
Ampel auf Lebensmittel (Quelle: foodwatch.de)
Seit Jahren wird sie schon diskutiert, aber die Bundesregierungen waren wohl bisher immer zu schwach sich gegen die starke Lebensmittel-Lobby durchzusetzen. In Großbritannien ist es gelungen. Dort gibt es die Ampel auf Lebensmitteln. Fette, Zucker und Salz werden dabei durch drei Farben (grün, orange und rot) gekennzeichnet, um dem Verbraucher eine Einschätzung über die Höhe des Gehalts zu geben.
Die Lebensmittelindustrie hat angst, dass auffliegt welche Produkte alle als Süßigkeit einzustufen sind. Da wären fast alle Milcherzeugnisse wie Fruchtgetränke, vor allem viele für Kinder gemachte Getränke enthalten sehr viel Zucker (meist mehr, als Cola). Auch die vermeintlich gesunden Cornflakes oder Müsli müsste meist als Süßigkeit eingestuft werden. Viele Fertigprodukte würden ganz offensichtlich durch zu hohe Salz- und Fettwerte auffallen.
Foodwatch ist für die Ampel. Auf foodwatch.de kann man an einer Mitmach-Aktion teilnehmen. Man füllt ein Online-Formular aus, bekommt eine E-Mail zur Bestätigung der Teilnahme und dann bekommt unsere Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) eine E-Mail mit der Bitte sich für die Ampel einzusetzen. Mehr Druck der Verbraucher zeigt, dass das Interesse an einer eindeutigen Lebensmittelkennzeichnung vorhanden ist. Also mitmachen!
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Auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Natürlich kann man sich, wenn man auf Verpackungen auch mal das Kleingedruckte liest, auch ohne die Ampel gut informieren und hat recht schnell ein Gespür dafür, welche Inhaltsstoffe die einzelnen Produkte enthalten und welche schlussfolgernd daraus zu meiden sind. Aber natürlich ist nicht jeder bereit, diesen geringen Aufwand auf sich zu nehmen. Mit der Lebensmittelampel könnte so nun Jeder auf den ersten Blick erkennen, woran er ist. Es ist hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Kennzeichnung auch bei uns Pflicht wird.