Archive for the 'Psychologie und Neurobiologie' Category

William Ury: Wie wir in schwierigen Situationen eine Übereinkunft erzielen können (The way from no to yes)

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William Ury spricht bei ted.com darüber, wie man als ein Teil der 3. Partei (zwischen zwei Konfliktparteien) helfen kann, eine Übereinkunft zu erzielen. Das verdeutlicht er an einer Selbsterfahrung, wie er auf Abrahams Spuren wandelte. Ich denke das könnte vor allem für Menschen die Entscheidungsträger sind, also Projektmanager und Abteilungsleiter interessant sein, die manchmal zwischen zwei verhärteten Fronten (z. Bsp. zwei Mitarbeitern) eine Einigung finden müssen.

Warum Studenten Freiräume brauchen bzw. der Bologna Prozess kontraproduktiv für die Kreativität ist

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EU Logo Bologna-Prozess

EU Logo Bologna-Prozess (Quelle: Wikipedia / Brian Ammon)

Ich erlebe es selbst oft, vor allem auf der Arbeit, dass die unstrukturierte Arbeitsweise von Studenten, die frei von Zeitgrenzen ist (man ist eben normal nicht morgens um 8 auf der Arbeit und geht um 18 Uhr) von Kollegen als merkwürdig empfunden wird. Dann heißt es immer wieder, der Student schafft nichts, steht morgens spät auf …
Natürlich alles nur halb ernst gemeint (und halb richtig), mit einem lächeln auf den Lippen – damit muss man im Büroalltag und als zukünftiger Akademiker umgehen können.

Warum jedoch gerade diese Freiräume so wichtig sind ist oft nicht klar. In einem Interview der ZEIT Online erklärt nun Psychotherapeut Rainer Holm-Hadulla (Universität Heidelberg) wieso gerade Freiräume, die Platz zum Denken schaffen, wichtig sind für die Kreativität und das eigenständige Denken von Studenten. Ein Studium soll eben nicht nur bloßer Wissenserwerb sein, ein Studium ist mehr, soll zum selbständigen, kreativen Denken anregen und dazu dienen, dass sich Studenten aus eigener Initiative mit dem Stoff beschäftigen. So funktioniert motiviertes Lernen am besten. Genau das wurde jedoch mit den Master- und Bachelor-Abschlüssen, die im Bologna-Prozess eingeführt wurden, abgeschafft. Wenig Freiräume, vor allem für Universitätsverhältnisse und straff durchorganisierte Stundenpläne sind zum Alltag geworden.

Der geneigte akademische Geist braucht Luft zum Atmen, damit er sich frei entfalten kann!

Rainer Holm-Hadulla sagt im ZEIT-Interview:

Für Studierende, die in der Lage sind, selbstgesteuert zu lernen und dies aus eigener Motivation heraus tun, ist die Überstrukturierung der neuen Studiengänge ein großes Problem. Es mangelt an Freiräumen zum Nachdenken und zum selbständigen Problemlösen. In der Kreativitätsforschung sind sich Neurobiologen, Psychologen und Kulturwissenschaftler einig: Optimale Resultate ergeben sich im Zusammenspiel aus freiem Denken ohne Vorgaben und strukturiertem Wissenserwerb. Insofern sind acht Stunden Pflichtprogramm kontraproduktiv. [...]

Ein Studium dient nicht nur dazu, Wissen zu erwerben, sondern soll auch zum selbständigen Denken befähigen und zur Neukombination erlernter Informationen. Alle Studien zeigen, dass kombinatorisches Denken am besten ohne Zeitdruck und äußere Ablenkungen funktioniert. Wenn sich jemand an einem verschlafenen Nachmittag in der Bibliothek durch ein Buch quält, und immer mal wieder aus dem Fenster schaut und seine Gedanken schweifen lässt, ist das keine verlorene Zeit, sondern von großer Bedeutung. Wenn wir ruhig, gelassen und ziellos nachdenken, sind ganz andere Hirnareale aktiv als wenn wir konzentriert denken. Diese Areale, die man Assoziationskortex nennt, sind ebenso wichtig wie die Areale, die beim konzentrierten Denken aktiv sind.

