Tag Archive for 'ernährung'

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Verarschung auf der Verpackung – Von Aromen und Zusatzstoffen in Lebensmitteln

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Goldener Windbeutel

Goldener Windbeutel (Quelle: foodwatch.de)

Wir schlendern durch den Supermarkt auf der Suche nach etwas zu essen. Vielleicht kochen wir sogar selber und suchen einige Zutaten. Da werden Nudeln eingepackt, dazu die billige Fertigsoße. Ein “gesundes” Milchgetränk für Kinder, ein Joghurt oder ein Tee mit Fruchtgeschmack.

In Wirklichkeit enthalten die Fertigprodukte jedoch oft nicht, was sie auf ihrer Verpackung versprechen. Von Organisationen wie FoodWatch oder den Verbraucherzentralen wird das als “dreister Werbeschwindel” eingestuft.

Da gibt es Pistazienjoghurt ohne auch nur die Spur einer Pistazie – alles nur Aromastoffe. Statt echter Zitronensäure, wird Citronensäure eingesetzt. Die als Citronensäure aufgeführte Säure wird übrigens von Schimmelpilzen hergestellt. Der Pilz befällt z.Bsp. auch verdorbene Lebensmittel und soll angeblich auch im Bad zwischen den Fliesen wachsen, wenn sich die Feuchtigkeit staut.
In anderen Produkten werden groß “Physalis” auf der Verpackung gezeigt, jedoch findet sich kein bisschen der Frucht im Getränk. Ähnliche Schwindeleien gibt es zum Beispiel mit Pesto Genovese (das grüne Pesto). Oft ist dort statt hochwertigem Olivenöl aus dem Originalrezept nur billiges Pflanzenöl (bspw. Sonnenblumenöl) enthalten und statt der teuren Pinienkerne oft Cashewnüsse oder ähnliches. Die Liste ließe sich endlich fortsetzen. Über Analogkäse und Gelschinken aus Pflanzenfett (statt aus Milch hergestellt) und Gelatine (statt 100% echter Schinken am Stück) hatte ich ja bereits in einem früheren Artikel geschrieben (s. Verwandte Artikel unten).

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Wird die Welt besser oder schlechter? – Die Welt in Zahlen

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Die Entwicklung der Welt in Zahlen

Die Entwicklung der Welt in Zahlen

Das scheint im ersten Augenblick eine sehr naive und undifferenzierte Frage zu sein. Viele werden wohl sagen: “Die Welt wird schlechter” und die meisten vermutlich “Hängt davon ab”.

Bei New Scientists, gibt es einen neuen Artikel mit dem Titel “Blueprint for a better world” (Entwurf für eine bessere Welt). Dazu schreibt NS:

We live in an imperfect world. Poverty, disease, lack of education, environmental destruction – the problems are all too obvious. Many people don’t have clean water, let alone enough food, and the unsustainable lifestyle of the wealthy few is storing up catastrophic climate change.

Can we do anything about it? You bet we can. Technology is a double-edged sword, but science and reason have made our lives immeasurably better overall – and only through science and reason can we hope to make a real difference in the future. So here and over the next three weeks, New Scientist will explore diverse ideas for making the world a better place, and the evidence backing them.

[...]
Next week in part 2 we’ll report on what you as an individual can do to make a difference. In part 3 we’ll explore what many see as the fundamental problem: overpopulation. And finally, in part 4, we’ll ponder the profound and long-lasting changes we are making to our home planet.

Sehr interessant ist vor allem die beim Artikel angehängte und von mir oben verlinkte Grafik mit allerlei Statistiken zu den verschiedensten Einflüssen auf unser kosmopolitisches Wohlergehen. Einige daraus möchte ich gerne hier betrachten.

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Jakobskreuzkraut im Rucola und Schwermetalle im Blattgemüse

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Cadmium Belastung im Boden

Cadmium Belastung im Boden

Immer wieder hört man, wenn sich eine Organisation dazu hinreißen lässt Gemüse und Obst aus Supermärkten zu testen, dass Grenzwerte überschritten sind und dieses Obst bzw. Gemüse nicht gesund ist. Ich erinnere mich noch gut an einen Skandal vor einigen Jahren, als Dioxin in Erdbeeren aus Spanien entdeckt wurden.

