Archive for the 'Werkzeuge' Category

Fachbücher online einsehen

Wer kennt nicht inzwischen den Verlag Galileo Computing, der durch seine kostenlosen online abrufbaren Bücher Openbook (wie die “Java Insel”, wohl eines der besten Java Bücher überhaupt), aber auch durch seine anderen guten Fachbücher bekannt wurde?

Noch bekannter dagegen ist der O’Reilly-Verlag, welcher sich den IT-Fachbüchern verschrieben hat. Die sehr guten und praktischen Fachbücher vom “Cookbook”, der Referenz bis hin zur “kurz&gut”-Kurzreferenz für die Westentasche sind die Bücher alle durchweg für die praktische Anwendung geeignet.

Wie golem.de heute meldet, bietet der Webdienst PaperC, bei dem man knapp 2.700 Bücher online kostenlos von der ersten bis zur letzten Seite einsehen kann, nun auch 600 neue IT-Bücher aus dem Hause O’Reilly an.

Ich habe den Dienst selbst noch nicht benutzt, aber aus den Kommentaren bei golem.de lässt sich entnehmen, dass die Qualität zum lockeren Lesen am PC wohl nicht geeignet sei. Aber zum Recherchieren z. Bsp. für Hausarbeiten oder zum schnellen Nachschlagen dürfte es genügen. Ein guter Tipp! Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Dienst sich auch dazu eignet in Bücher reinzuschauen und sich dadurch eine Kaufentscheidung zu erleichtern. Der Dienst PaperC ist übrigens deutsch und hat damit auch deutsche Bücher im Angebot!

Pari/GP – das Algebrasystem

Pari ist ein Algebrasystem aus Frankreich. Es ist ein Kommandozeilenprogramm, das heißt es besitzt keine grafische Oberfläche. Pari ist sehr mächtig. Es beherrscht neben den Grundrechenarten auch zahlentheoretische Funktionen und Funktionen zu Elliptischen Kurven, Zahlenfeldern, Polynomen, Vektoren und Summen, Produkte und Integrale.

Bildschirmfoto des Pari/GP Logos

Bildschirmfoto des Pari/GP Logos

Pari ist zum Beispiel auch im Bereich der Kryptographie, die ja sehr Mathematik-lastig ist, beliebt. So kann man dort sehr einfach Modulo und somit auch in Primen Restklassengruppen rechnen. Im Nachfolgenden möchte ich anhand einiger Funktionen Pari/GP vorstellen.

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Foxmarks – Vergisst das Passwort

Die Erweiterung Foxmarks Bookmark Synchronizer (s. dazu Firefox Erweiterungen zum Aufwerten des Browsers) vergisst mit gewissen Einstellungen das Passwort. Dann wird das eingegebene Passwort zum Benutzernamen nach einem Neustart von Firefox nicht behalten und muss jedes mal neu eingegeben werden.

Um Foxmarks dazu zu bringen, dass Passwort zu behalten, müssen die Firefox-Einstellungen entsprechend geändert werden. Foxmarks benutzt die interne Passwortverwaltung von Firefox.

Damit das Passwort nach einem Neustart von Firefox nicht gelöscht wird, darf folgende Einstellung nicht gesetzt sein: Extras > Einstellungen > Datenschutz > Private Daten > Einstellungen (von “Private Daten löschen, wenn Firefox beendet wird”) > “Gespeicherte Passwörter” (Haken entfernen).

Damit wird das Passwort beim Beenden von Firefox nicht mehr gelöscht.
Hat mein ein Master-Passwort gesetzt, muss man dieses ggf. beim Neustart eingeben, damit Foxmarks auf das gesicherte Passwort zugreifen kann.
Das Passwortproblem ist auch in der Foxmarks-FAQ beschrieben mit Lösung.

Wie man im Foxmark-Blog zur Veröffentlichung der Version 2.0 lesen kann, ist das Speichern des Passwortes mit der Firefox Speicherfunktion verknüpft. Eine andere Alternative ist nur, dass Passwort nicht zu speichern.

Firefox Erweiterungen zum Aufwerten des Browsers

Hier einige sehr nützliche und hilfreiche Erweiterungen für Firefox, die das surfen im Internet einfacher machen. VIele Werkzeuge, die das Leben ein wenig vereinfachen. Eine Übersicht über (fast) alle verfügbaren Mozilla Add-ons für Firefox, Thunderbird, Sunbird, … gibt es unter addons.mozilla.com (rechts oben kann die Applikation gewechselt werden für andere Add-ons) oder auf dem deutschen Portal erweiterungen.de.

