Am Freitag dem 4. Juni, wurde in Darmstadt die Neckarstraße 5, ein altes Telekom-Bürogebäude von Aktivisten besetzt. Die Besetzung dauerte keine 24 Stunden.
Ziel der Besetzer war es auf die miserable Wohnraumsituation in Darmstadt aufmerksam zu machen. Die Polizei versprach eine Verbindung zum Oberbürgermeister Walter Hoffmann herzustellen.
Dass in Darmstadt die Wohnraumsituation kritisch ist, ist keine Neuigkeit. Jeder Student der ein WG-Zimmer, ein Appartement oder eine kleine Wohnung sucht, kennt das Problem. Es gibt einfach zu wenig Wohnungen. Die Nachfrage ist so groß, dass die Preise extrem hoch sind. Für eine 3 Zimmerwohnung mit ca. 75 m2 kann man ohne Probleme 700 EUR Kaltmiete bezahlen. Je nach Lage und Immobilie.
Für ein kleines Studentenzimmer von etwa 20 m2 bezahlt man (je nach Wohnheim) etwa 240 EUR Warmmiete. In manchen Wohnheimen ist Wasser und Strom inklusive, in manchen muss jeder Bewohner seinen Strom selbst bezahlen. Das ist das günstigste, was man bekommen kann. Mit etwas Glück liegt dann das Bad und die Küche nicht auf dem Gang und muss nicht mit 10 oder 20 anderen Studenten geteilt werden.
Man kann über Hausbesetzungen verschiedener Meinung sein und durchaus auch kritisch hinterfragen ob es ein probates Mittel ist, eines ist jedoch sicher: Die Aufmerksamkeit haben die Besetzer und ihr Anliegen wird als nachvollziehbar und wichtig angesehen. Selbst der Einsatzleiter (Polizeioberrat Rainer Linke) bezeichnete das Anliegen als “berechtigt”.
Quellen
Besetzung der Neckarstraße 5 beendet @schonleben.de
Neckarstr. 5 – Blog @neckar5.blogspot.de
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