, von Embryos und Feten ganz zu schweigen.

Egal ob man für oder gegen einen Atomausstieg ist: Dass entsprechend realistische Strahlenschutzwerte auch für Kinder und Embryonen existieren die alle Menschen vor der Strahlung die von Atomkraftwerken ausgeht schützt, sollte wohl machbar sein. Deswegen die Petition auf epetitionen.bundestag.de unterzeichnen!

Sind Atomkraftwerke für erhöhte Leukämieerkrankungen verantwortlich?

20 km Radius um Biblis

20 km Radius um Biblis (Quelle: Google Earth)

Man hat es schon öfters gehört, auch Studien und der Verdacht von Experten und Atomkraftgegnern haben immer wieder nahe gelegt, dass Atomkraftwerke (AKW) für ein erhöhtes Leukämierisiko, vor allem bei Kindern, in ihrer Umgebung verantwortlich sein könnten. Es gab jedoch auch immer wieder Gegenstudien, die belegten, dass im Umkreis eines AKW angeblich keinerlei erhöhter Strahlung zu messen sei. Vielleicht gibt es noch Strahlungen die wir gar nicht messen können, die ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen? Klar ist jedenfalls, dass Strahlung das Blutkrebsrisiko deutlich erhöhen kann, was zur Erkrankung Leukämie führt.

Die Sterberaten durch Krebs gehen weiter zurück, jedoch steigen die Krebsneuerkrankungen weiter an. Etwa 9.100 erkranken jährlich neu an Leukämien (Studie: “Krebs in Deutschland 2003-2004 Häufigkeiten und Trends” des GEKID und RKI 2008). So heißt es auf Seite 98 der Studie (Verlinkung durch mich):

Hieraus ergibt sich eine Unschärfe in der Abgrenzung der Leukämien zu den Non-Hodgkin-Lymphomen. Jährlich erkranken etwa 9.100 Menschen in Deutschland (ca. 4.800 Männer und 4.300 Frauen) an einer Leukämie. Das sind für beide Geschlechter je 2,1 % aller Krebsneuerkrankungen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren für Männer und 70 Jahren für Frauen.

Trend Leukämieerkrankungen bei Kindern

Trend Leukämieerkrankungen bei Kindern

Eine neue Studie, wie die Netzeitung berichtet, die die Grünen in Auftrag gegeben haben, soll nun ein erhöhtes Leukämierisiko in einem Radius um 20-50 km um Atommeiler herum nachweisen.

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Wie der HI-Virus vom Schimpansen auf den Menschen übersprang

HI-Virus

HI-Virus

Es gibt einige Theorien darüber wie letztlich das Retrovirus HIV auf den Menschen übersprang. Unstrittig ist jedoch, dass das HI-Virus vom Schimpsen, dort SIV genannt, kommt und “irgendwie” auf den Menschen übersprang. Dieses “irgendwie” ist viel diskutiert in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weltweit. Die meistens angenommene bzw. verbreitete Möglichkeit ist, dass das für AIDS verantwortliche Virus z. Bsp. durch den Verzehr von Affenfleisch in Afrika auf den Menschen übertragen wurde. Gegen diese Theorie spricht jedoch, dass in Afrika Affen seit einer Ewigkeit verzehrt werden und AIDS jedoch erstmals etwa 1957 bzw. 1960 in Afrika auftrat.

Eine weitere Theorie über die ich nun gestolpert bin (s. Video unten) ist, dass damals eine große Impfkampagne gegen die weit verbreitete Kinderlähmung (Polio) gestartet wurde. Diese Krankheit sollte eingedämmt werden und Wissenschaftlern gelang es Impfstoffe herzustellen. Der erste Impfstoff stellt sich irgendwann als gefährlich heraus und es entfachte ein Kampf zwischen zwei Wissenschaftlern einen Impfstoff herzustellen der den bisherigen ablöste. Der eine Impfstoff, welcher dann letztlich benutzt wurde, wurde in Afrika angeblich in Schimpansennieren gezüchtet. Dazu wurden Schimpansen gefangen und deren Nieren verwendet. Was man jedoch versäumte, soweit die Theorie, war wohl die Schimpansen bzw. den am Ende zur Verabreichung hergestellten Impfstoff auf Verträglichkeit für den Menschen zu untersuchen. Die Theorie besagt nun, dass das beim Schimpansen in Afrika verbreitete SI-Virus durch die Züchtung des Polio-Impfstoffs in Schimpansennieren als HI-Virus auf den Menschen übertrat und von dort aus seinen Infektionsweg bis heute in alle Länder der Welt sucht.
Leider lassen sich noch immer zu wenig Menschen (bspw. vor dem ungeschützten Sex mit einem Partner) auf eine HIV-Infektion hin untersuchen. Dadurch gibt es jährlich zig Neuinfektionen, auch hier in Deutschland. In den letzten Jahren ist die Rate der Neuinfektionen weiter angestiegen, was auf den vermehrten, hemmungslosen und ungeschützten Sex unter jungen Menschen zurück zu führen ist. Dabei gibt es inzwischen die Möglichkeit z. Bsp. von HIV-Tests bei den örtlichen Gesundheitsämtern, aber auch ein HIV-Test für relativ wenig Geld beim Hausarzt ist möglich. Die Gesundheitsämter führen darüber hinaus auch Aufklärungsgespräche durch und verteilen Informationsmaterial.

