Eigentlich ist das RTL2-Format “Frauentausch” keine einzige Silbe wert. Nichts, was man schauen sollte, nichts was uns bereichert oder auch nur irgendeinen Mehrwert hätte. Es ist dennoch ein Synonym für das heutige Boulevard-Fernsehen, auch gerne Unterschichten-Fernsehen, Trash-TV oder Asi-Fernsehen genannt.
Anhand des nachfolgenden Beitrags aus der NDR-Sendung “Zapp” wird sehr gut klar, wie das Fernsehen heute arbeitet. Man nimmt allzu oft das was man sieht, als glaubwürdig oder als Wahrheit hin, vergisst jedoch dabei, dass einem die Seriosität und Glaubwürdigkeit vorgegaukelt und mit Bildern untermauert wird. Diese Bilder sind jedoch trügerisch, wie man im Beitrag sieht. Frauentausch versteht es perfekt, mit Anweisungen und einem Straffen Programm in der Gastfamilie von morgens früh bis spät abends die Familie zu belagern, Anweisungen zu geben und das aufgenommene Material am Ende so zusammen zuschneiden, dass ein bestimmter (vorher festgelegter) Eindruck entsteht. Da werden Szenen aus dem Zusammenhang gerissen und zusammen geschnitten, was nicht zusammen gehört. Auf gut deutsch: Der Zuschauer wird belogen und betrogen mit falschen Bildern. Das ganze noch gestützt von einem wasserdichten Vertrag, der es dem “Realisator” vor Ort sogar erlaubt, das Mobiltelefon der Familienmitglieder zeitweise einzuziehen und ihm die Möglichkeit gibt, einen Anruf bei Freunden und Verwandten zu untersagen. Leidtragende sind am Ende die Familien, die mit einer Inszenierung im Fernsehen ins lächerliche gezogen werden, damit die Quote stimmt und die Zuschauer was zu sehen haben.
Aber seht selbst, was ein paar Szenen und ein paar Schnitte machen können.






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