Tag Archive for 'datenschutz'

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Extra3 erklärt Facebook und den Datenschutz

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Die NDR Satiresendung Extra3 erklärt den Datenschutz im Internetzeitalter und Web 2.0 anhand von Facebook. Sehr anschaulich und verständlich, auch für Laien.

Nachtrag

Ein paar statistische Daten, die gerade eben beim ZDF Auslandsjournal genannt wurden:

  • Facebook hat fast eine halbe Milliarde Mitglieder
  • Facebook hat mehr Klicks als Google
  • Jeder 14. Mensch ist Mitglied

Im Auslandsjournal gab es eben auch unter dem Titel Verbrechen 2.0 gute Hinweise über die Leichtsinnigkeiten von Menschen in Sozialen Netzen. Oft werden nur die Betreiber beschuldigt, heißt es dort, aber die Nutzer gehen sehr leichtsinnig mit persönliche Daten um. So hat ein Pärchen in den U.S.A. über 600 Freunde bei Facebook und veröffentlicht dort, dass sie abends auf einem Konzert sind. Ein alter Schulfreund der Frau, den sie 20 Jahre nicht gesehen und vor kurzem bei Facebook als Freund hinzugefügt hat, hat die Information ebenfalls gelesen und raubt während ihrer Abwesenheit die Wohnung aus.

Wie leicht es ist, an solche Informationen zu kommen zeigt die Webseite pleaserobme.com. Sie listet solche Informationen auf, um Menschen aufzurütteln.

Sein Web-Profil schärfen: Was man als Student oder Alumni tun kann, um im Netz gut da zu stehen

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Vielen ist es inzwischen bekannt, dass Personaler (also die, die in der Abteilung “Human Ressources” arbeiten, auch Personalchef genannt) bei Bewerbern gerne mal im Internet schauen. Da wird der Name gegoogelt oder auch schon mal mit einem Fake-Account das StudiVZ- bzw. Facebook-Profil ausgedruckt. Xing ist ja, was die Berufswelt angeht, sowieso hoch im Kurs.

Wie man das Web 2.0, Soziale Netzwerke und allgemein sein Webprofil auch aktiv und positiv für sich nutzen kann, um in einem guten Licht da zu stehen erklärt Klaus Eck im Zeit-Interview: “Gestalten Sie ihr Profil!” – Studenten im Internet.

Ein paar Eindrücke aus dem Interview:

  • Ich habe den Namen meiner Frau angenommen und so meine digitale Vergangenheit beseitigt. Dann habe ich konsequent Social Media gemacht.”
  • “Es ist kein Mythos, dass Personaler sich das StudiVZ-Profil ausdrucken.”
  • Dann müssen Sie dafür sorgen, dass er [der negative Eintrag bei Google, Anm.d.V.] nach hinten verdrängt wird. Dazu legen Sie gezielt Profile an, die, wenn Sie jemand sucht, weit vorne landen.”
  • “Eine gute Möglichkeit ist, einen Eintrag in einem Blog bei einem potenziellen Arbeitgeber zu hinterlassen. Wenn Sie zum Beispiel ein Praktikum bei Daimler machen möchten, schreiben Sie doch ein halbes Jahr vorher einen Kommentar mit einer gut durchdachten Meinung zu einem Fachthema [...]“

Und so gibt es noch einige andere sinnvolle und interessante Tipps, wie man sein Webprofil schärfen kann. Wichtig ist jedoch, dass wenn man sich irgendwo bewirbt, gerade wenn es auch noch eine Computer-/Internert-affine Stelle ist, dass man sich bewusst ist, was man wo hinterlässt und sich auch bewusst macht, dass das Internet (wie man so schön sagt) “nicht vergisst”!

Bürokratieabbau und Bürgerfreundlichkeit vs. Datenschutz

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Schwedische Flagge (Quelle: Wikimedia, Jon Harald Søby)

Schwedische Flagge (Quelle: Wikimedia, Jon Harald Søby)

Seit einiger Zeit lerne ich nun Schwedisch und seit einiger Zeit habe ich einen Tandemsprachpartner, um besser Schwedisch zu lernen. Einiges habe ich inzwischen über Schweden gelernt, nämlich, dass es dort, vor allem in der Politik, viel mehr darum geht, dass der Staat dem Bürger Diener ist. Der Staat wird vom Volk gewählt und dient dazu, dem Volk die notwendigen Gesetze oder Auflagen so angenehm und bequem wie möglich zu machen. Außerdem scheint Datenschutz in Schweden ein Importgut zu sein.