Jedoch finden sich auch immer wieder andere Schadstoffe in Lebensmitteln, die eine ständige Kontrolle durch die Behörden eigentlich erfordern würden. Vor allem fiel bei Tests auch immer wieder auf, dass gerade Obst und Gemüse vom billig Supermarkt sich nicht von dem aus den großen Supermärkten unterscheidet, ja dieses sogar oft qualitativ übertrifft.

Vor ungefähr einer Woche wurde mal wieder etwas gefunden. Ein aufmerksamer Kunde entdeckte in einem Plus Supermarkt das giftige, in großen Mengen sogar lebensbedrohliche weil leberschädigende Jakobskreuzkraut in einer Packung mit Rucola-Salat. Der Kunde kaufte alle im Sortiment befindlichen Rucola-Packungen auf, um eine Gesundheitsgefährdung von anderen zu verhindern – sehr edel und uneigennützig! Der Fall, der sich in Hannover ereignete, hatte zur Folge, dass in sämtlichen Supermärkten der gesamte Rucola zur Sicherheit aus den Regalen genommen wurde.

Ich möchte dieses zum Anlass nehmen, um auf die Gesundheitsgefährdung durch Schwermetalle und andere Schadstoffe aus dem Boden hinzuweisen. Immer wieder werden Grenzwerte überschritten. Leider wird dies viel zu selten richtig festgestellt, da nicht ständig und nicht regelmäßig genug kontrolliert wird. Vor allem die Cadmium-Belastung im Boden wird oft unterschätzt. Das Schwermetall geht dann in die Nahrung über und kann so durch den Verzehr den Körper belasten. Cadmium (Cd) ist deswegen besonders gefährlich, weil es Zink-ähnlich ist und somit vom Körper ähnlich aufgenommen wird. Cadmium kann sich dann im Körper ablagern und Zink verdrängen, so dass Zink nicht mehr bzw. nur noch schwierig aufgenommen werden kann. Das Schwermetall lagert sich dann z. Bsp. in den Knochen ab und verdrängt dort das wichtige Calcium (Ca) was zu porösen Knochen führt.
Vor allem grüne Gemüsesorten mit großer Blattoberfläche sind betroffen!

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Lebensmittelimitate Teil drei – die Stellungnahme von Ditsch

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Gerade eben habe ich über den Google-Cache (Indizierung vom: 07.07. 12:19:42 GMT) eine Stellungnahme der Fast-Food-Bäckerei Ditsch wieder gefunden. Dort erklärt Ditsch wieso es Analogkäse verwendet und, dass dies nur in einem einzigen Produkt zu 40% gemischt mit 60% echtem Käse geschieht. Soweit so gut. Jedoch schreibt Ditsch außerdem noch:

Die Fakten über „Analogkäse“
Daher zunächst eine kurze Erklärung zum Thema Analogkäse:
• Was ist „Analogkäse“?
Seinen Namen verdankt der „Analogkäse“ der Tatsache, dass er wie Käse aussieht und auch so schmeckt. Der einzige Unterschied liegt darin, dass bei seiner Herstellung anstatt von Milchfett zu einem gewissen Anteil Pflanzenfett verwendet wird. Dies ist vergleichbar mit der Herstellung von Butter und Margarine.

Das ist falsch! Der Vergleich zwischen Butter und Margarine hinkt. Dabei handelt es sich nämlich ausschließlich um Fett. Es stimmt soweit, dass Margarine aus pflanzlichem Fett besteht. Jedoch ist Butter oder Margarine auch nichts weiter als Fett und auch als Fett gedacht und so zu benutzen.
Käse hingegen ist nicht reines Fett sondern ein Milcherzeugnis. Guter Käser erfordert sogar viel Zeit und Handarbeit. Dabei werden in die aus der Milch gezogenen Stoffe Bakterien zugeführt, der Käse muss reifen, entwickelt Aroma und enthält wichtige Stoffe und Vitamine die aus der Milch kommen. All dies fehlt dem Analogkäse dem reinen Pflanzenfett als Ersatz dient und Milch ist im Normalfall auch absolut keine enthalten. Das Produkt ist also ein völlig anderes. Sowohl von Inhaltsstoffen, als auch vom Gebrauch her. Wie Käse hergestellt wird und das dort mehr gemacht wird, als nur Milchfett zu verarbeiten sieht man in einem Werbefilm der Molkerei Müritz auf YouTube.