Multiproxy Switch

ver. 1.17 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/7330
webseite: http://proxyswitch.googlepages.com/
entwickler blog: http://mcfreds.blogspot.com/2008/06/multiproxy.html

Multiproxy Switch erweitert die Proxy-Einstellungen von Firefox um ein Set von Proxy-Einstellungen. Über eine leicht editierbare Liste kann der Benutzer so viele Proxy-Einstellungen angeben wir er möchte und leicht über die Statusbar zwischen den verschiedenen Proxys wählen.

Sehr nützlich, gerade dann wenn man unterwegs ist mit einem Notebook und in verschiedenen Umgebungen surft und arbeitet und zum Beispiel anonym surfen möchte (mit einem offenen Proxy) oder einfach einen Proxy für zum Beispiel die Unternehmensstruktur braucht.

Foxmarks Bookmark Synchronizer

ver. 2.0.47.4 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/2410
webseite: http://www.foxmarks.com/
wiki: http://wiki.foxmarks.com/wiki/Main_Page

Für alle, die ihre Lesezeichen in Firefox an verschiedenen Stellen (zu Hause, Notebook, Arbeit, …) benötigen, können hiermit ihre Lesezeichen online speichern. Der Dienst ist allerdings (nicht wie bspw. del.icio.us) nur zum Freigeben der Lesezeichen gedacht. Diese Funktionalität geht wohl auch, aber man kann (und das ist, warum ich diese Erweiterung benutze) die Lesezeichen verschlüsselt hochladen und im Firefox die Lesezeichen mit denen auf dem Server synchronisieren. Somit habe ich immer, auf meinem Notebook oder auf dem USB Stick (Portable Apps) dieselben Lesezeichen zur Verfügung! Sehr bequem für verteiltes Arbeiten.

Dictionary Switcher – Wörterbuch Manager

ver. 0.9 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/3414
webseite: http://design-noir.de/mozilla/dictionary-switcher/

Wer in verschiedenen Sprachen Beiträge im Internet verfasst (zum Beispiel in Foren oder Blogs) wird diese Erweiterung lieben. Die Wörterbücher und Sprachpakete gibt es bei Firefox zum Herunterladen und installieren als Erweiterung. Der Wörterbuch Manager fügt in der Statusleiste von Firefox einen Eintrag hinzu, der das aktuelle Wörterbuch anzeigt und das schnelle Umschalten zwischen verschiedenen Wörterbüchern zu lässt. Somit kann leicht mit Rechtschreibkontrolle in verschiedenen Sprachen geschrieben werden. Eine Autofunktion zum Erkennen der Sprache ist ebenfalls mit eingebaut!

BugMeNot

ver. 2.0 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/6349
webseite: http://erichamiter.com/
online-dienst: http://www.bugmenot.com/

Bug me not, was soviel bedeutet wie “stör mich nicht”, ist ein Online-Dienst der für Webseiten, die eine freie Registrierung benötigen, nur für die Benutzung (ohne größeren Nutzen davon) freie Konten für diese zur Verfügung stellt. Zum Beispiel wenn man auf addons.mozilla.com einen Kommentar schreiben oder eine Bewertung abgeben möchte, muss man sich registrieren. Wer sich bei so einem freien Dienst, nicht registrieren möchte, kann BugMeNot nutzen.
Wichtig ist jedoch, dass BugMeNot nur für solche Dienste gedacht ist und genutzt werden darf. Dafür muss man beim Herunterladen folgenden Bestimmungen zustimmen:

The user agrees to only use the extension to access free, mandatory registration sites. Attempting to access non-free and/or private web sites is against the intention of this extension and is a violation of the user agreement.

Damit stimmt der Benutzer zu, dass er BugMeNot nur für freie Seiten mit Zwangsregistrierung benutzt. Also solche, wo eigentlich nicht wirklich eine Registrierung benötigt würde, aber zwingend ist. Für Seiten mit nicht freiem und/oder privatem Inhalt (bspw. zur privaten Nutzung, Persönlichkeitsprofil usw.) ist gegen die Bestimmungen.