Wir Deutschen halten unseren Datenschutz immer sehr hoch. Keiner soll vom anderen etwas wissen. Vor allem private Daten, sollen geschützt bleiben. Hier allen voran immer das Internetbeispiel und der Aufschrei, dass immer mehr Jugendliche die Saufbilder der letzten Party bei einem Social Community Sozialen Netzwerk ins Internet stellen, und ihnen das später bei der Berufswahl u. U. Probleme bereitet. Vor einiger Zeit las ich, dass inzwischen jeder 4. Personalchef bereits einen Bewerber ablehnte, weil er im Internet negative Dinge über die Person fand, die einer Einstellung zu wider liefen. Die Meinung meines schwedischen Kollegen dabei ist, dass jeder selbst dafür verantwortlich ist, was er tut. Man müsse eben wissen, was man tut, wenn man spezielle Bilder ins Internet hochlädt. Zum Teil stimme ich ihm zu, zum Teil muss man die Diensteanbieter in die Pflicht nehmen. Dabei will ich das Problem mit dubiosen AGBs, die zum Beispiel alle Rechte an Bildern oder Inhalten dem Diensteanbieter übereignet, überhaupt nicht klein-reden.  Es gibt jedoch in Deutschland, vor allem was Gesetze und Bürokratie angeht, einige Probleme die es dem Bürger schwerer machen, als es sein müsste. Wenn der Bürger dafür bereit wäre an gewissen Punkten auf seinen Datenschutz zu verzichten, wäre das von großem Vorteil.
Ich bin eigentlich auch ein Vertreter des Datenschutzes und der Informationellen Selbstbestimmung, allerdings gibt es viele Aspekte, bei denen es völlig egal ist, weil der Bürger dadurch eigentlich nichts verliert oder sich andere Vorteile ergeben. Viele Dinge könnte man auch so einrichten, dass sie datenschutzrechtlich unproblematisch sind, den entsprechenden Behörden aber solchen Zugriff erlauben, um des dem Bürger so einfach wie möglich zu machen. Dabei, das möchte ich betonen, meine ich nicht, dass man einfach alle Daten vom Bürger sammeln sollte. Solche regulierenden Modifikationen wie jetzt beim ELENA-Verfahren, die fordern, dass nur wirklich notwendige Daten gespeichert werden, sind in jedem Fall unabdingbar!

Ich möchte hier von einigen Beispielen aus Schweden, die ich vom Erzählen her kennen gelernte habe, berichten, um einen Anstoß zu geben wie man es besser machen könnte. Außerdem möchte ich damit ein bisschen indirekte Kritik an unserem so gekrönten Datenschutz und der hochgehaltenen Volkspsychose vom spionierenden Nachbarn üben. Manchmal lohnt es sich Quer zu denken und über den Tellerrand zu schauen. Das ist die Intention des Artikels.

Zur Information des Lesers: Die hier dargebotenen Informationen sind vom Erzählen her wieder gegeben und bedienen sich daher weder zwingend den korrekten Begriffen aus Schweden noch kann ich eine Gewährleistung auf Richtigkeit in allen Details übernehmen.

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Ab April Auskunft von Auskunfteien wie Schufa kostenlos

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Schon vor einiger Zeit wurde berichtet, dass für den Verbraucher die Auskunft von so genannten Auskunfteien kostenlos ist. Ab dem 01. April 2010 ist es soweit. Ein mal im Jahr ist die Auskunft der Auskunfteien wie der Schufa (Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung), Infoscore oder Creditreform, die ein so genanntes Scoring der Verbraucher erstellen, um damit ihre Bonität einzustufen, kostenlos. Banken und andere Geschäfte nutzen diese Daten um die Kreditwürdigkeit des Kunden zu beurteilen.

Bekommt man kein Kredit oder ein Paket nur per Nachname, hat man vermutlich einen schlechten Schufa-Eintrag. Problem dabei ist, dass die Einträge, wie vor einiger Zeit eine Untersuchung zeigte, oft nicht korrekt sind. Alte Daten z. Bsp. von längst abgezahlten Krediten werden nicht gelöscht oder zum Beispiel wird es negativ eingestuft, wenn man noch nie einen Kredit beantragt hat.

