Monthly Archive for Mai, 2011

EHEC Infektionen in Hessen und Hamburg breiten sich aus

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Coli Bakterien

Coli Bakterien (Quelle: Wikimedia / National Institutes of Health, U.S.A.)

Seit Anfang der Woche berichten bereits Nachrichtendienste über gehäufte Infektionen mit dem EHEC Bakterium. Da die Krankheit seit 2001 meldepflichtig ist, hat sich das RKI inzwischen eingeschaltet und untersucht die Fälle. Neben dem Norden Deutschlands, sind auch in Hessen inzwischen 16 Fälle (acht in Frankfurt und acht in Darmstadt), insgesamt über 80 (davon auch welche in Bremen und Schleswig-Holstein) aufgetreten.

Besorgt ist das RKI wohl vor allem deswegen, weil die Fälle bei Erwachsenen ungewöhnlich schwer verlaufen. Es besteht dennoch keine Gefahr für die Bevölkerung, wie das RKI versichert. Es kann bei Nichtbehandlung jedoch trotzdem eine lebensbedrohliche Situation entstehen.

Es wird vermutet, dass der Erreger, an denen jährlich zwischen 800 und 1200 Menschen erkranken, durch rohes Gemüse (nicht wie sonst über Fleisch oder Rohmilch) übertragen wird. Die Fälle werden vor allem deshalb untersucht, weil die Häufung der aktuellen Infektionen ungewöhnlich ist.

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Wie Fernsehen heute funktioniert: Frauentausch

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Eigentlich ist das RTL2-Format “Frauentausch” keine einzige Silbe wert. Nichts, was man schauen sollte, nichts was uns bereichert oder auch nur irgendeinen Mehrwert hätte. Es ist dennoch ein Synonym für das heutige Boulevard-Fernsehen, auch gerne Unterschichten-Fernsehen, Trash-TV oder Asi-Fernsehen genannt.

Anhand des nachfolgenden Beitrags aus der NDR-Sendung “Zapp” wird sehr gut klar, wie das Fernsehen heute arbeitet. Man nimmt allzu oft das was man sieht, als glaubwürdig oder als Wahrheit hin, vergisst jedoch dabei, dass einem die Seriosität und Glaubwürdigkeit vorgegaukelt und mit Bildern untermauert wird. Diese Bilder sind jedoch trügerisch, wie man im Beitrag sieht. Frauentausch versteht es perfekt, mit Anweisungen und einem Straffen Programm in der Gastfamilie von morgens früh bis spät abends die Familie zu belagern, Anweisungen zu geben und das aufgenommene Material am Ende so zusammen zuschneiden, dass ein bestimmter (vorher festgelegter) Eindruck entsteht. Da werden Szenen aus dem Zusammenhang gerissen und zusammen geschnitten, was nicht zusammen gehört. Auf gut deutsch: Der Zuschauer wird belogen und betrogen mit falschen Bildern. Das ganze noch gestützt von einem wasserdichten Vertrag, der es dem “Realisator” vor Ort sogar erlaubt, das Mobiltelefon der Familienmitglieder zeitweise einzuziehen und ihm die Möglichkeit gibt, einen Anruf bei Freunden und Verwandten zu untersagen. Leidtragende sind am Ende die Familien, die mit einer Inszenierung im Fernsehen ins lächerliche gezogen werden, damit die Quote stimmt und die Zuschauer was zu sehen haben.

Aber seht selbst, was ein paar Szenen und ein paar Schnitte machen können.

Gesund essen und einkaufen

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Frisches Obst und Gemüse

Frisches Obst und Gemüse (Quelle: sxc.hu)

Inzwischen wissen wir, dass wir nicht so viel Fleisch essen, lieber Bioprodukte kaufen und regelmäßig Sport treiben sollen, um gesund zu bleiben. Jeden Tag mindestens zwanzig Minuten leichte Bewegung (Spazieren gehen) und drei mal die Woche richtig Sport treiben und schwitzen hält uns, unser Herz-Kreislaufsystem fit und den Cholesterinspiegel niedrig (Ausschüttung von lebenswichtigem HDL).