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Build a tower, build a team – Über Teambildung von Gruppen und ihr Erfolg

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Um erfolgreich miteinander arbeiten zu können, benötigt man ein funktionierendes Team. Der Austausch und die Kritikfähigkeit, die den Teamleiter dazu befähigt das Team erfolgreich zum Ziel zu führen, muss in beide Richtungen funktionieren. Damit das Team “performt” (wie man so schön sagt), muss auch der Teambildungsprozess und das Miteinander-Arbeiten einwandfrei funktionieren.

Wie schlecht das bei den “geschulten” Führungskräften oft funktioniert, dass Kindergartenkinder besser sind und welchen Vorteil Ingenieure und Führungskräfte mit Ahnung über den operativen Betrieb haben, zeigt das Video “Build a tower, build a team” von Tom Wujec auf ted.com, dass ich in Stefan Hagens PM-Blog fand. Die Aufgabe ist es, ein Marshmallow-Turm zu bauen der steht. Aber seht selbst …

Die Welle – Von Gruppenzwang und Individualismus

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Filmplakat Die Welle

Filmplakat Die Welle

Die meisten, hoffe ich, haben bereits den Film “Die Welle” gesehen. Es gibt eine neue Fassung aus dem Jahre 2008 mit Jürgen Vogel. Die alte Fassung aus dem Jahre 1981 aus den U.S.A. die hier früher schon im Fernsehen zu sehen war, ist sicherlich der älteren Generation eher bekannt. Der Film beruht auf einer Kurzgeschichte des Geschichtslehrers Ron Jones über sein Projekt “The Third Wave“.
Auf den Film möchte ich nicht näher eingehen, nehme ihn hier aber als Grundlage bzw. Gedankenanstoß für die weiteren Ausführungen.

In dem Film geht es hauptsächlich um Gemeinschaft und Gruppenzugehörigkeit, um Autokratie. Deswegen erst ein mal folgende Frage:

Was macht eine Gemeinschaft bzw. eine Gruppe und die (Zugehörigkeit zu ihr) aus?

Folgende Beispiele gehören zu einer Gemeinschaft und erzeugen ein Zugehörigkeitsgefühl bei ihren Mitgliedern und ist sehr oft zu sehen schon bei kleinen Jugendgruppen:

  • Kleidung (Uniformierung – auch ein als sehr individuell empfundener Kleidungsstil kann innerhalb der Gruppe einer Uniformierung entsprechen)
  • gemeinschaftlicher Gruß (z. Bsp. bei vielen kleinen Jugendgruppen eine bestimmte Art des Händeschüttelns)
  • Musik, wobei es im Wesentlichen eigentlich um ähnlichen Geschmack geht, der die Gruppe zusammenhält bzw. erst zu ihrer Entstehung geführt hat. Hier sind die verschiedensten Genres zu nennen, die zur Bildung von Jugendgruppen beitragen (Hip-Hop, Metal, Techno, …)

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Warum sind wir glücklich?

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Dan Gilbert fragt sich bei ted.com “Warum sind wir glücklich? ” (Why are we happy?). Er redet über die menschliche Eigenheit Ergebnisse und erwartete Erfolge zu interpretieren und wie es unser Glück beeinflusst das zu bekommen, mit dem wir gerechnet haben. Eine Frage, die er seinem Publikum stellt ist: Wer ist glücklicher, der Gewinner einer Million (Lottogewinner) oder eine Person, die ihre Beine verliert und nun im Rollstuhl sitzen muss? Die Frage scheint einfach zu sein: Der Lottogewinner ist glücklicher! Meint man, auf den ersten Blick. Schaut man jedoch nach einem Jahr, zeigt sich, dass der Lottogewinner und der Rollstuhlfahrer nun gleich glücklich sind.

Dan Gilbert versucht die Psychologie des Glücks zu erklären und wie unser Verhalten direkt und indirekt unser Glück beeinflusst. Sehr interessant ist auch der Begriff des Synthetischen Glücks. Wenn wir nicht wirklich glücklich sind, sondern uns einreden glücklich zu sein, um mit der Situation zufrieden zu sein. Aber seht selbst.

ted.com schreibt zu diesem Video:

Dan Gilbert, author of Stumbling on Happiness, challenges the idea that we’ll be miserable if we don’t get what we want. Our “psychological immune system” lets us feel truly happy even when things don’t go as planned.

