Wasserpfeife (Quelle: Kaiser Bob via Wikimedia)
Shisha, die orientalische Wasserpfeife, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Auf zdf.de ist heute zu lesen, dass die Drogenbeauftragte des Bundes, Mechthild Dyckmans (FDP) berichtete, dass der Tabakkonsum zwar weiterhin hoch sei, aber bei Jugendlichen immer weiter zurück gehe. Andererseits steht die Wasserpfeife, auch Shisha genannt, bei vielen hoch im Kurs. Sie wird als die gemütlichere und gesündere Variante im Gegensatz zur Zigarette gesehen. Das ist jedoch aus zweierlei Gründen ein Trugschluss.
Einerseits wird oft angeführt, dass der Rauch des Tabaks ja durch das Wasser der Shisha gefiltert würde. Richtig ist jedoch, dass die meisten schädlichen Stoffe von dem Wasser überhaupt nicht gefiltert werden. Dadurch atmet man genau so wie bei Zigaretten die schädlichen Stoffe ein. Dass der Tabak dabei nach Apfel oder anderen Früchten schmeckt, macht ihn auch nicht gesünder.
Der zweite Grund, den viele nicht wissen, ist das Glycerin, welches verwendet wird, um den Tabak feucht zu halten. Glycerin wandelt sich bei den sehr hohen Temperaturen beim Verglühen des Tabaks um, in hochgiftiges Propenal und wird ungefiltert eingeatmet. Propenal (auch Acrolein) ist krebserregend krebserzeugend und gilt als starkes Umweltgift, welches in Wasser auch sehr schädlich für Fische ist.
Nachtrag 19.03.2011
Laut der Apothekerzeitung sagt DAK-Suchtexperte Ralf Kremer am 20.05.2010, dass Shisha rauchen gefährlicher ist, als filterlose Zigaretten zu rauchen.
[...] „Über den Rauch der Wasserpfeife werden mehr Gifte aufgenommen als über filterlose Zigaretten.“ Beim Verschwelen des Tabaks entstehen hochgiftige Stoffe, wie Acetaldehyd, Acrolein oder Benzol. Auch giftiger Teer gelangt in den Körper und setzt sich in den Atemwegen und der Lunge fest. Der spezielle Shisha-Tabak wird zusätzlich mit Feuchthaltemittel, Zucker und Sirup versetzt, bei deren Erhitzung ebenfalls krebserregende Substanzen entstehen.
„Alle Organe, die mit Tabakrauch in Berührung kommen, sind besonders krebsgefährdet“, sagt Kremer. „Das Gefährliche beim Shisha-Rauchen ist, dass der Qualm oft länger und tiefer inhaliert wird als bei normalen Zigaretten.“ Denn der mit Früchten aromatisierte Tabak schmeckt mild und fruchtig und der durch das Wasser abgekühlte Rauch kratzt nicht im Hals. [...]
Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben mindestens 40% der 12 bis 17 jährigen schon ein mal Shisha geraucht oder rauchen regelmäßig.
Wer mit gesundem Menschenverstand darüber nachdenkt, kann sich schnell selbst klar machen, dass beim Verbrennen von Tabak giftige Stoffe wie auch Teer frei werden. Inhaliert man diese in die Lunge kann das niemals gesund sein. Das gilt für alle möglichen Stoffe die verbrennen. Niemand würde auf die Idee kommen bei einem brennenden Schutthaufen oder bei mit starkem Qualm verbrennendem Holz mal einen tiefen Zug in die Lunge zu nehmen. Aber Leute die abhängig sind oder etwas für sich als sinnvoll oder schön auserkoren haben neigen meistens dazu die Gefahr herab zu spielen und sich die Sache schön zu reden.


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