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Bakterien sind gesund oder warum Desinfektionsmittel im Haushalt nichts verloren hat

Waschutensilien, die man vielleicht nicht braucht

Putzutensilien, die man vielleicht nicht brauch

Wir, die wir das Glück haben in einer westlichen Demokratie, in einem Industrieland mit hohen Standards zu Hause zu sein, leben meist zu sauber Was sich auf den ersten Blick wie ein Irrtum anhört, denn kann man “zu sauber” leben, ist auf den zweiten Blick eine wichtige Wahrheit die den meisten von uns nicht bewusst ist. In der Kindheit bereits durchleben wir nach der Freudschen Triebtheorie mehrere Phasen, unter anderem auch die so genannte Anale und Orale Phase. Wir beschäftigen uns mit uns, unserem Körper und unserer Umwelt. Durch unseren westlichen und sauberen Lebensstil werden wir oft von unseren Eltern in diesen Phasen angehalten und angelernt uns entsprechend sauber zu verhalten (“das macht man nicht” oder “nicht, das ist doch bäh”). Einerseits sinnvoll, weil wir lernen uns sauber und gesittet zu verhalten, ein Schutz vor Parasiten und Gefahren ist es andererseits in den westlichen Ländern oft ein übertriebener Sauberkeitswahn, der dem Körper mehr schadet als nutzt.

Wichtig zu wissen dabei ist zunächst, dass der menschliche Organismus Bakterien und Viren braucht. Direkt nach der Geburt beginnt ein Lernprozess. Unsere Abwehr lernt mit Viren umzugehen, erinnert sich an Viren die den Körper schon ein mal befallen hatten und baut somit einen Schutz gegen diese Viren auf. Deswegen kann der Körper, wenn wir von ein und demselben Virus noch ein mal befallen werden, meist sehr schnell reagieren, Antikörper produzieren und die Viren in Schach halten und vernichten.
Mit Bakterien verhält es sich ähnlich. Das bedeutet natürlich für unsere Kinder, dass wenn wir sie zu sauber halten, ihnen verbieten im Sandkasten oder im Dreck zu spielen, dem Körper die einmalige Chance nehmen eine gute und geeignete Abwehr aufzubauen um im späteren Alltag des Lebens und in Großstädten zu bestehen.
Viele Bakterien übernehmen sogar eine wichtige Funktion. So sind z. Bsp. Bakterien die auf unserer Haut leben ein erster Schutz gegen bösartige Fremdkörper. Viele gehen an dieser ersten Abwehrbarriere des Körpers bereits zugrunde.

Bakterien – vom Mutterleib zur Darmflora

Coli-Bakterien (Quelle: planet-schule.de)

Coli-Bakterien (Quelle: planet-schule.de)

In unserem Darm befinden sich unzählige, Millionen von Bakterien die sich dort direkt nach der Geburt eingenistet haben. Wenn wir im Mutterleib heranreifen ist unser Magen-Darm-System rein. Während eines natürlichen Geburtsvorganges, das heißt beim Pressen des Kindes durch den Geburtskanal, nimmt der Fötus automatisch Bakterien aus dem Scheidenbereich der Frau auf. Diese Bakterien wandern über den Rachenraum bis in den Darm und besiedeln ihn dort. So hat jeder Mensch eine eindeutige Bakterienflora im Darm. Ihre Zusammensetzung ist so individuell wie der menschliche Fingerabdruck. Das ist auch ein Punkt um sich gegen einen Kaiserschnitt zu entscheiden. Kinder die durch einen Kaiserschnitt geboren werden, müssen diese wichtigen Bakterien von außen zugeführt bekommen und zeigen oft in ihrem späteren Leben eher Anzeichen für Allergien.
Darmbakterien sind auch wichtig für die Verdauung, da sie in Symbiose mit uns leben. Sie bilden teilweise Vitamine (B12, Biotin) und verhindern (durch Konkurrenz), dass sich krankmachende Bakterien ansiedeln können.

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