Stealther

ver. 1.0.6 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1306
webseite: http://www.zadet.net/

Wenn Du dir schon immer mal gedacht hast beim Surfen im Internet: “diese Webseite will ich jetzt eigentlich nicht im Browsercache oder in der Verlaufsliste gespeichert haben”, ist diese Erweiterung genau das richtige für dich! Mit einem Knopfdruck lassen sich (in den Optionen konfigurierbar) einstellen welche Inhalte nicht gespeichert werden sollen. Zum Beispiel: zuletzt geschlossene Register (Tabs), Cookies, Chronik (Verlauf), Cache, gespeicherte Formulardaten, usw. usf. Sehr nützliche, wenn man in gewisserweise anonym bleiben möchte, aber dennoch nicht ganz auf auf die Browserchronik bzw. auf die automatische Vervollständigung beim Eintippen des URL verzichten möchte.

Tab Catalog

ver. 1.4.2008052701 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1937
webseite: http://piro.sakura.ne.jp/xul/_tabcatalog.html.en

Tab Catalog bietet sich immer dann an, wenn man mit mehreren Tabs arbeitet und zwischen diesen hin- und herschalten möchte. Tab Catalog zeigt (einstellbar auf welchen Befehl / welches Verhalten) eine Übersicht in kleinen Bildern aller geöffneten Register an. Die Tabs werden wie ein kleines Bild nebeneinander dargestellt und die Ergebnisseite kann durchgeblättert werden. Somit ist das schnelle Wechseln auf eine andere Seite möglich ohne lange in der Tab-Leiste suchen zu müssen.

Web Developer

ver. 1.1.6 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/60
webseite: http://chrispederick.com/work/web-developer/
hilfe: http://chrispederick.com/work/web-developer/help/

Die Web Developer Leiste ist das Muss für jeden Webentwickler. Mit einer Fülle an Werkzeugen, Einstellungsmöglichkeiten und nützlichen Ansichten für Webseiten wird die Web Developer Leiste zum Idealen Werkzeug bei der Analyse und Entwicklung von Webseiten.

Adblock Plus

ver. 0.7.5.5 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1865
webseite: http://adblockplus.org/de/
forum: http://adblockplus.org/forum/

Wenn Du auch die Werbung im Internet satt bist und keine Lust mehr hast, ständig nur animierte Bildchen zu sehen, dann ist Adblock Plus genau die richtige Erweiterung für dich. Sie blockt nahezu jegliche Art von Werbung auf Webseiten. Die Regeln auf denen die Filterung basiert sind RegularExpressions und können angepasst und erweitert werden.

Adblock Plus Fiterset.G Updater

ver. 1.3.1.3 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1136
webseite: http://www.pierceive.com/

Diese Erweiterung ist nur zusammen mit Adblock Plus zu nutzen. Sie lädt automatisiert die neueste Version der Filtereinstellungen herunter. Somit ist gewährleistet, dass immer die aktuellste Version des Filters geladen ist und somit keine Werbung angezeigt wird. Wer seine Filterregeln selbst erweitert und verändert, braucht diese Erweiterung eventuell nicht, da sonst u.U. gemachte Änderungen überschrieben werden. Allerdings werden die Filterregeln auch nicht so häufig aktualisiert, dass jede Woche eine neue Version vorhanden ist. Die letzte Filterregel Version ist zum Beispiel vom 08.03.2008.

Bookmark Backup

ver. 0.4.9 – http://www.erweiterungen.de/detail/Bookmark_Backup/
webseite: http://www.pikey.me.uk/mozilla/?addon=bb

Bookmark Backup ist ein einfaches Werkzeug zum regelmäßigen Sichern von Einstellungen. Hauptsächlich für Lesezeichen gedacht, kann es jedoch auch andere Dinge sichern. Dafür gibt man schlicht ein Verzeichnis an wo die Daten hinkopiert werden (zum Beispiel auf eine Sicherungspartition).

