Archive for the 'Informatik' Category

Internetsperren 2.0 – BKA hilft mit, beim Wiederaufleben der Websperren

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Netzsperren (Quelle sxc.hu)

Netzsperren (Quelle sxc.hu)

Bis heute, bis zum 28. Februar waren auf Druck der Öffentlichkeit und des Koalitionspartners FDP die Websperren ausgesetzt. Da der Aussetzungszeitraum heute endet, dringt nun die CDU/CSU Fraktion im Bundestag darauf, dass die Websperren sofort wieder eingesetzt werden.

Dabei beruft sich, wie golem.de schreibt, Günter Krings (CDU) auf einen Bericht des BKA, wonach der bisher angewandte Grundsatz “Löschen statt Sperren” nicht nutzen würde. Angeblich würden zu wenig Webseiten tatsächlich gelöscht. Dabei ist der Bericht bzw. der Umgang des BKA mit der ganzen Situation recht zweifelhaft. Insgesamt, beschäftigt das BKA 23 Mitarbeiter im Bereich Sexualdelikte gegen Kinder, aber nur sechs Mitarbeiter für den bisher priorisierten Ansatz “Löschen statt sperren”. Die Zahlen gehen auf eine Anfrage der Abgeordneten Dr. Petra Sitte (Die Linke) vom Oktober 2010.

Was zeigt uns das? Das nicht wirklich ein Interesse daran besteht zu löschen. Ich vertrete immer noch die Auffassung, dass das BKA lieber eine Zensurinfrastruktur hätte, weil beim Löschen das Problem besteht, dass man nicht mehr nachweisen kann, dass ein Benutzer von außen auf die Kinderpornographischen Inhalte zugegriffen hat und sich somit strafbar machen würde, was dem BKA bei der Strafverfolgung nutzt. Hier geht es also meines Erachtens nach um reine Politik. Dabei ist das Ausspielen der missbrauchten Kinder gegen die Pädophilen, die auf die Inhalte zugreifen äußerst fragwürdig.

Das BKA erklärte dazu in einer Pressemitteilung wie folgt (Quelle: netzpolitik.org):

Ein Mitarbeiter des BKA-Referats Kinderpornografie erklärte, das BKA versuche schon seit Jahren, die Seiten im Ausland löschen zu lassen. Der Erfolg sei “sehr begrenzt”.

[...]
Die Seiten verschwänden nach drei bis fünf Tagen, um dann an anderer Stelle in leicht abgeänderter oder auch identischer Form wieder aufzutauchen.

Jörg-Olaf Schäfers auf netzpolitik.org schreibt dazu:

Warum in solchen Fällen Sperren auf Zugangsebene die bessere Lösung sein sollen, verrät der Mitarbeiter des BKA leider nicht.

Und, irgendwer überrascht? Ich bin es nicht.

Ich auch nicht … das Sperren auf Zugangsebene ergibt in so einem Fall nämlich auch keinen Sinn, da man hier genau so manuell nacharbeiten müsste, wie beim Löschen. Aber das liegt nicht an der Löschmethode, sondern an der Struktur des Internets.

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Zensur durch Internetsperren – die falsche Wahl

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Inzwischen hat sich die hitzige Diskussion über Internetsperren im ganzen Netz ausgebreitet. Es gibt zig Diskussion dazu in den Blogs, aber auch auf www.abgeordnetenwatch.de mit Dr. Wiefelspütz und dann noch die von Hanno Zulla erstellte Erklärung von Eltern aus IT-Berufen, die eine Vorgehensweise gegen Kinderpornografie und nicht die staatliche Zensur, die nämlich die Pornografie an sich nicht stoppt oder verhindert, fordern.

Grafik mit Verteilung von Servern mit Kinderpornografie laut australischer Sperrliste

Weltweite Verteilung von Servern mit Kinderpornografie laut australischer Sperrliste - Mit Dank an: Florian Walther http://scusiblog.org

Ich verstehe nicht, dass immer wieder angeführt wird, dass die Webseiten mit entsprechendem Material nur so schwierig zu sperren wären. Weil sie irgendwo im Ausland stehen usw. usf.
Ich weiß, dass das einfach nicht stimmt! Viele der Server stehen in Staaten mit denen Deutschland kooperiert und in denen Kinderpornografie genauso verboten ist wie hier und die ein rechtsstaatliches und demokratisches System haben. Einfach zu sagen man kann da eben nicht so viel machen, weil die Server woanders stehen würden ist totaler Unsinn!

