Tag Archive for 'ernährung'

arte über die Industrialisierung unserer Lebensmittelherstellung

Bei der arte Dokumentation “Die Tricks der Lebensmittelindustrie” wird gezeigt, wie moderne Lebensmittelherstellung funktioniert und warum Fertigprodukte und zusammengerührte Lebensmittel mit frischen Zutaten nicht mithalten kann.

Außerdem wird erläutert, was es mit Functional Food auf sich hat, warum Antioxidantien (bspw. in Nahrungsergänzungsmitteln) eben nicht gesund sind und welchen Zusatzstoffen wird ausgesetzt sind (auch bekannt unter ihren E-Nummern).

Beschreibung von arte:

Der Preiskampf im Supermarkt ist hart. Mit Versprechungen aller Art lockt die Lebensmittelindustrie die Kunden. Aber bekommen die Verbraucher eigentlich das, was sie zu kaufen glauben – Frische, Gesundheit und natürlichen Geschmack? Bei genauerer Prüfung zeigt sich, dass viele Produkte durch Zusatzstoffe oder Pestizide sogar gesundheitsgefährdend sind.
Seit langem fordern Verbraucherverbände verständlichere Deklarationsvorschriften. Trotzdem erlaubt der Gesetzgeber das Geschmacksdoping aus dem Labor und lässt zu, dass zum Beispiel “natürliche Aromen” nicht aus der Frucht selbst stammen müssen, sondern im Labor hergestellt werden können. Kaum ein Kunde durchblickt noch die Zusammensetzung unserer Supermarkt-Nahrung. Doch der Versuch, diese mangelnde Transparenz durch eine verpflichtende Nährwertampel auf den Produkten zu beheben, ist in Deutschland bisher durch massive Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie gescheitert.

Interessante Links: Foodwatch

Das Verbraucherportal Lebensmittelklarheit geht online

Logo Lebensmittelklarheit

Logo Lebensmittelklarheit

Vor zwei Tagen ist das neue Portal der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und der Verbraucherzentrale www.lebensmittelklarheit.de online gegangen. Unter anfänglichen Schwierigkeiten – es gab anscheinend mehr als 20.000 Aufrufe / Sekunde und einen Ausfall der Seite – und unter großer Kritik aus vielen Ecken ging das Portal wie gedacht an den Start.

Kritik gab es einige, sowohl aus den Parteien, auch aus den eigenen Riegen, als auch von der Wirtschaft. Letztere sieht das Portal natürlich nicht gerne, da es ihre Lebensmittel bloß stellt.

Und man merkt auch gleich, wo die Kritik der Leute mit dem Gesetz kollidiert. So ist vorgeschrieben, dass in einer Wurst “Kalbswiener” nur mindestens 15 % Kalbsfleisch sein müssen. Der Rest darf gerne Schweinefleisch sein. Nichts, was man sich als Verbraucher unter Kalbs-Wienerwurst vorstellt.

Das Portal fordert die Verbraucher auf Lebensmittel auf denen sie sich hinters Licht geführt sehen zu melden. Das Portal nimmt dann Kontakt mit der Industrie auf, klärt die Sachlage ab und präsentiert am Ende das Ergebnis online. Eine gute Sache, meiner Meinung nach, für eine bessere Lebensmittelindustrie, die sich von billig Produkten weg bewegt. Jetzt fehlt nur noch die Einsicht beim Verbraucher für gute Lebensmittel auch entsprechendes Geld zu bezahlen.

Gesund essen und einkaufen

Frisches Obst und Gemüse

Frisches Obst und Gemüse (Quelle: sxc.hu)

Inzwischen wissen wir, dass wir nicht so viel Fleisch essen, lieber Bioprodukte kaufen und regelmäßig Sport treiben sollen, um gesund zu bleiben. Jeden Tag mindestens zwanzig Minuten leichte Bewegung (Spazieren gehen) und drei mal die Woche richtig Sport treiben und schwitzen hält uns, unser Herz-Kreislaufsystem fit und den Cholesterinspiegel niedrig (Ausschüttung von lebenswichtigem HDL).