Backword

ver. 1.3.6.1 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/2955
webseite: http://backword.gneheix.com/

Backword ist ein Programm zur Übersetzung von Wörtern von Englisch nach Deutsch oder Chinesisch. Es werden momentan nicht viele Sprachen unterstützt. Jedoch ist diese Erweiterung ein sehr hilfreiches Werkzeug beim Arbeiten mit englischen Texten. Nicht jede Vokabel ist bekannt, mit Backword überfährt man einfach ein Wort (oder markiert ein Teilwort) und bekommt nach kurzer Zeit einen kleinen Tooltip in blau angezeigt, der die Übersetzung enthält. Damit die Erweiterung beim normalen Arbeiten (wenn sie nicht benötigt wird) nicht stört, ist sie leicht über die Statusleiste (ein kleines Plus rechts unten) an- und ausschaltbar.
Es können auch andere Suchseite wie bspw. dict.leo.org so hinzugefügt werden, dass bei der Anzeige des Tooltips auf eine kleine Lupe geklickt werden kann. Somit kann auch (sofern gewünscht) das Ergebnis bei dict.leo.org in einer neuen Registerkarte angezeigt werden.
Was die Erweiterung so stark macht, ist genau die ToolTip-Idee. Man muss zur Anzeige der Übersetzung keine neue Registerkarte öffnen und hat somit schnell beim Lesen die Übersetzung eines Wortes. Einfach genial!
Nach der Installation muss die Übersetzungssprache von En->Chinesisch auf En->Deutsch umgestellt werden. Dazu über Extras / Add-ons zu den Erweiterungen, dann bei backword auf “Einstellungen” klicken und dort auf der Registerkarte “Settings” auf “Google – German” umstellen.
Leider ist backword in dieser Version noch nicht kompatibel zu Firefox 3.0.  Nur zur Beta-Version 3.0b4pre. Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen eine neue Version veröffentlicht wird. Diese Erweiterung ist einfach eine Erleichterung beim täglichen Arbeiten mit englischen Inhalten!

Nachtrag – 29.07.2008

Die Erweiterung ist seit kurzem in der Version 2.0.0.1 verfügbar und unterstützt damit auch die Firefox Versionen ab 3.0. In einem extra Artikel, habe ich erklärt wie man Backword einrichtet und nutzt.

Copy Plain Text

ver. 0.3.3 – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/134
webseite: http://mozmonkey.com/

Diese Erweiterung ermöglicht es (über das Kontextmenü oder als Standardverhalten) Text aus dem Internet als Klartext zu kopieren. Kopiert man bspw. eine Tabelle und möchte diese dann in einem Textverarbeitungsprogramm (z.Bsp. OpenOffice, MS Word) einfügen, wird der Stil, samt Tabelle und Farben aus dem Internet übernommen. Das ist manchmal ziemlich nervig, wenn man eigentlich nur den reinen Text möchte. Mit dieser Erweiterung kann dann der Klartext (plain text) kopiert und weiter verwendet werden.

Leider ist auch diese Erweiterung noch nicht kompatibel zu Firefox 3.0. Ich warte auch noch auf eine aktualisierte Version.

Nachtrag – 29.07.2008

Auch CopyPlainText ist nun mit derselben Version 0.3.3 für die Firefox Versionen ab 3.0 freigeschaltet worden.

Firefox 3.0 ist draußen – schneller und sparsamer

Seite heute Abend ca. 20 Uhr (MEST) ist die neue Version des beliebten Mozilla Browser Firefox in der Version 3.0 zum Herunterladen verfügbar. Die neue Version enthält einige umfangreiche Verbesserungen. Allen voran vor allem der optimierte und verbesserte Speicherverbrauch. Bisher hatte Firefox einen imensen Speicherverbraucht, umso mehr Tabs offen waren, desto größer und hungriger wurde er. Ich habe eine Session (mit der Erweiterung Session Manager) gespeichert. Die Ladezeit dieser Tabs hat sich fast halbiert und der Speicherverbrauch (was man beim Navigieren durch die verschiedenen Tabs merkt) hat sich enorm verbessert. Es wird viel schneller auf Tabs zugegriffen.

Wenn ich einen neuen Tab öffne, hat es bei der alten Version 2 immer etwas gedauert und für einige Sekunden hatte ich das Gefühl, dass Firefox stehengeblieben wäre. Genau so wenn ich einen Tab geschlossen habe. Diese Zeit hat sich stark verringert. Das ganze, muss man berücksichtigen, mit über 100 geöffneten Tabs, was einer sehr großen Anzahl entspricht. Aber ein guter Test für die Performance! :)

Außerdem wurder die Verwaltung der Lesezeichen stark verbessert. Es gibt eine komplett neue Lesezeichenverwaltung, die das Arbeiten mit Lesezeichen und das archivieren bzw. sortieren und ordnen verbessern soll.

