Die Schuldenkrise in der Eurozone, allen voran die misere Lage von Griechenland ist viel diskutiert. Eine öfter zu hörende Lösung wären Euro-Bonds, auch EU-Anleihen genannt. Dabei würde Europa gesamtschuldnerisch Geld leihen und diese Schulden und die damit verbundenen Verbindlichkeiten (Zinsen etc.) unter allen EU-Ländern aufteilen. Viele, unter anderem die Konservative wie FDP lehnen Euro-Bonds kategorisch ab, wie Philipp Rösler klarstellt. Euro-Bonds bzw. der Umstand bei dem sie eingesetzt würden, würde dazu führen, dass alle Schulden der Eurozone gemeinschaftlich abgetragen würden. Das wäre der einzige Weg, dass alle Länder schuldenfrei werden und sich die Wrtschaft erholen kann. Das Abtragen der Schulden würde bei manchen Ländern bis zu zwanzig Jahren dauern, was ein wirtschaftlicher Bankrott für die Länder bedeuten würde. Dazu müssten allerdings auch Vereinbarungen getroffen werden, um neue Schulden zu vermeiden. Länder wie Spanien oder Irland haben so hohe Schulden (in Prozent am Bruttoinlandsprodukt gemessen), dass sie diese wohl nicht alleine abtragen können. Im ZEIT-Artikel Zeit, die Wahrheit zu sagen erläutert Daniel Stelter, wie man die Schulden abbauen könnte: Indem man einen Tilgungsfonds mit alle Schulden (Staats- und privaten Schulden ab einem bestimmten Verschuldungsniveau) zusammenführt und diesen in der Eurozone gemeinschaftlich über zwanzig Jahre tilgt. Die einzelnen Länder wären für ihre Wirtschaftspolitik, Sparpolitik usw. selbst verantwortlich, allerdings müsste auch eine gemeinschaftliche Schuldenbremse her.
Darüberhinaus entstehen Umstände in der Eurozone, durch die Krise ausgelöst, die man mehr als kritisch sehen sollte. Dazu gehört z. Bsp. auch, dass Deutschland durch griechenlands Problem in der Lage ist günstig Zinsen aufzunehmen. Wir profitieren also direkt von den Problemen Griechenlands in der Verbindung mit der Sparpolitik die dem Land durch das geliehene Geld aufgezwungen wurde.
Spiegel Online titelt heute: Deutschland leiht sich Geld für null Prozent zinsen.
Der Spiegel hat außerdem eine interaktive Flash-Grafik ins Netz gestellt, welche die Probleme erläutert, was geschieht, wenn Griechenland die Eurozone verlassen würde. Die dahinterstehende Dynamik ist fast nicht absehbar. Das einzige was klar ist: Die Folgen wären vermutlich gravierend, nicht nur für Griechenland, sondern für die gesamte Eurozone. Mal von der Signalwirkung für andere Länder abgesehen.
Auf das Problem, was passieren kann, wenn Griechenland aus der Eurozone austritt, bin ich auch in meinem Artikel von vor zwei Tagen eingegangen bzgl. der Diskussionsrunde bei Jauch.
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