Tag Archive for 'klimawandel'

Oklo – Und Atommüll lagern geht doch!

Naturreaktor Oklo

Naturreaktor Oklo (Quelle: Wikipedia / Benutzer: MesserWoland) 1. Reaktorzonen, 2. Sandstein, 3. Erzflöz, 4. Granitstock

In Gabun, einem Land im Westen Afrikas fand vor über zwei Milliarden Jahren (Erdzeitalter Proterozoikum) etwas statt, was wohl als ungewöhnlich und selten beschrieben werden kann. In Mounana, in der gabunischen Provinz Haut-Ogooué gibt es natürliches Uran. Vor etwa zwei Milliarden Jahren scheint es hier eine natürliche Anreicherung gegeben zu haben. Es drang Wasser ein, die Folge war eine Kettenreaktion, sprich ein natürlich entstehender Atomreaktor in der Erde.

Dieser war etwa 500.000 Jahre lang aktiv. Die Spaltprodukte sind heute noch nachzuweisen und bestätigen die Echtheit.

Aber was sagt uns das nun? Die Abfallprodukte die in dem Naturreaktor entstanden sind dieselben, wie sie auch bei einem industriell betriebenen Reaktor anfallen, mit dem Unterschied, dass sie dort schon direkt im Fels, also in einer Lagerstätte verblieben. Bei Untersuchungen stellte man fest, dass diese Lagerstätte wohl äußerst gut war, denn man konnte keine radioaktive Verseuchung im Umland feststellen.

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Wie kann ein jeder von uns, die Welt ein bisschen besser machen?

Letzte Woche schrieb ich in “Wird die Welt besser oder schlechter? – Die Welt in Zahlen“, dem ersten von vier Beiträgen, über einen NewScientists-Artikel und einigen kühnen Ideen die Welt zu verbessern.

Im zweiten Beitrag auf NewScientists mit dem Titel “How you can make the world a better place” geht es darum, was jeder einzelne von uns tun kann. Oft wird, als Begründung für das Nichtstun angeführt, dass jeder einzelne keine Möglichkeit hätte im Großen etwas zu verändern. Was jedoch oft falsch ist, denn jeder kann auch im Kleinen bereits einen Teil zum Ganzen beitragen. Meist ist es auch eine Prinzipienfrage: Bin ich mir meinen eigenen Idealen treu und handele danach oder beuge ich mich der großen Mehrheit und schwimme eher mit dem Strom als meinen eigenen Weg zu gehen?

Nachfolgend zähle ich kurz die zehn Punkte auf, die NewScientists herausgesucht hat, für jeden einzelnen von uns, um einen Beitrag zur Verbesserung der Welt zu leisten: Continue reading ‘Wie kann ein jeder von uns, die Welt ein bisschen besser machen?’

Solarkataster für Darmstadt

Wie darmstadtnews.de berichtet, will die Stadt Darmstadt ein Solarkataster online aufbauen. Dort sollen Bürger mit Interesse an einer Solaranlage “schnell und unbürokratisch” überprüfen können, ob ihr Dach geeignet ist. Vielleicht erhöht das, den Anteil an Dächern mit Solarzellen in Darmstadt. Zumindest ist es ein Türöffner für alle, die Interesse an der Technologie zeigen.

Das Interessante dabei ist, dass die mit dem Dienst beauftragte Firma Aerowest aus Dortmund, die Dächer anhand von Luftaufnahmen aus Darmstadt analysiert. Da bin ich ja mal gespannt. Bis das neue Kataster online geht, dürfte jedoch noch einige Monate vergehen.

Der Umweltdezernent der Stadt Darmstadt, Klaus Feuchtinger sagt dazu:

Wir haben durch die ungemein positive Resonanz auf den Bau der ersten Bürgersolaranlage in Darmstadt gesehen, wie interessant das Thema Solarenergie für viele Darmstädter Bürgerinnen und Bürger ist. Mit dem jetzt projektierten Solarkataster und der Solarpotenzialanalyse unterstützen wir alle, die noch unsicher sind, ob diese Energieform für sie die richtige ist, dabei, eine schnelle und unkomplizierte Entscheidung zu treffen. Die Stadt stellt für das Projekt Solarkataster 63.000 Euro investiver Mittel aus dem Klimaschutzprogarmm bereit, und ich bin sehr froh, das wir mit Aerowest den Träger des InterSolar Award 2009 als Partner gewinnen konnten.