Weitere Informationen

http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/features/
Mozilla Übersichtsseite mit den neuen Funktionen und einiger Unterseiten zum Thema Sicherheit & Co.

http://www.spreadfirefox.com/de/worldrecord
Übersichtsseite zum geplanten Weltrekord

http://downloadcounter.sj.mozilla.com/
Übersichtsseite mit Download-Statistik für verschiedene Länder und Gesamtstatistik sowie Downloads / Minute

http://www.erweiterungen.de/
Eine deutsche Seite mit vielen Erweiterungen und deutschem Informationstext

http://www.mozilla-europe.org/de/
Mozilla Firefox 3.0 von der deutschen Europa-Seite herunterladen

http://blog.mozilla.com/blog/2008/06/17/download-day-is-here/
Mozilla Blog Eintrag zum Download Weltrekordversuch

Keepass Paswordsafe – Passwörter verwalten und Ordnen

Das kostenlose und freie Prorgramm KeePass ist ein sogenannter Passwordsafe. Man erstellt damit eine Datei (die Passwortdatenbank) die verschlüsselt und durch ein Passwort gesichert auf der Festplatte abgelegt wird. In dieser Datei befinden sich alle gespeicherten Passwörter, sortiert und geordnet. Die Verschlüsselung und das starke “Master-Passwort” der Datenbankdatei machen es nahezu unmöglich an die gesicherten Passwörter zu gelangen.

KeePass herunterladen und installieren

KeePass ist ein Programm für Microsoft Windows und kann daher auch nur für diese eine Plattform heruntergeladen werden. Besuche die Downloadseite und lade dort unter dem ersten Link ganz oben die Setup-Datei herunter. Die Datei wird auf der Festplatte abgespeichert.

Nach dem erfolgreichen Herunterladen der Datei, navigiere auf dem PC (bspw. mit dem Windows Explorer bzw. über den Arbeitsplatz) zu der Stelle, an dem die Datei gespeichert wurde. Mit einem Doppelklick wird die Setup-Datei gestartet. Es erscheint ein Assistent der Schritt für Schritt durch die Installation führt. Ist die Installation abgeschlossen, starte das Programm (über das Startmenü, die Schnellstartleiste oder den Desktop).

Neue KeePass Datenbankdatei anlegen – erste Schritte

Nachdem das Programm gestartet ist, klicke im Menü auf File/New…, um eine neue Datenbank zu erstellen.
Es erscheint ein Dialog zur Aufforderung eines Passwortes. Dies ist das so genannte Master-Password. Das bedeutet, dieses ist ihr Zugang zu ihren Daten. Dieses Passwort sollte besonders sicher gewählt und nicht aufgeschrieben werden! Passwörter zu notieren, zum Beispiel auf Papier, ist generell unsicher und ein tabu. Das würde dem Aufkleber der Geheimzahl auf der EC-Karte gleich kommen.
Überlegen Sie sich nun also ein sicheres Passwort. Bei der Eingabe zeigt ihnen KeePass einen Farbbalken an, der von rot über gelb bis grün reicht. Umso länger und stärker der Balken ist und in den grünen Bereich kommt, umso sicherer ist ihr Passwort. Ein sicheres Passwort (Kennwort) sollte generell folgende Bedingungen erfüllen:

  • aus mindestens 8 (besser 10 oder 12) Zeichen bestehen
  • Groß- und Kleinbuchstaben enthalten (a-z und A-Z)
  • Zahlen enthalten (0-9)
  • Sonderzeichen enthalten (z.Bsp.: äöü#+.-,)(/&%$§”! usw.)
  • kein lesbares Wort z.Bsp. aus dem Wörterbuch sein, weder im Deutschen noch im Englischen
  • wechsele in regelmäßigen Abständen (z.Bsp. alle 6 Monate) ein Passwort

Bei der Wahl der Sonderzeichen ist noch zu beachten, ob man das Passwort eventuell mal an einem anderen Rechner, zum Beispiel im Ausland benötigt, wo es u.U. keine deutschen Sonderzeichen wie Umlaute gibt. Müsste man dann dort ein Ö oder Ä eintippen, könnte man evtl. nicht mehr an seine Daten kommen, da man das Zeichen nicht tippen bzw. finden kann.
Im Weiteren werde ich der Einfachheit wegen das Wort “Passwort” mit “PW” abkürzen (eine gebräuchliche Abkürzung).