Das einzige erfreuliche an der Nachricht: Ditsch hat seinen seinen Herstellungsprozess umgestellt und verwendet laut eigenen Ausssagen bereits seit 01. Juli 2009 keinen Analogkäse mehr.

Lebensmittelimitate Teil zwei

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In meinem letzten Artikel vom 11. Juli schrieb ich über Analogkäse und Gel-Schinken, Imitate die nur vortäuschen das zu sein, wofür sie sich ausgeben. Mehr Schein als Sein.
Es gibt jedoch noch viel mehr Lebensmittel die mit Imitaten, Ersatzstoffen, Aromastoffen und anderen Tricks gestreckt oder verändert wurden, um das Lebensmittel so günstig wie möglich anzubieten. Wie schon im letzten Artikel erwähnt, ist das auch indirekt eine Folge der sehr günstigen Lebensmittelpreise in Deutschland (im Europavergleich) und dem Kaufverhalten der Kunden.

Die Verbraucherzentrale Hamburg schreibt:

Denn nicht nur mit „Analogkäse“ und „Schinkenimitaten“ müssen die Konsumenten rechnen, sondern auch mit gestrecktem Pesto oder Schokoladenkeksen ohne Schokolade. Und das nicht nur bei den Billigmarken, sondern auch bei teureren Markenartikeln. Die Befürchtung der Verbraucherzentrale: Durch das Absenken der Standards kann allgemein die Qualität sinken. Lassen Sie daher Produkte im Regal liegen, die Echtes vortäuschen. Wenn Sie sich über weitere Produkte geärgert haben: Bitte schicken Sie uns eine E-Mail: ernaehrung@vzhh.de

fermentierte Vanilleschote

fermentierte Vanilleschoten - B. Navez (Lizenz: auf das Bild klicken)

Ein gutes Beispiel für einen weit verbreiteten Imitatstoff, den wir inzwischen wie selbstverständlich kaufen ist Vanillinzucker. Eigentlich geht es um Vanille, dem Stoff aus der Vanilleschote. Die Vanilleschote ist die Frucht einer Pflanze aus der Gattung der Orchideen. Vanillin ist das der echten Vanille nachempfundene Aroma aus dem Labor. Kaufen wir z. Bsp. Vanillezucker Vanillinzucker in Tüten für einen Kuchen, so handelt es sich um mit Vanillin-Aroma versetzten Zucker.
Tipp: Besser ein oder zwei einzelne Vanilleschoten kaufen, diese halbieren und in ein kleines Glas mit Zucker stecken und einige Zeit stehen lassen. Der Zucker nimmt das Aroma an und schmeckt viel intensiver. Außerdem halten die Schoten im Glas so lange, dass es viel günstiger ist, als Vanillinzucker zu kaufen.

Andere Imitate sind wesentlich unappetitlicher. Ich hörte z. Bsp. auf der Seite der Verbraucherzentrale Hamburg zum ersten mal von Schokoladenersatz. Da ist keine Kakaobohne drin oder Kakaobutter wie in richtiger Schokolade, sondern irgendwelche Kakaoersatzstoffe und Pflanzenfett. Continue reading ‘Lebensmittelimitate Teil zwei’

Analog-Käse und Gelatine-Schinken

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Viele Verbraucher haben es in den letzten Wochen in den Medien gehört, Analog-Käse ist im Umlauf. Nun ist vor kurzem auch zu hören, dass künstlicher, so genannter Gel-Schinken die Runde macht.