Da kann man nur hoffen, dass sich das investierte Geld auch wirklich lohnt, schließlich hat die Stadt Darmstadt nicht soviel Geld übrig. Ich erinnere mich, dass das zuletzt beim Bau des Darmstadtiums ein Thema war.

Nachtrag

Das Solarkataster ist im Internet unter agenda21.darmstadt.de zu erreichen. Dort kann jeder Bürger sehen, ob sein Hausdach für eine Solaranlage geeignet ist.

Wird die Welt besser oder schlechter? – Die Welt in Zahlen

Die Entwicklung der Welt in Zahlen

Die Entwicklung der Welt in Zahlen

Das scheint im ersten Augenblick eine sehr naive und undifferenzierte Frage zu sein. Viele werden wohl sagen: “Die Welt wird schlechter” und die meisten vermutlich “Hängt davon ab”.

Bei New Scientists, gibt es einen neuen Artikel mit dem Titel “Blueprint for a better world” (Entwurf für eine bessere Welt). Dazu schreibt NS:

We live in an imperfect world. Poverty, disease, lack of education, environmental destruction – the problems are all too obvious. Many people don’t have clean water, let alone enough food, and the unsustainable lifestyle of the wealthy few is storing up catastrophic climate change.

Can we do anything about it? You bet we can. Technology is a double-edged sword, but science and reason have made our lives immeasurably better overall – and only through science and reason can we hope to make a real difference in the future. So here and over the next three weeks, New Scientist will explore diverse ideas for making the world a better place, and the evidence backing them.

[...]
Next week in part 2 we’ll report on what you as an individual can do to make a difference. In part 3 we’ll explore what many see as the fundamental problem: overpopulation. And finally, in part 4, we’ll ponder the profound and long-lasting changes we are making to our home planet.

Sehr interessant ist vor allem die beim Artikel angehängte und von mir oben verlinkte Grafik mit allerlei Statistiken zu den verschiedensten Einflüssen auf unser kosmopolitisches Wohlergehen. Einige daraus möchte ich gerne hier betrachten.

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Energiesparlampen – doch nicht so toll wie gedacht?

Ich war bisher eigentlich immer ein Fan der Energiesparlampe (offiziell Kompaktleuchtstofflampe), da ich zwar einen Unterschied vom Lichtspektrum bemerkte, aber damit gut leben konnte und dachte Geld zu sparen, durch den geringeren Verbrauch und die erhöhte Lebensdauer. Nun hörte man oft, dass die ja gar nicht so lange leben würden, vor allem, wenn man die Lampe oft an- und ausschaltet. Dann hörte ich, dass das gar nicht stimmt. Inzwischen bin ich etwas verwirrt, was denn nun richtig ist und was nicht.
Gerade eben sah ich einen interessanten Beitrag bei Spiegel TV (mit Video) über die Energiesparlampe und die Glühlampe (die meist Glühbirne genannt wird).

Dieser Beitrag nahm kritisch die bisher so hochgelobte und vor allem durch das EU-Verbot heiß diskutierte Energiesparlampe unter die Lupe.
Spiegel TV hat mehrere Energiespar- und Glühlampen in einem Institut einem Dauertest unterzogen mit zwei Gruppen. Eine Gruppe wurde etwa 15min eingeschaltet mit kurzen Pausen zwischen den Intervallen, die andere Gruppe wurde länger (glaube 45min) am Stück leuchten gelassen und das über mehrere Wochen. Das Ergebnis war lange nicht so gut, wie von Herstellern und Medien immer suggeriert wird. Die Energiesparlampe leuchtet länger, ja, aber lange nicht so viel länger wie erwartet. Dementsprechend ist die Geldersparnis auch geringer. In dem Test hat sich also bestätigt, dass die Energiesparlampe nicht so lange hält, wenn man sie oft kurz an- und ausschaltet.

