Monthly Archive for Juni, 2011

Genmanipulation und In-Vitro-Fertilisation oder vorgezogener Darwinismus – Eine Frage der Ethik?

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DNS-Fingerabdruck

DNS-Fingerabdruck (Quelle: sxc.hu)

Vorab möchte ich sagen, dass dieser Artikel ein kontroverses Thema anschneidet und sicherlich nicht in allen Aspekten ethischen, moralischen, wissenschaftlichen oder politischen Grundsätzen genügt oder alle Aspekte der Diskussion anschneidet.

In den letzten Jahren gab es immer wieder heiße Debatten über die so genannte In-Vitro-Fertilisation (Befruchtung der Eizelle im Glas) und deren Auswirkungen. In Deutschland ist der Vorgang normalerweise so, dass mehrere Eizellen befruchtet und dann in die Gebärmutter eingesetzt werden. Meistens überleben nicht alle Eizellen, z. Bsp. nur ein Fötus, welcher dann im Körper heranwächst.
Eine andere Variante ist das Untersuchen der Föten direkt nach der Befruchtung im Glas (PID – Präimplantationsdiagnostik) und die Auswahl des Embryos (oder der Embryonen) zum Einsetzen, welche die geringsten Risiken auf Erkrankungen bergen.

Genmanipulation ist ein anderes großes Thema aus der Forschung, welches heiß diskutiert wird. Denn die direkte Manipulation von Genen wurde erst möglich durch die komplette Sequenzierung des menschlichen Genoms und Identifizierung ihrer spezifischen Aufgaben. Man erhofft sich durch gezielte Manipulation des menschlichen Bauplans, sprich Einbau bzw. gezieltes Ein- und Ausschalten von Genen in der DNS, die Heilung von Krankheiten.

Heute las ich auf wissenschaft.de, dass es US-Forschern gelang, eine Gensequenz so in das Genom einer Maus (um genau zu sein in eine Leberzelle) einzubauen, dass dadurch der Gerinnungsfaktor des Blutes verändert und die Bluterkrankheit ohne die sonst schwerwiegenden Nebenwirkungen durch diese Gentherapie positiv beeinflusst wurde (Dauer bis zum Einsetzen der Gerinnung wurde von 67 Sekunden auf 44 Sekunden verkürzt).

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Facebook: Rauschen zur Befriedigung des Voyeurismus seiner Benutzer

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In einem Artikel auf woorkup.com darüber, dass Google Facebook nicht fürchten muss. In diesem Artikel lässt sich Antonio Lupetti zu einer interessanten Einschätzung von Facebook hinreißen:

The Internet is not conceivable without Google because Google is the gateway to information on the Web.
Facebook is nothing but a network in the network, a virtual self-contained short-circuit of millions of users around the world that produces only “noise” with status updates that are useful only to satisfy the voyeuristic needs of its users, nothing more.

Am Ende wird auch interessanterweise ein Vergleich von Facebook zu MySpace gezogen mit dem Hinweis, dass Facebook über die Zeit auch seinen Charme verlieren könnte. Denn Facebook befriedigt mit den Inhalten der Benutzer (dem Rauschen), nur die voyeuristischen Bedürfnisse der eigenen Nutzer, während Google das Netz und dessen Informationen mit nützlichen Inhalten versucht mit der realen Welt zu vernetzen und anzureichern. Datenschutzrechtlich ist das natürlich ein ganz anderes Thema. Aber die Einschätzung von Facebook, finde ich, trifft es doch ganz gut.

Parteispenden-Watch: Wer spendet wem wie viel?

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Bisher war die Spendenpolitik für deutsche Parteien höchst undurchsichtig. Ähnlich wie das Thema Nebenverdienste von Abgeordneten. Das liegt vor allem daran, dass nur Großspenden ab 50.000 EUR sofort im Internet veröffentlicht werden. Spenden ab 10.000 EUR müssen angezeigt werden, aber nicht unverzüglich und nicht zwingend im Internet.

Da viele Lobbyverbände, Firmen und einige wohlhabende Privatpersonen spenden und natürlich nicht immer mit der Partei in Verbindung gebracht werden möchten, ist hier ein dubioser Umgang mit Parteispenden entstanden. Vor allem Lobbyverbände möchten sich natürlich nicht gerne in die Karten ihrer Partei-Arbeit schauen lassen.

Im letzten Rundschreiben von abgeordnetenwatch.de von heute, gibt es einen Hinweis auf ein neues Internetwerkzeug der Zeitung TAZ: Parteispenden-Watch. Es integriert eine Open Streetmap Karte und dazu die Parteispendeninformationen nach Partei, Größe und Spender aufgeschlüsselt. Sehr interessant, wer ein mal sehen möchte welche Partei von wem Geld bekommt.

Ich bin sowieso gespannt, wie lange es noch dauert bis auch endlich in Deutschland ein Open Data Projekt ins Leben gerufen wird und alle Bundesbehörden und Ämter sämtliche mit unseren Steuergeldern anfallende Daten und Ergebnisse in einem standardisierten Format veröffentlichen. Wir als zahlende Bürger haben ein Anrecht darauf zu wissen, was die Ämter und Behörden tun und welche Ergebnisse sich daraus für uns Bürger ergeben. Nicht selten sind sie für uns relevant.

 

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