Beide sind im Labor ausgetüftelte und billig hergestellte Imitate, die mit dem eigentlichen Lebensmittel nichts mehr zu tun haben. Gut für die Industrie, billig für die Gastronomie und schlecht für den Verbraucher. Die Lebensmittel sind nicht gesundheitsschädlich, jedoch fehlt ihnen nahezu jeder gute Nährstoff wie z. Bsp. Vitamine oder sonst enthaltene Spurenelemente. Der Analog-Käse z. Bsp. besteht nur aus pflanzlichem (statt tierischem) Eiweiß und ist mit einigen Aromen und etwas Farbstoff (Betakarotin) versetzt, so dass er aussieht wie richtiger Käse und ihm im Geschmack ähnelt. Mit dem Milcherzeugnis hat er jedoch nichts zu tun.
Gleiches gilt für das Schinkenimitat. Von Kochschinken keine Spur. Reine Gelee-Masse mit einigen Fleisch- und Fettstückchen gefüllt wird er als Schinkenersatz verkauft.

Das Problem bei der Sache ist nicht, dass es gesundheitsschädlich wäre und vom Markt muss. Das Problem ist, dass die Verbraucher nicht an der Nase herumgeführt werden wollen und man etwas vorgesetzt bekommt, was es gar nicht ist. Ein weiteres Problem ist, dass sich beide Produkte oft (um günstig herstellen zu können) in der Lebensmittelproduktion wiederfinden. So wird beim Bäcker gerne auch Käsebrötchen mit überbackenem Analog-Käse verkauft ohne dabei den Verbraucher in Kenntnis zu setzen. Oder das Schinkenimitat kommt dann als Kochschinken auf die Pizza – von Transparenz für den Kunden keine Spur.
Um der Transparenz ein wenig auf die Sprünge zu helfen hat die Verbraucherzentrale Hamburg eine kleine Liste mit Nepp-Käseprodukten (PDF) ins Netz gestellt. Interessanterweise befindet sich darunter auch ein Produkt der bekannten Kette Ditsch.

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Mineralwasser belastet durch Urangehalt

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Wie der neue Bericht von Foodwatch belegt, ist jedes achte Mineralwasser so hoch belastet, dass es für Säuglinge nicht geeignet ist. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Uran an sich zwar leicht radioaktiv ist, diese Radioaktivität nicht besonders gefährlich ist (sofern Uran in seiner Reinform und bspw. nicht als Isotop vorliegt). Uran gibt so genannte α-Strahlung ab, die schon beim Durchdringen der obersten Schichten bspw. von Papier, Haut oder anderen Materialien ungefährlich wird (die Strahlung hat nur eine sehr geringe Eindringtiefe). Anders sieht es jedoch aus, wenn das Schwermetall bspw. durch Trinken in den Körper gelangt, dann ist es giftig. Was mit größeren Mengen von solchen ungesunden Materialien passiert, sahen wir im Jahre 2006 als Litwinienko durch das verunreinigen von Nahrungsmittel mit Polonium vergiftet bzw. ermordet wurde (wobei Polonium um ein vielfaches giftiger ist als Uran).

Foodwatch schreibt im Artikel zur Untersuchung:

Rund dreizehn Prozent der Mineralwassermarken, für die foodwatch Daten vorliegen, enthalten für Säuglinge und Kleinkinder kritische Mengen Uran. Darunter bekannte Marken wie San Pellegrino und Perrier von Nestlé oder Überkinger.

Die gesamte Liste mit allen Tests ist bei foodwatch.de als PDF verfügbar. Die Liste enthält insgesamt Daten zur über 400 Marken, welche foodwatch zusammengetragen hat.

Der deutsche Grenzwert, wie foodwatch weiter schreibt, liegt bei 2 Mikrogramm pro Liter, der von vielen Flaschen übertroffen wird. Nur wenn Wasser innerhalb dieses Grenzwertes bleibt, darf es die Aufschrift “geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung” tragen. Von den untersuchten Wässern enthalten einige mehr als 10 Mikrogramm pro Liter und sind damit auch nicht für den Verzehr durch Erwachsene geeignet.

Richtige Ernährung

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Gewichtsreduktion, schöne gleiche Körper und schlanke Linien werden immer wichtiger. Die Medien machen es uns vor, so genannte “Superstars” zeigen uns was gut und richtig sein soll. In Wirklichkeit weiß jedoch kaum jemand etwas über die Körperfunktionen, wie unser Stoffwechsel funktioniert, wie und was man essen sollte und was gesund und was ungesund ist.