Problematisch ist es oft für Personen, sich ein Passwort zu merken. Dabei helfen ein paar einfache Regeln die auch bei der Passworterstellung helfen können.

  • Tippe das Passwort so häufig wie möglich von Hand ein, dadurch lässt es sich besser merken
  • benutze Zusammensetzungen. Wenn der Name “Bertolt” im PW verwendet werden soll und die Person 1981 geboren ist, könnte ein Passwort zum Beispiel so aussehen: 19Ber-Tolt+81

Wenn das Passwort bestätigt wurde, folgt eine erneute Eingabeaufforderung, als Sicherung, um Schreibfehlern vorzubeugen. Danach öffnet sich die neue Passwortdatenbank. Da diese nun noch nicht abgespeichert ist, tun wir das zu erst. Klicke entweder auf das kleine Diskettensymbol in der Symbolleiste (oben unter den Menüs, 3. von li) oder über das Menü File/Save As… Dann kommt ein Dialog zum Auswählen des Speicherorts. Wähle einen Ort aus, an dem Du deine Daten auch wieder findest. Ein Ort den Du unter Umständen bei Backups mit einbeziehst, so dass die Datei nicht “verloren” geht.

Die Programmoberfläche

Die Oberfläche von KeePass ist sehr einfach und übersichtlich aufgebaut. Das Fenster ist drei-geteilt. Links befindet sich die Struktur / Passwortgruppen. Dort kann man neue Gruppen und Untergruppen anlegen, um seine Passwörter in sinnvoller Art und Weise zu sortieren. Zum Beispiel nach dem Schema: Internet / E-Mail-Konten, Internet / Webseiten, Internet / OnlineShops …

KeePass Programmfenster

Auf der rechten Seite befinden sich die Passworteinträge in der aktuellen Gruppe. Die Einträge (wie auch die Gruppen links) können jeweils durch ein Symbol gekennzeichnet werden.

Detailfenster eines Passworteintrags

Jeder Passworteintrag besteht aus mehreren Feldern:

  • Title (Titel): ein frei wählbarer Titel, der den Eintrag repräsentiert
  • User-name: ein Benutzername, z.Bsp. wenn es um eine Internetplattform geht, bei der man einen Benutzernamen benötigt
  • Password: das Passwortfeld zur Eingabe. Das Feld Repeat (Wiederholen) dient zur Wiederholung des Passworts (als Sicherheit). Klickt man auf den kleinen Knopf “” hinter dem Passwortfeld, wird das Passwort in Klartext angezeigt
    Der grüne Balken unter den Passwortfeldern zeigt einem wieder die Güte des Passworts an. Hier sollten es schon etwa zwischen 50 und 60 Bits sein, welche man mit 8 Zeichen, Zahlen, Groß-, Kleinbuchstaben und Sonderzeichen hinbekommt (s. oben).
  • URL: UniformResourceLocator, auch Internetadresse genannt. Sinnvoll bspw. bei einem OnlineShop
  • Notes: Das Notizfeld ist frei für Informationen oder sonstige Angaben
  • Expires: Hier kann ein Ablaufdatum angegeben werden. Das ist dann sinnvoll, wenn man seine Passwörter regelmäßig ändern möchte. KeePass erinnert dann auf Wunsch an abgelaufene Passwörter, so dass man diese dann z.Bsp. im Internetshop ändert und das neue PW in KeePass einträgt.
  • Attachment: ein Anhang kann ebenfalls dem Eintrag hinzugefügt werden. Zum Beispiel eine Datei. Diese Funktion war für mich bisher nutzlos, kann aber u.U. sinnvoll sein, wenn man Detail-Informationen hat. Evtl. ein PDF mit Zugangsinformationen o.ä.

Der untere Teil des Fensters bietet eine kurz Übersicht, wenn man einen Passworteintrag anklickt ohne, dass man dafür mit einem Doppelklick die Detailansicht öffnen muss.