Warum ist das Licht der Energiesparlampe so kalt?

Das hängt mit dem Lichtspektrum der Lampen zusammen. Licht ist nichts weiter als eine elektromagnetische Welle und besitzt ein Spektrum mit verschiedenen Wellenlängen für die Farben von violett über grün, gelb bis rot. Die Glühlampe erzeugt ein gleichmäßiges Lichtspektrum ohne “harte Übergänge” und durch den hohen rot- und gelb-Anteil entsteht für das Auge ein warmes und angenehmes Licht.


Lichtspektrum einer Glühlampe

oben: Lichtspektrum einer Glühlampe (erco.com)


Das Lichtspektrum der Energiesparlampe hat ein wesentlich höheren Blau- und Grünanteil und damit unnatürlich wirkenderes Licht. Außerdem fällt auf dem folgenden Spektraldiagramm auf, dass das Spektrum abgehakt und nicht kontinuierlich und fließend ist, wie es bei der Glühlampe der Fall ist.

 


Lichtspektrum der Energiesparlampe

Lichtspektrum der Energiesparlampe (dieenergiesparlampe.de)


Dieser Mangel und ich denke man kann ihn durchaus als solchen bezeichnen, ist vielen nur indirekt bewusst. Den Menschen ist natürlich aufgefallen, dass das Licht der Sparlampen viel kälter wirkt und nicht so warm ist, wie das bisher gewohnte Licht. Continue reading ‘Energiesparlampen – doch nicht so toll wie gedacht?’

Einheitliche Ladegeräte für Mobiltelefone kommen – der Grüne Weg

Wie die Netzeitung berichtet, haben sich die großen Hersteller von Mobiltelefonen darauf geeinigt, ein einheitliches Netzteil zum Laden der Akkus anzubieten.

Die erste Generation der neuen Mobiltelefone, die nicht mehr nur mit einem bestimmten Netzteil aufgeladen werden können, solle von 2010 an erhältlich sein, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. Damit brauchen Handy-Nutzer nicht jedes Mal ein neues Ladekabel, wenn sie von einem Handy-Hersteller zu einem anderen wechseln. Die Entwicklung eines USB-Zwischensteckers soll die Kompatibilität neuer Handy-Modelle mit Ladegeräten verschiedener Hersteller ermöglichen. [...]

Damit wird eine Menge Elektronikmüll eingespart, die Kunden freuen sich und die Umwelt wird geschont. Unterzeichnet haben das Abkommen laut EU-Kommission die Hersteller Apple, LG, Motorola, Nokia, Samsung, Sony Ericsson und Texas Instruments.

So nach und nach merkt man, dass der Grüne Weg, die Welle der Einsichtigkeit, dass die Umwelt auf mehreren Wegen zu schützen ist Einzug in die Firmenpolitik hält. Das ganze haben wir natürlich den Kunden zu verdanken, denn vor allem in Europa (und auch vor allem in Deutschland) tut sich einiges. Viele Menschen beginnen mehr darauf zu achten, was sie wo kaufen, was u. U. der Umwelt schadet und wie man sie schützen kann. Vieles geht natürlich auch über den Geldbeutel wie z. Bsp. der Benzinverbrauch über die Preise.
Jedoch fängt auch langsam an, sich das Bewusstsein der Menschen dafür zu bilden, dass die Umwelt unser Lebensraum ist und wir ein Teil von ihr sind, dass wir nur in Synergie mit ihr leben und nicht gegen sie streben können.

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Energiesparlampen in Darmstadt richtig entsorgen