Immer noch eine weit verbreitete Methode zur Gewichtsreduktion ist die Diät. Wie gefährlich für den Stoffwechsel eine Diät ist, wissen nur die wenigsten. Durch eine radikale Diät, bei der viele ihre Kalorienzufuhr am Tag auf nur einen Bruchteil der eigentlich benötigten Menge drücken, scheint ein angesehenes Mittel zu sein. In Wahrheit wird damit der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht und der Körper durcheinander gebracht. Der Körper interpretiert die dauerhaft radikal verminderte Menge an Kalorien als Notstand auf den er probat zu reagieren habe. Um die Notsituation für den Körper so gut wie möglich zu kompensieren, wird dabei dann jedes überschüssige bisschen Kalorien sofort gespeichert. Schließlich ist der Körper dazu ausgelegt, Reserven für schlechtere Zeiten vorzuhalten. Dass dies heutzutage dank Supermärkten und Ernährung im Überfluss nicht mehr nötig ist, ist dem Körper reichlich egal.
Das ganze wirkt sich dann als Jo-Jo-Effekt aus, denn die Stoffwechselreaktionen des Körpers sind verzögert. Noch in seinem Alles-Abspeichern-Modus aktiv, werden nach der Diät die überschüssigen Kalorien sofort gespeichert und man beginnt wieder auseinander zu gehen wie ein aufgepumpter Ballon. Ausschlaggebend dafür ist meist, dass die Leute sich grundlegend falsch ernähren und statt ihr Essverhalten umzustellen, weiter ungesund essen, nach dem ein paar Pfunde verloren wurden.

Einen interessanten Ansatz, der berücksichtigt, dass normale Diäten bei den meisten Menschen nicht dauerhaft funktionieren, wird in der Folge Quarks & Co vom 29.04.20081 vorgestellt. Hier verfolgt man den Ansatz, dass sich der Patient satt essen darf, denn nur wer satt ist, isst nicht weiter. Allerdings wird dabei die Kaloriendichte der Nahrung reduziert, sodass nur der Mindestbedarf (bzw. etwas weniger, was zur Gewichtsreduktion führt) gedeckt ist. Schließlich kann ein Schokopudding statt 500kcal auch nur 300kcal haben, je nach Zubereitung und Sorte.

Der normale Mensch im mittleren Alter mit einem durchschnittlichem Büroberuf (auch Studenten und andere, die viel sitzen) haben einen durchschnittlichen Verbrauch von etwa 2000kcal. Im Internet gibt es Webseiten zum Thema, auf denen Durchschnittswerte mit Standardkalorienwerten verfügbar sind, dort kannst Du deine Tageszufuhr kontrollieren2.
Wichtig sind auch die versteckten Dickmacher. Zum Beispiel Produkte mit vielen Kohlenhydraten. Kohlenhydrate sind gute Kraftlieferanten, wird die Kraft vom Körper jedoch nicht gebraucht (verbrannt) werden die Kohlenhydrate in Fett umgewandelt und gespeichert. Zu diesen reichhaltigen Kohlenhydratträgern gehören unter anderem: jegliche Form von Weißbrot, Kartoffeln, Reis, Malz(bier) und Nudeln.

Wichtig für den Stoffwechselkreislauf ist auch die richtige Zufuhr an Flüssigkeit. Im Durchschnitt sollte jeder Mensch (mal von Krankheiten abgesehen) ungefähr 2-3 L Flüssigkeit (am besten Wasser) zu sich nehmen. Schwitzt man viel oder treibt Sport sind entsprechend mehr zuzuführen.