Darüber hinaus wissen wir jedoch inzwischen auch, dass der Körper sehr viel mehr aushält als wir dachten, dass wir uns besser nicht ständig wiegen, dass der größte Teil des Cholesterins vom Körper selbst produziert wird und, dass nicht jeder der einen erhöhten BMI hat auch gleichzeitig zu dick oder Risikopatient ist. Wichtig ist ebenso der Bauchumfang (bzw. um genau zu sein, das am Bauch und den inneren Organen angelagerte Fett), da das Fett dort in besonders Starkem Zusammenhang mit erhöhten Herzkrankheiten wie Herzinfarkt und Diabetes steht. So sollte der Bauchumfang an der dicksten Stelle (meist über dem Bauchnabel) wenn möglich nicht über 85-90cm im Durchschnitt liegen (ab 102cm bei Männern und 85cm bei Frauen steigt das Risiko signifikant). Auch ist bekannt, dass nicht alles so schlimm ist wie gedacht, denn viele Krankheiten sind durch unwissenschaftlich gesetzte Grenzwerte oder gar komplett erfundene Krankheitsbilder dramatisiert.

Wir wissen auch, dass wir nicht so viel Alkohol trinken und soziale Kontakte pflegen, viel lachen, engagieren und uns reichhaltig und abwechslungsreich ernähren sollten. Aber wie geht das eigentlich genau? Worauf muss ich beim Einkaufen achten, um gesund zu essen?

Nachfolgend möchte ich einige Tipps aufschreiben, die ich im Laufe der Zeit durch intensive Beschäftigung mit dem Thema mir selbst angelesen und zum Großteil auch schon ausprobiert habe bzw. täglich umsetze. Außerdem möchte ich mit dem Vorurteil aufräumen, dass gutes Essen einzukaufen nur den reichen vorbehalten ist und, dass Menschen mit wenig Geld deswegen gleich günstiger einkaufen müssen.

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Woher kommt unser Fleisch und wie gehen wir damit um?

Gewürfeltes Fleisch

Gewürfeltes Fleisch (Quelle: sxc.hu)

In der ARD lief gestern der 1. Teil einer dreiteiligen Sendung zum Thema “Deutschland isst” mit Tim Mälzer. Er geht den Spuren unseres Fleisch- bzw. Lebensmittelkonsums auf den Grund. Sehr interessante Einsichten in die industrielle Lebensmittelherstellung in Deutschland und unsere Essgewohnheiten.

Allerdings wird auch klargestellt: Zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehört auch Fleisch. Kein Fleisch zu essen verringert in großen Mengen den Eiweiß- und Eisengehalt was bei einer Familie aus dem Film, die einen Monat fleischlos isst, bereits nach dieser Zeit dazu führt, dass der Körper die eigenen Reserven abbaut – er verhält sich katabol. Es ist also, wie hinreichend bekannt ist, nicht so einfach vegetarisch oder gar vegan zu leben. Es wird aber auch klargestellt, dass wir sehr viel mehr Fleisch essen, als wir benötigen. Ein mal die Woche ein gutes Stück Fleisch reicht meistens. Viele essen jedoch mehrmals die Woche oder gar jeden Tag Fleisch.

Spätestens seit den Filmen “We feed the world” und “Food, Inc.” sollte jedem bekannt sein, dass wir Nahrungsmittel im Überfluss produzieren und die industrielle Lebensmittelproduktion, vor allem die industrielle Fleischverarbeitung dazu führt, dass die Massentierhaltung zu unethischen Bedingungen sein muss, da der Preis sonst dermaßen hoch wäre, dass der Verbraucher nicht bereit wäre dies zu bezahlen. Oder welcher Kunde ist bereit mehr als das doppelte vom herkömmlichen Preis zu bezahlen oder anders gefragt: Wer kauft sein Fleisch im Biohandel?

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Selfish-brain: Stress führt zu Fettleibigkeit oder Depressionen – das egoistische Gehirn

ungesundes Fettiges Essen

ungesundes Fettiges Essen (Quelle: sxc.hu)

Das Thema Fettleibigkeit ist seit einigen Jahren aus den Medien nicht mehr weg zu denken. Erfolg ist dünn und sexy. Manager und Politiker sind schon lange nicht mehr so dick, wie noch vor 30 oder 40 Jahren. Dicke Menschen werden von anderen abfällig beglotzt, während man den Umfang des Bauches nebenbei vermisst. Eine behebige, schlabbrige Masse bewegt sich hin und her und abstoßende Blicke lassen sich bei den Mitmenschen beobachten. Hat die Person dann noch Schokolade, eine Hamburger-Tüte oder ähnliches dabei, ist das Klischee bestätigt.

