Verarschung auf der Verpackung – Von Aromen und Zusatzstoffen in Lebensmitteln

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Goldener Windbeutel

Goldener Windbeutel (Quelle: foodwatch.de)

Wir schlendern durch den Supermarkt auf der Suche nach etwas zu essen. Vielleicht kochen wir sogar selber und suchen einige Zutaten. Da werden Nudeln eingepackt, dazu die billige Fertigsoße. Ein “gesundes” Milchgetränk für Kinder, ein Joghurt oder ein Tee mit Fruchtgeschmack.

In Wirklichkeit enthalten die Fertigprodukte jedoch oft nicht, was sie auf ihrer Verpackung versprechen. Von Organisationen wie FoodWatch oder den Verbraucherzentralen wird das als “dreister Werbeschwindel” eingestuft.

Da gibt es Pistazienjoghurt ohne auch nur die Spur einer Pistazie – alles nur Aromastoffe. Statt echter Zitronensäure, wird Citronensäure eingesetzt. Die als Citronensäure aufgeführte Säure wird übrigens von Schimmelpilzen hergestellt. Der Pilz befällt z.Bsp. auch verdorbene Lebensmittel und soll angeblich auch im Bad zwischen den Fliesen wachsen, wenn sich die Feuchtigkeit staut.
In anderen Produkten werden groß “Physalis” auf der Verpackung gezeigt, jedoch findet sich kein bisschen der Frucht im Getränk. Ähnliche Schwindeleien gibt es zum Beispiel mit Pesto Genovese (das grüne Pesto). Oft ist dort statt hochwertigem Olivenöl aus dem Originalrezept nur billiges Pflanzenöl (bspw. Sonnenblumenöl) enthalten und statt der teuren Pinienkerne oft Cashewnüsse oder ähnliches. Die Liste ließe sich endlich fortsetzen. Über Analogkäse und Gelschinken aus Pflanzenfett (statt aus Milch hergestellt) und Gelatine (statt 100% echter Schinken am Stück) hatte ich ja bereits in einem früheren Artikel geschrieben (s. Verwandte Artikel unten).

Das einzige was in den meisten, aber nicht in allen Fällen hilft, ist der Blick auf die Zutatenliste. Wichtig dabei zu wissen ist, dass die Reihenfolge der Zutaten auf der Liste die Menge angibt. Steht also Zucker an erster Stelle, ist auch im Verhältnis zu den anderen Zutaten am meisten Zucker enthalten.

Aktuell gibt es von FoodWatch auf abgespeist.de die Wahl zur dreistesten Werbelüge noch bis zum 22. April. FoodWatch verleiht an den Gewinner den “Goldenen Windbeutel”.

Im Jahr 2009 erhielt Danone den Goldenen Windbeutel für den vom Verbrauchern gewählten Schwindel über Actimel, so heißt es von FoodWatch auf wikipedia.de: „Actimel schützt nicht vor Erkältungen – es stärkt das Immunsystem  nur ähnlich gut wie ein herkömmlicher Naturjoghurt, ist aber viermal so teuer und doppelt so zuckrig“.

Ein Video zu den Werbetricks bei Nahrungsmitteln gibt es von der ZDF Sendung Wiso in der ZDF Mediathek zu sehen.

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