Darüber hinaus wissen wir jedoch inzwischen auch, dass der Körper sehr viel mehr aushält als wir dachten, dass wir uns besser nicht ständig wiegen, dass der größte Teil des Cholesterins vom Körper selbst produziert wird und, dass nicht jeder der einen erhöhten BMI hat auch gleichzeitig zu dick oder Risikopatient ist. Wichtig ist ebenso der Bauchumfang (bzw. um genau zu sein, das am Bauch und den inneren Organen angelagerte Fett), da das Fett dort in besonders Starkem Zusammenhang mit erhöhten Herzkrankheiten wie Herzinfarkt und Diabetes steht. So sollte der Bauchumfang an der dicksten Stelle (meist über dem Bauchnabel) wenn möglich nicht über 85-90cm im Durchschnitt liegen (ab 102cm bei Männern und 85cm bei Frauen steigt das Risiko signifikant). Auch ist bekannt, dass nicht alles so schlimm ist wie gedacht, denn viele Krankheiten sind durch unwissenschaftlich gesetzte Grenzwerte oder gar komplett erfundene Krankheitsbilder dramatisiert.

Wir wissen auch, dass wir nicht so viel Alkohol trinken und soziale Kontakte pflegen, viel lachen, engagieren und uns reichhaltig und abwechslungsreich ernähren sollten. Aber wie geht das eigentlich genau? Worauf muss ich beim Einkaufen achten, um gesund zu essen?

Nachfolgend möchte ich einige Tipps aufschreiben, die ich im Laufe der Zeit durch intensive Beschäftigung mit dem Thema mir selbst angelesen und zum Großteil auch schon ausprobiert habe bzw. täglich umsetze. Außerdem möchte ich mit dem Vorurteil aufräumen, dass gutes Essen einzukaufen nur den reichen vorbehalten ist und, dass Menschen mit wenig Geld deswegen gleich günstiger einkaufen müssen.

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Woher kommt unser Fleisch und wie gehen wir damit um?

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Gewürfeltes Fleisch

Gewürfeltes Fleisch (Quelle: sxc.hu)

In der ARD lief gestern der 1. Teil einer dreiteiligen Sendung zum Thema “Deutschland isst” mit Tim Mälzer. Er geht den Spuren unseres Fleisch- bzw. Lebensmittelkonsums auf den Grund. Sehr interessante Einsichten in die industrielle Lebensmittelherstellung in Deutschland und unsere Essgewohnheiten.

Allerdings wird auch klargestellt: Zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehört auch Fleisch. Kein Fleisch zu essen verringert in großen Mengen den Eiweiß- und Eisengehalt was bei einer Familie aus dem Film, die einen Monat fleischlos isst, bereits nach dieser Zeit dazu führt, dass der Körper die eigenen Reserven abbaut – er verhält sich katabol. Es ist also, wie hinreichend bekannt ist, nicht so einfach vegetarisch oder gar vegan zu leben. Es wird aber auch klargestellt, dass wir sehr viel mehr Fleisch essen, als wir benötigen. Ein mal die Woche ein gutes Stück Fleisch reicht meistens. Viele essen jedoch mehrmals die Woche oder gar jeden Tag Fleisch.

Spätestens seit den Filmen “We feed the world” und “Food, Inc.” sollte jedem bekannt sein, dass wir Nahrungsmittel im Überfluss produzieren und die industrielle Lebensmittelproduktion, vor allem die industrielle Fleischverarbeitung dazu führt, dass die Massentierhaltung zu unethischen Bedingungen sein muss, da der Preis sonst dermaßen hoch wäre, dass der Verbraucher nicht bereit wäre dies zu bezahlen. Oder welcher Kunde ist bereit mehr als das doppelte vom herkömmlichen Preis zu bezahlen oder anders gefragt: Wer kauft sein Fleisch im Biohandel?

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