The wind get in trouble because of switching the sandwiches

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Rebecca Saxe redet bei ted.com darüber, wie wir die Gedanken und Gefühle unserer Mitmenschen “lesen” (interpretieren). In der Kurzbeschreibung heißt es:

Sensing the motives and feelings of others is a natural talent for humans. But how do we do it? Here, Rebecca Saxe shares fascinating lab work that uncovers how the brain thinks about other peoples’ thoughts — and judges their actions.

Sehr interessanter Beitrag zum Thema: Wie geht unser Gehirn mit Gefühlen und Gedanken um? Was denken wir über andere und deren Absichten? Deswegen: Ist der Wind verantwortlich für das Vertauschen der Sandwiches oder wird der Pirat Ivan verantwortlich gemacht? Seht selbst:

Sehr interessant finde ich die Szene am Ende, wo gezeigt wird, wie man mit einem magnetischen Impuls das Denken eines Menschen beeinflussen kann. Zum Glück scheint das nur solange der Fall zu sein, wie der magnetische Impuls von außen ins Gehirn “eingespeist” wird. Sonst könnte man dadurch langfristig (und ohne, dass jemand es merkt) Einfluss auf das Verhalten eines Menschen nehmen.

Farbensehen und Farbblindheit

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Viele Menschen (vor allem Männer mit über 7%) haben eine leichte Farbblindheit. Oft ohne es zu wissen, da unterschiedliche Farben durch Helligkeitsunterschiede meist als unterschiedlich wahrgenommen werden können und dabei fällt nicht auf, dass die unterschiedlich hell wahrgenommenen Objekte eigentlich auch eine unterschiedliche Farbe besitzen. Am häufigsten tritt dabei die Rotblindheit (Dyschromatopsie) auf. Dabei kann zwischen unterschiedlichen Rottönen und anderen/ähnlichen Farben nicht mehr richtig unterschieden werden bzw. wird rot selbst nicht gesehen (die Rezeptoren auf der Retina für die Farbe rot sind unterdimensioniert oder fehlen völlig).

Ishihara-Farbtafel

Ishihara-Farbtafel mit der grünen Ziffer 74 auf rotem Hintergrund (Quelle: Wikipedia)

Der neurobiologische Hintergrund dabei sind die Zapfen auf der Retina des menschlichen Auges. Sie sind für das Farbensehen und die Farbwahrnehmung zuständig. Dabei gibt es drei unterschiedliche Zapfentypen für die Wellenlängen für rot, grün und blau. Wobei die Anzahl Zapfen für rote Farbwahrnehmung deutlichen überwiegen, gefolgt von Zapfen für grün. Das Schlusslicht bilden die Zapfen für blau, die nur etwa im Verhältnis (rot+grün) zu blau = 100 zu 1 vorkommen, das heißt das menschliche Auge hat eine geringere Blauempfindlichkeit. Durch die Kombination aus der Wahrnehmung der drei Farben können auch die damit zu mischenden Farben und ihre Nuancen gesehen werden.
Da viele Menschen sich über ihre Farbblindheit nicht im Klaren sind, was im Alltag immer wieder zu Verwirrung führen kann, gibt es im Internet einen umfangreichen Test auf  opticien-lentilles.com. Eine Simulation, wie Farbenblinde mit rot-grün-Schwäche Bilder sehen findet sich unter wikipedia.

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Psychologische Studie über Selbstwerttraining

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Auf ihrem Portal psytests.de der HU Berlin gibt es eine Studie über das Selbstwertgefühl. Die Studie nennt sich Selbstwerttraining, ist jedoch mehr eine Studie als ein Training.

Die Studie hat einen Eingangs- und eine Abschlussumfrage (nach vierzehn Tagen). Diese dauert je 20 Minuten. Dazwischen wird eine Woche lang jeden Tag eine kurze Übung absolviert, die maximal 10 Minuten Zeit in Anspruch nimmt gefolgt von einer Woche Pause. Der Teilnehmende bekommt nach der Abschlussumfrage direkt eine Auswertung mit Rückmeldung und Informationen. Zu den kurzen Zwischentests wird der Teilnehmer jeden Tag per E-Mail informiert. Wenn Firefox genutzt wird, sollte die Java Engine installiert sein. Es wird ein entsprechendes Applet geladen. Falls dies nicht funktioniert, sollte man auf den Link “Java Web Start” klicken. Eine Kurzinformation steht auf der entsprechenden Webseite.

Um die Studie direkt zu starten einfach hu-berlin.de/psychologie/psytests/ besuchen!

 

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