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Projektmanagement – eine Einführung

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Noch ist es, vor allem in Deutschland und vor allem in der IT-Branche sehr selten, dass professionelles Projektmanagement eingesetzt wird. Viele Projekte werden sprichwörtlich in den Graben gefahren, Budgets werden nicht eingehalten, die Projekte werden zu teuer, erfüllen nicht die gewünschten Anforderungen und/oder benötigen viel mehr Zeit als geplant. Letztes großes Beispiel eines fehlgelaufenen Projekts (warum sei nun mal dahin gestellt) ist das vom Bund eingeführte Mautsystem für Lkw.

Viele Projekte werden falsch, zu wenig oder oft sogar gar nicht geplant. Es gibt keinen Projektplan (oft ist der Plan einige wenige zusammengeklickte Punkte in Microsoft Project), Stakeholder1 werden nicht eingebunden, es gibt keine Risikoabschätzungen, es werden meist keine Tools (bspw. zur Versionskontrolle wie SVN, Bug-Tracking Systeme wie Mantis oder ähnliches) eingesetzt und die Aufwände werden falsch geschätzt. Oft wird ein Projekt auch nicht richtig eingeleitet (gestartet) und meist gar nicht richtig abgeschlossen. Nachbesprechungen was es für Probleme/Fehler mit dem Projekt gab oder was man gelernt hat, abschließen von Dokumenten usw. wird oft völlig vernachlässigt. In den meisten Fällen wird das Projekt mit der Übergabe der Ergebnisse an den Kunden abgeschlossen. Dementsprechend sind auch fast alle Projekte in der IT-Branche (dort vor allem!) außerhalb des geplanten Bereichs, sowohl was das Budget als auch die Zeit betrifft.
Das muss nicht sein. Es gibt einige Projektmanagement-Methoden (CMMI, Prince oder PMBoK als Beispiel) die dem Projektleiter Methoden an die Hand geben, um ein Projekt ordentlich zu planen und durchzuführen.

Ich möchte in diesem Artikel eine kleine Einführung in einige wichtige (allgemeine) Aspekte des Projektmanagements geben, dabei beziehe ich mich auf die bewährten Praktiken von CMMI, muss jedoch dazu sagen, dass ich kein zertifizierter CMMI-Spezialist bin. Ich habe die entsprechenden Methodiken und Grundlagen an der Universtät gelernt und möchte anderen, vielleicht Projektleitern die seit Jahren nach demselben Schema arbeiten und sich verbessern wollen einen Einblick in die modernen Grundlagen geben. Das ist vielleicht ein Anreiz/Ansporn für andere sich näher mit dem Thema zu beschäftigen und bessere Projektleiter zu werden!

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Fußnoten

  1. vom Projekt irgendwie betroffene – sowohl die Mitarbeiter als auch externe []

DECT-Telefone und die Sicherheit

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Seit 01. Januar 2009 dürfen nur noch Schnurlos-Telefone vom “neueren” DECT-Standard benutzt werden. Alle alten Telefone sind ab diesem Jahr verboten. Die entspechenden Frequenzen die früher benutzt wurden sind nun freizuhalten, um Störungen zu vermeiden. Alle schnurlosen Telefone die momentan auf dem Markt sind, müssen also den DECT-Standard erfüllen. Umso interessanter, dass Wissenschaftler der TU Darmstadt vom CASED-Sicherheitszentrum nachgewiesen haben, dass sich mit einfachen Methoden DECT-Telefone knacken und abhören lassen.

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Was der A-Stern-Algorithmus mit komplexen sozialen Netzen gemeinsam hat

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Jeder kennt sicher das kleine Gedankenbeispiel: jemand, eine einfache Person wie Du und ich, schreibt einen Brief und schickt diesen an alle Freunde und Bekannte mit der Bitte es ihm gleich zu tun. Diese schicken den Brief ebenfalls weiter und die Freunde der Freunde schicken den Brief ebenfalls weiter. Dann dauert es nur ca. 5-6 Abschnitte, bis der Brief den U.S. Präsidenten erreichen könnte.
Hinter diesem Phänomen liegt das so genannte “small-world-paradigm” (Kleine-Welt-Paradigma). Dieses Paradigma sagt aus, dass jeder auf der Welt über einen besonders kurzen Abschnitt von Bekanntschaften zu jedem anderen Menschen verbunden ist.
Im Eureka!-Artikel Six Degrees of Kevin Bacon’ game provides clue to efficiency of complex networks auf http://esciencenews.com/ wird erklärt, wie dieses Phänomen mit der Effizienz von komplexen Netzen zusammenhängt.

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