Kompaktleuchtstofflampe - Quelle: stock.xchng

Kompaktleuchtstofflampe - Quelle: stock.xchng

Seit einigen Monaten ist ja bekannt, dass durch eine neue Richtlinie der EU-Kommission die normalen Glühlampen, im Volksmund wegen ihrer Form auch Glühbirnen genannt, faktisch verboten werden. Dabei spricht die EU-Kommission kein direktes Verbot aus, sondern hat so genannten Energieeffizienzklassen eingeführt. Alle neuen Lampen die auf den Markt kommen müssen den Kriterien der Effizienzklasse A entsprechen, was für die Lampen mit mattiertem Glas ein Verbot in der EU ab September 2009 bedeutet. Für Leuchtmittel mit klarem Glas werden weitere Effizienzklassen schrittweise eingeführt. So müssen Lampen mit klarem Glas ab 100 Watt ab September 2009 die Klasse C erfüllen, für Lampen ab 75 Watt ab September 2010 die Klasse C und so geht es in Schritten von einem Jahr weiter bis 2012 alle alle klaren Glaslampen egal welcher Wattzahl mindestens die Klasse C erfüllen müssen. Eine Übersicht dazu gibt es auf wikipedia.de.

Ich habe mich nun, weil ich eine ausgebrannte Energiesparlampe (die eigentlich Kompaktleuchtstofflampe

Nicht für den Hausmüll geeignet - Quelle: accu-online.de

kein Hausmüll - Quelle: accu-online.de

heißt) hier liegen habe, gefragt wo ich diese nun entsorgen muss. Schließlich ist in der Lampe, wie auch groß aufgedruckt, das Schwermetall Quecksilber1 enthalten. Auf jeden Fall darf die Lampe nicht in den normalen Hausmüll, weder in den gelben Sack noch in den Restmüll, was mit der alten Glühlampe möglich war. Auch der Glascontainer ist für sowohl für die Energiesparlampe als auch für die normale Glühlampe eindeutig nicht der richtige Entsorgungsweg.
In einer Pressemitteilung der Stadt Darmstadt vom 09.04.2009 informiert die Pressestelle darüber, dass Sparlampen außer beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD) nun auch bei sieben acht städtischen Einrichtungen kostenlos abgegeben werden können. Diese Einrichtungen sind folgende:

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Fußnoten

  1. Chemisches Zeichen ist Hg für lat. hydrargyrum []

Bürgerentscheid – Nordostumgehung Darmstadt

Nordostumgehung - Grafik: echo-online.de, Dagmar Klumb

Nordostumgehung - Grafik: echo-online.de, Dagmar Klumb

Am Sonntag, 7. Juni 2009 ist es so weit, die Europawahl steht an. Mit ihr steht hier in Darmstadt ein Bürgerentscheid zur Abstimmung, der über die Zukunft der Nordostumgehung entscheiden soll.
Das Bürgerbegehren fordert dabei das Aus für die Umgehung. Wer also dem Bürgerbegehren zustimmt (also sein Kreuz bei “Ja” macht) verhindert damit den Bau der Umgehung (s. weiterführende Artikel unten).

Die NO-Umgehung ist in Darmstadt umstritten. Viele kämpfen dafür, vor allem weil sich manche Lokalpolitiker damit brüsken, dass die NO-Umgehung eine Entlastung der Innenstadt zur Folge hätte1 , aber genau dies zweifeln die Gegner an. In einem sehr guten und umfangreichen Artikel des Darmstädter Echos online unter dem Titel “Die Nordostumgehung – Daten und Fakten” werden Untersuchungen, Vor- und Nachteile gegenüber gestellt. Zugegeben, das entsprechende Dokument ist nicht ganz einfach zu lesen, da es viele Daten und Fakten enthält die es einzuschätzen und gegeneinander abzuwägen gilt. So sollte sich jedoch jeder Bürger einen eigenen Überblick verschaffen.

Im extra eingerichteten Artikel-Kanon auf echo-online.de sind alle relevanten Artikel vom Echo inklusive Informationen über den Bau des ICE-Anschlusses aufgeführt. Dort kann und sollte sich jeder Bürger einen eigenen Überblick über die Situation und die Daten und Fakten verschaffen, um am 7. Juni ausstehenden Bürgerentscheid entsprechend abstimmen zu können.
Ich möchte mit diesem Artikel verschiedene Fakten und Standpunkte zusammenfassen und aufführen, um eine Entscheidungsgrundlage zu bieten. Wichtig ist jedoch, dass sich jeder Bürger ein eigenes Bild macht, um dann angemessen entscheiden zu können.

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Fußnoten

  1. “Die Nordostumgehung muss kommen” @echo-online.de []
April 2014
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