Daily Archive for Donnerstag, April 22nd, 2010

Die Länder der Welt in Zahlen

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Hast Du gewusst, dass Schweden mit 449.964 km2 mehr Fläche als Deutschland hat, dabei aber nur etwas über 9 Mio und Deutschland etwas über 82 Mio Einwohner hat? Oder hast Du gewusst, dass es in Deutschland 0,7 % und in Schweden 0,1 % Analphabeten gibt? Hingegen gibt es in der Türkei 12,30 % und in den USA 1 % Analphabeten.

Beim Ländervergleich auf welt-in-zahlen.de gibt es alle möglichen statistischen Zahlen der Länder der Erde im Vergleich. Sehr interessant und ein nützliches Hilfsmittel bei statistischen Auswertungen. Ich dachte bis vor kurzem bspw. noch, dass Deutschland (inklusive der ehemaligen DDR) eine größere Grundfläche als Schweden besitzt, was jedoch nicht stimmt.

Dort gibt es die typischen Zahlen vom Bruttoinlandsprodukt, der Fläche, zu den Einwohnern, Urbanisierung und der HIV-Infektion bis hin zur Verteilung von Mobiltelefonen und dem Elektrizitätsverbrauch. Leider fehlt bei den Angaben das Datum. Somit weiß man nicht, von wann die Daten sind. Während sich Daten wie die Fläche eines Land normalerweise nicht ändert, ist die Aktualität bei Daten der HIV-Infektion oder zum Elektrizitätsverbrauch eher interessant. Am unteren Ende der Seite befindet sich nur ein Hinweis “last update: 01.04.2007″, was leider schon recht alt ist, was veränderbare Werte betrifft. Trotzdem eine Empfehlung wert!

Bürokratieabbau und Bürgerfreundlichkeit vs. Datenschutz

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Schwedische Flagge (Quelle: Wikimedia, Jon Harald Søby)

Schwedische Flagge (Quelle: Wikimedia, Jon Harald Søby)

Seit einiger Zeit lerne ich nun Schwedisch und seit einiger Zeit habe ich einen Tandemsprachpartner, um besser Schwedisch zu lernen. Einiges habe ich inzwischen über Schweden gelernt, nämlich, dass es dort, vor allem in der Politik, viel mehr darum geht, dass der Staat dem Bürger Diener ist. Der Staat wird vom Volk gewählt und dient dazu, dem Volk die notwendigen Gesetze oder Auflagen so angenehm und bequem wie möglich zu machen. Außerdem scheint Datenschutz in Schweden ein Importgut zu sein.

Wir Deutschen halten unseren Datenschutz immer sehr hoch. Keiner soll vom anderen etwas wissen. Vor allem private Daten, sollen geschützt bleiben. Hier allen voran immer das Internetbeispiel und der Aufschrei, dass immer mehr Jugendliche die Saufbilder der letzten Party bei einem Social Community Sozialen Netzwerk ins Internet stellen, und ihnen das später bei der Berufswahl u. U. Probleme bereitet. Vor einiger Zeit las ich, dass inzwischen jeder 4. Personalchef bereits einen Bewerber ablehnte, weil er im Internet negative Dinge über die Person fand, die einer Einstellung zu wider liefen. Die Meinung meines schwedischen Kollegen dabei ist, dass jeder selbst dafür verantwortlich ist, was er tut. Man müsse eben wissen, was man tut, wenn man spezielle Bilder ins Internet hochlädt. Zum Teil stimme ich ihm zu, zum Teil muss man die Diensteanbieter in die Pflicht nehmen. Dabei will ich das Problem mit dubiosen AGBs, die zum Beispiel alle Rechte an Bildern oder Inhalten dem Diensteanbieter übereignet, überhaupt nicht klein-reden.  Es gibt jedoch in Deutschland, vor allem was Gesetze und Bürokratie angeht, einige Probleme die es dem Bürger schwerer machen, als es sein müsste. Wenn der Bürger dafür bereit wäre an gewissen Punkten auf seinen Datenschutz zu verzichten, wäre das von großem Vorteil.
Ich bin eigentlich auch ein Vertreter des Datenschutzes und der Informationellen Selbstbestimmung, allerdings gibt es viele Aspekte, bei denen es völlig egal ist, weil der Bürger dadurch eigentlich nichts verliert oder sich andere Vorteile ergeben. Viele Dinge könnte man auch so einrichten, dass sie datenschutzrechtlich unproblematisch sind, den entsprechenden Behörden aber solchen Zugriff erlauben, um des dem Bürger so einfach wie möglich zu machen. Dabei, das möchte ich betonen, meine ich nicht, dass man einfach alle Daten vom Bürger sammeln sollte. Solche regulierenden Modifikationen wie jetzt beim ELENA-Verfahren, die fordern, dass nur wirklich notwendige Daten gespeichert werden, sind in jedem Fall unabdingbar!

Ich möchte hier von einigen Beispielen aus Schweden, die ich vom Erzählen her kennen gelernte habe, berichten, um einen Anstoß zu geben wie man es besser machen könnte. Außerdem möchte ich damit ein bisschen indirekte Kritik an unserem so gekrönten Datenschutz und der hochgehaltenen Volkspsychose vom spionierenden Nachbarn üben. Manchmal lohnt es sich Quer zu denken und über den Tellerrand zu schauen. Das ist die Intention des Artikels.

Zur Information des Lesers: Die hier dargebotenen Informationen sind vom Erzählen her wieder gegeben und bedienen sich daher weder zwingend den korrekten Begriffen aus Schweden noch kann ich eine Gewährleistung auf Richtigkeit in allen Details übernehmen.

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