Auf meineschufa.de kann der Verbraucher online einen kostenlosen Eintrag anfordern. Die anderen Anbieter bieten ähnliche Möglichkeiten.

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Street View – wie Google unsere Privatsphäre aufs Spiel setzt

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Seit einigen Monaten geht es immer wieder durch die Presse: Googles Street View ist nicht sonderlich beliebt! In den U.S.A. beschwerten sich vor einiger Zeit Besitzer eines Hauses mit großem Grundstück, dass das Google Street View Fahrzeug auf das Grundstück den gesamten Weg bis zu dem etwas weiter zurückliegenden Haus gefahren sei, um dessen Front zu fotografieren.
In Deutschland gehen die Proteste etwas weiter. Viele Menschen sind hier im für Datenschutz empfindlichen Deutschland auf die Barrikaden gegangen. In einigen Städten wurde Google sogar einstweilig untersagt Aufnahmen für Street View zu mache. Vor kurzem nannte die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) Street View eine “millionenfache Verletzung der Privatsphäre”.

Wo ist eigentlich das Problem, wird sich manch einer fragen. Wieso erhitzen sich daran so die Gemüter. Für manche ist das Interesse eine Straße nicht nur von oben durch Satellitenbilder zu sehen sondern direkt in die Straßenzüge und auf die Häuserfronten blicken zu können ein selbstverständliches. Wie wird sich unser Verhalten durch so ein System auf Dauer verändern? Wir werden bei einer Wohnungssuche vorher die Straße anschauen können, wie es dort aussieht, dasselbe gilt im Urlaub für die Lage eines Hotels oder wenn wir zu einem Termin müssen und die Gegend noch nicht kennen. Hört sich alles sehr verlockend an. Die Interaktivität zwischen der realen Welt und der Person im virtuellen Raum öffnet neue Türen und Möglichkeiten. Kein Wunder, dass Google hier investiert. Wer z. Bsp. an Werbung denkt wird sich ganz neue Möglichkeiten für kontextabhängige Werbung vorstellen können. Der Kontext wäre hier die aktuelle Position innerhalb der Karten. Ein Café oder ein Hotel könnte hier werben, um den fremden Besucher der sich über die Lage informieren möchte auf sich aufmerksam zu machen.

Da ist aber noch die andere Seite der Medaille. Google verspricht Autokennzeichen und Gesichter unkenntlich zu machen, um die Privatsphäre zu schützen. Ilse Aigner, Bundesverbraucherministerin (CSU) hält dagegen, dass alleine das Fotografieren ganzer Häuserfronten und Erdgeschossfenster mit Vorgärten, Türen und ggf. Alarmanlagen eine Verletzung der Privatsphäre darstellt und bekommt von den Verbraucherzentralen Rückendeckung. Diese befürchten, dass sich Einbrecher vorab ohne sich zum Observieren auf die Lauer legen zu müssen bequem von zu Hause die Häuser auskundschaften könnten, die ihnen besonders interessant erscheinen. Dabei könnte geschaut werden ob eine Alarmanlage sichtbar ist, wo man sich gut verstecken kann und wie die Lage ist.

Dazu kommt, dass eben nicht alle Gesichter in Street View unkenntlich gemacht sind. Die meisten sind es, aber da Google dies sicher automatisch durchführt (alles andere wäre sinnlos und zu viel Aufwand) scheint ziemlich viel durch den Filter zu huschen. Von unschönen Aufnahmen von Passanten abgesehen. Auch wenn diese von hinten fotografiert sind, kann dies für Personen problematisch sein. Dazu kommt das Problem, dass man für alle Welt sichtbar monate- oder gar jahrelang dort gespeichert und sichtbar sein kann ohne, dass man Kenntnis davon bekommt. Hat man Kenntnis von einem Bild seinerseits und möchte dies entfernt haben kann man bei Google Widerspruch einlegen.

Solch einen Vordruck um Widerspruch bei Google einzulegen bietet nun das Bundesverbraucherschutzministerium online zum Herunterladen (Word) an.

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Mai 2012
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