KeePass konfigurieren

Öffne KeePass und klicke im Menü auf Tools / Options, dann öffnet sich das Einstellungsfenster. Dort würde ich folgende Einstellungen vornehmen, die sich bei mir im Betrieb als sinnvoll / praktisch erwiesen haben:

  • Security (Sicherheit)
    • Lock workspace, when minimizing the main window (Sperrt die Passwortdatenbank, wenn das Programm minimiert wird)
    • Lock workpsace when locking Windows, switching user or sleeping (Passwortdatenbank sperren, wenn Windows gesperrt wird, der Benutzer gewechselt oder Windows in den Schlafmodus (bspw. Standby oder Ruhezustand) gesetzt wird)
  • Interface (GUI) (Benutzeroberfläche GUI=GraficalUserInterface)
    • Show grid lines in password entry list (Gitternetzlinien anzeigen in der Passworteinträge-Liste – rechte Fensterseite)
    • Minimize to tray instead of task bar (Beim Minimieren KeePass im SystemTray anzeigen, statt auf der Taskleiste)
    • Close Button [x] minimizes the windows instead of terminating the application (der Schließen-Knopf vom Fenster, rechts oben, minimiert KeePass anstatt die Applikation zu beenden)
  • Setup
    • Ein mal auf den Knopf “Create Association” klicken (assoziiert die Passwortdatenbank so mit dem Programm, dass sie durch einen Doppelklick im Windows Explorer geöffnet werden kann)
    • Bei “Global auto-type hot key combination:” (s. unten) sollte STRG+ALT+A stehen.
  • Advanced (Erweitert) – bei nachfolgendeen Einträgen habe ich einen Haken gesetzt
    • Start KeePass at Windows startup
    • Single left click instead of double-click for default tray icon action
    • alle Einträge bei “Start and exit”
    • Show entries that will expire soon (if any)
    • Save Backup of modified entries into the “Backup” group
    • Show full path in the title bar
    • Disable “Safe” button if the database hasn’t been modified
    • Use local date/time format instead of ISO notation
    • Register Ctrl+Alt+K hot key

KeePass aktiv nutzen

Wenn man KeePass aktiv nutzt, dann bietet sich eine sehr schöne und einfache Funktionalität. Ist KeePass im System-Tray (der Bereich rechts unten neben der Uhr) gestartet, dann kann man im Browser, auf einer WEbseite mit der Tastenkombination AltGr+A (bzw. Strg+Alt+A – Strg = Steuerung, manchmal auch Ctrl für Control) KeePass starten. Dann gibt man sein Master-Passwort ein und KeePass trägt automatisch auf der Webseite die Zugangsdaten ein, um den Benutzer anzumelden. Dazu müssen folgende Voraussetzungen stimmen in den Detaildaten des Passworteintrags (s. oben):

  • im Feld Titel muss der Anfang (bzw. der ganze) Seitentitel der Internetseite stehen. Stimmt der Titel nicht überein, kann KeePass u.U. den richtigen Eintrag nicht finden
  • die URL muss mit der URL der Anmeldeseite im Browser übereinstimmen (bzw. die Domäne muss stimmen, das ist der Teil zwischen http:// und dem was nach .de/ kommt.
  • Es muss ein Feld für den Benutzernamen und eins für das Passwort existieren und diese müssen ein Tabulator entfernt sein (sprich: klickt man mit der Maus in das Feld “Benutzername” und drückt dann die Tab-Taste, gelangt man direkt ins Passwortfeld).
  • Wenn man Benutzername und Passwort eingegeben hat, muss man mit Drücken der Enter-Taste automatisch die Anmeldung auslösen (die Anmeldedaten abschicken – entspricht dem Drücken eines Knopfes zur Anmeldung, z.Bsp. mit der Aufschrift “Login”).

Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, ist das eine gute Möglichkeit um für diese Webseite KeePass mit der Tastenkombination zu nutzen. Diese Anmeldemethode ist besonders einfach und sicher, vor allem für Passwörter die relativ lang und somit schwer zu merken sind.

Beispiel

Nachfolgend ein kleines Beispiel für einen solchen Eintrag.
Angenommen Du hast ein Konto bei der Sparkasse Darmstadt und hast einen Zugang zum OnlineBanking. Dann lege einen Eintrag mit folgenden Daten an:

  • Titel: der Seitentitel der Anmeldeseite, also: Sparkasse Darmstadt
  • User-name: entspricht auf der Seite dem Feld Anmeldename oder Legitimations-ID (z.Bsp. eine Zahl oder die Kontonummer)
  • Password: das PW zum Zugang, entspricht dem Feld PIN, momentan, soweit ich richtig informiert bin, maximal 6 Zeichen
  • URL: hier trägt man den URL zum OnlineBanking ein, im Fall der Stadt- und Kreissparkasse die folgende: https://bankingportal.sparkasse-darmstadt.de/banking/?BLZ=50850150