Seit einiger Zeit gibt es jedoch schon Theorien dazu, dass fettleibige Menschen nicht fett sind, weil sie zu wenig Selbstkontrolle haben, sondern weil sie viel mehr Opfer sind. Eine Theorie sprach von einer vermeintlichen zurückliegenden Virusinfektion. Eine fundiertere Theorie nennt sich Selfish-Brain-Theorie (Theorie vom egoistischen Gehirn). Die Theorie des deutschen Wissenschaftlers an der Lübecker Universitätsklinik Achim Peters bezieht das Gehirn und den gesamten Metabolismus mit ein.

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Introducing an EBMI: Extended-Body-Mass-Index

The BMI is well known and useful to say if a person has overweight. But it is not in every case right. Some persons has a heavy weight but they are slim – e.g. persons with much muscles. But scientists found another indicator for illnesses (e.g. heart attacks to get in the future) and which is also an indicator if you are to fat respectively you eat not healthy enough. It is the abdominal girth. If it is (mess it up over the biggest part of your abdomen, mostly over the navel) more than 95 cm it is to much and you have to be intent what you eat. If it is more than 102 cm it is really high risk. You are to fat and with a much more percentage you get problems in the future, maybe heart attacks and you do not move your body enough.

To meet this abdominal girth conditions I thought a little bit about it and about the BMI and got the idea of an EBMI – Extended-Body-Mass-Index. I just extend the BMI with the abdominal girth. When a girth of 95 is a little bit more risk so a girth of 88 is completely normal. If you are above, the risk increases (slowly) and if you are underneath the risk shrinks but you maybe are too slim. So I add a divisor which is multiplicated with the normal BMI and increase it, when your girth is to high and shrinks it when your girth is underneath. Continue reading ‘Introducing an EBMI: Extended-Body-Mass-Index’

Dioxinskandal: Was ist Dioxin und woher kommt mein Ei?

Eiercode

Eiercode - Quelle: Wikipedia (BMK)

Die Frage was Dioxin ist und wie es in die Nahrungskette kommt, beantwortet tagesschau.de in einem ausführlichen Artikel zur Kontaminierung von Eiern durch Dioxin verseuchtes Tierfutter. Demnach ist Dioxin ein Sammelbegriff für polychlorierten Dibenzodioxine und Dibenzofurane. Diese Kohlenstoffverbindungen enthalten Chlor und sind zum Teil (nicht durchweg) für den Menschen giftig bis hochgradig gefährlich. Es kann zu Problem der Atemwege, Schilddrüse, des Verdauungstraktes und auf lange Zeit auch zu Störungen des Immunsystems kommen.

Die Dioxine gelangten durch kontaminiertes Futtermittel zum Huhn und damit in das Hühnerfleisch und auch in das Ei. Wie stark die Verunreinigung ist und ob wirklich eine Gesundheitsgefahr besteht, ist für mich nicht so klar. Auf tagesschau.de heißt es “Die derzeitige Verseuchung stelle keine akute Gefahr für die Verbraucher dar, hieß es vom Bundesinstitut für Risikobewertung.” Ob die Gefahr nur gebannt ist, weil die Produkte vom Markt genommen wurden oder die Spuren so gering sind, dass es keine Gefahr gibt, wird nicht näher erläutert.

Fakt ist, dass ein Futtermittelhersteller die nur für die industrielle Verarbeitung deklarierten Mischfette (bspw. zur Schmiermittel-Herstellung) für das Tierfutter verwendete. Ob es Unwissen war oder die Kennzeichnung, die die Verwertung nur für technische Zwecke ausweist abhanden kam und wenn ja, wie, ist scheinbar noch nicht klar. Jetzt liest man auf faz.net, dass es scheinbar menschliches Versagen war. Das Ausmaß des Skandals scheint auch noch nicht ganz klar.

Wie kann ich testen ob mein Ei verseucht ist?

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Ampelkennzeichnung für Lebensmittel – Mitmach-Aktion von foodwatch

Ampel auf Lebensmittel

Ampel auf Lebensmittel (Quelle: foodwatch.de)

Seit Jahren wird sie schon diskutiert, aber die Bundesregierungen waren wohl bisher immer zu schwach sich gegen die starke Lebensmittel-Lobby durchzusetzen. In Großbritannien ist es gelungen. Dort gibt es die Ampel auf Lebensmitteln. Fette, Zucker und Salz werden dabei durch drei Farben (grün, orange und rot) gekennzeichnet, um dem Verbraucher eine Einschätzung über die Höhe des Gehalts zu geben.

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April 2014
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