Light-Produkte und ihr Nachteil

Ebenfalls indirekte Dickmacher können Light-Produkte die Süßungsmittel als Zuckerersatzstoffe beinhalten sein. Dies stimmt zwar nicht generell, jedoch reagiert der Körper schon bei der Zufuhr der süßen Nahrungsmittel. Das süße verspricht eine Zuckerzufuhr, der Körper beginnt Insulin ins Blut auszuschütten, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die verhofften Zuckerstoffe bleiben jedoch aus, da das Lebensmittel (bspw. Cola-Light oder andere Produkte) keinen Zucker enthalten, sondern nur süß schmecken. Isst man nun nichts anderes und hat vielleicht seit zwei, drei Stunden nichts mehr gegessen, sinkt der Blutzuckerspiegel durch das ausgeschüttete Insulin. Der Körper reagiert dann nach einer gewissen Zeit darauf mit einem Hungergefühl, da ein niedriger Blutzuckerspiegel schlecht für Körper und Gehirn ist. Durch den Hunger soll die Nahrungsaufnahme und das Steigen des Zuckerspiegels veranlasst werden. (Editiert am 04. August 2011)

Dass zwischen dem Schmecken von süßen Nahrungsmitteln über die Rezeptoren auf der Zunge und dem Ausschütten von Insulin über das Gehirn eine Verbindung besteht ist wohl eine Mär. Das Ausschütten von Insulin hat wohl alleine mit dem tatsächlichen Blutzuckerspiegel zu tun.

Jedoch sind Light-Produkte trotzdem trügerisch. Viele Light-Produkte gaukeln geringe Fettmengen vor. Da Fett Geschmacksträger ist, wird der fehlende Geschmack oft durch entsprechendes Süßen oder Salzen wett gemacht.

Obst und Gemüse ist gesund

Gesund ist Obst und Gemüse in den verschiedensten Formen und reichlich. Jeder Mensch sollte zur idealen Versorgung und zur Krebsvorsorge jeden Tag etwa zusammen 5 Portionen Obst und Gemüse essen. Eine Portion ist eine Hand voll. Nicht gezählt werden Reis und Kartoffeln.
Obst und Gemüse kann auch nur bedingt durch Saft ersetzt werden. Obst hat den Vorteil durch viele Ballaststoffe auch den Magen zu füllen und damit sättigend zu wirken und außerdem enthalten Obst und Gemüse viele Bioaktive Stoffe, die positiv auf den Körper wirken. Wie ist wohl noch unklar.

Außerdem ist es sehr wichtig schon in der frühstens Kindheit sich richtig zu ernähren. Laut einer neuen Studie3 aus Schweden ist es wohl so, dass die Anzahl der Fettzellen im Körper ab einem gewissen Alter in etwa gleich bleiben. Dann werden ca. 10% der Fettzellen jährlich vom Körper ab- und wieder aufgebaut. Die durchschnittliche Anzahl bleibt jedoch etwa gleich. Das ist ein wichtiger Punkt als Grundstein für eine gesunde Ernährung und ein gesundes Körpergefühl. Schließlich sind immer mehr Kinder zu fett, treiben zu wenig Sport, sitzen schon in jungen Jahren vor dem Fernseher, Rechner oder der Spielekonsole und stopfen unüberlegt in sich hinein, getrieben durch eine falsche bzw. gar keine Erziehung der Eltern. Mangelerscheinungen und auffälliges Verhalten bei Kindern kann oft in großem Maße auf das Verhalten bzw. die Erziehung der Eltern zurückgeführt werden. Womit Eltern in großem Maße direkt für die Entwicklung und das Verhalten ihrer Kinder verantwortlich sind. Ein mal abgesehen von externen Umwelteinflüssen, die vor allem zur Pubertät und das Abnabeln des Kindes von den Eltern zunehmen.

Ernähre dich gesünder – werde aktiver!

Wenn Du eine Entscheidungshilfe benötigst, um dich gesünder zu ernähren und mehr zu bewegen, ist die Studie aus dem Psychologischem Portal der HU Berlin zum Gesundheitsverhalten sicher hilfreich. Der Einstieg direkt zur Studie: http://www2.hu-berlin.de/psychologie/psytests/studies/studien.php?link=healthb

Eine Übersicht zur Studie und weitere Informationen, auch zur Dauer gibt es auf Psytests.de – dem Portal der HU Berlin.

Fußnoten

  1. Quarks & Co: 29.04.2008, Die Dickmacher – und wie wir ihnen entkommen
    Alle verfügbaren Sendungen sind im RSS-Feed vom WDR aufgelistet. []
  2. Kalorientabelle mit Durchschnittswerten []
  3. http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/291568.html []

 

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