Ist der Eintrag fertig gestellt, kann er in KeePass mit einem Klick auf “OK” übernommen werden, danach muss die Passwortdatenbank noch gespeichert werden.
Schließe dann KeePass mit einem Klick auf das rote X rechts oben. Nun kann diese Funktion wie folgt genutzt werden:

  • auf die OnlineBanking Seite der Sparkasse Darmstadt navigieren
  • mit der linken Maustaste in das erste Feld (Anmeldename) klicken
  • dann die Tastenkombination drücken: AltGr+A
  • KeePass (das im SystemTray gestartet sein muss) öffnet sich und fragt nach dem Master-Password
  • Nach der EIngabe des PW verschwindet KeePass, trägt automatisiert die beiden Felder auf der Webseite ein und löst die Eingabetaste aus, wodurch man sich automatisch anmeldet. Mehr muss nicht gemacht werden!

KeePass Anmeldenfester

Wird man durch KeePass nicht automatisch angemeldet, liegt ein Fehler im angegebenen Titel-Feld im Passworteintrag vor. Dieser passt dann nicht zum URL!

Weiterführende Artikel und URL

KeePass Internetseite
KeePass Hilfe
FAQ (FrequentlyAskedQuestions)
Forum international (englisch) und deutsch
Keepass bei Sourceforge

Datenverschlüsselung unter Windows mit Truecrypt

Mit dem kleinen kostenlosen Programm Truecrypt, dass bei dem Open-Source-Portal Sourceforge zu finden ist, kann jeder Anwender relativ einfach verschlüsselte Container bzw. Partitionen auf seiner Festplatte anlegen. Somit sind sensitive Daten wie Briefe, persönliche Bilder und Firmendaten vor Fremdzugriffen aus dem Netz geschützt.

Das Programm – für Windows, Mac OS X und Linux verfügbar – wird installiert. Danach gibt es zwei Möglichkeiten der Nutzung:

  • eine Container-Datei anlegen die verschlüsselte Inhalte enthält
  • eine komplette Partition verschlüsseln

Entscheidet man sich für ersteres ist nach dem Erstellen der Container-Datei eine einzelne Datei mit der Endung .tc auf der Festplatte. Diese wird dann gemountet1 und ist nach der Passworteingabe im Dateisystem (als zusätzliches Laufwerk, wie beim Einstecken eines USB-Speichers) verfügbar. Solange, bis die Container-Datei wieder “ausgehängt” wird, kann mit der verschlüsselten Datei gearbeitet werden, wie mit jedem anderen Laufwerk auch.

Bei der zweiten Variante geht es im Prinzip genau so von Statten, mit dem kleinen Unterschied, dass keine einzelne Datei vorhanden ist.
Wird eine komplette Partition (z.Bsp. das Laufwerk d:/) verschlüsselt, ist das Laufwerk unter Windows ganz normal vorhanden, jedoch muss beim Zugriff die Partition wieder mit der Eingabe des Passwortes entschlüsselt werden. Auf dieser Partition können dann keine unverschlüsselten Inhalte mehr abgelegt werden.
Verschlüsselt man also das Laufwerk d:/ auf der Festplatte, ist der Zugriff nur mit Passworteingabe möglich und die komplette Partition ist verschlüsselt, ohne dass unverschlüsselte Bereiche zurückbleiben.

Truecrypt lässt sich wie jedes andere Windowsprogramm relativ einfach installieren. Dazu einfach die Installationsdatei für Windows herunterladen und an einem Ort ihrer Wahl abspeichern. Danach zu der entsprechenden Stelle navigieren und die Installationsdatei mit einem Doppelklick öffnen und dem Assistenten folgen.

Wenn das Programm installiert ist, kann eine der beiden Varianten gewählt werden, um einen verschlüsselten Bereich zu erzeugen.

Eine genauere Beschreibung von der Installation bis zum verschlüsselten Container mit Informationen zu den verschiedenen Verschlüsselungsarten, werde ich bald hier veröffentlichen.

Fußnoten

  1. en: to mount – anbauen, einfädeln; “etwas in das Dateisystem einhängen” []
April 2014
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