Monthly Archive for Februar, 2010

Fachbücher online einsehen

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Wer kennt nicht inzwischen den Verlag Galileo Computing, der durch seine kostenlosen online abrufbaren Bücher Openbook (wie die “Java Insel”, wohl eines der besten Java Bücher überhaupt), aber auch durch seine anderen guten Fachbücher bekannt wurde?

Noch bekannter dagegen ist der O’Reilly-Verlag, welcher sich den IT-Fachbüchern verschrieben hat. Die sehr guten und praktischen Fachbücher vom “Cookbook”, der Referenz bis hin zur “kurz&gut”-Kurzreferenz für die Westentasche sind die Bücher alle durchweg für die praktische Anwendung geeignet.

Wie golem.de heute meldet, bietet der Webdienst PaperC, bei dem man knapp 2.700 Bücher online kostenlos von der ersten bis zur letzten Seite einsehen kann, nun auch 600 neue IT-Bücher aus dem Hause O’Reilly an.

Ich habe den Dienst selbst noch nicht benutzt, aber aus den Kommentaren bei golem.de lässt sich entnehmen, dass die Qualität zum lockeren Lesen am PC wohl nicht geeignet sei. Aber zum Recherchieren z. Bsp. für Hausarbeiten oder zum schnellen Nachschlagen dürfte es genügen. Ein guter Tipp! Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Dienst sich auch dazu eignet in Bücher reinzuschauen und sich dadurch eine Kaufentscheidung zu erleichtern. Der Dienst PaperC ist übrigens deutsch und hat damit auch deutsche Bücher im Angebot!

Street View – wie Google unsere Privatsphäre aufs Spiel setzt

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Seit einigen Monaten geht es immer wieder durch die Presse: Googles Street View ist nicht sonderlich beliebt! In den U.S.A. beschwerten sich vor einiger Zeit Besitzer eines Hauses mit großem Grundstück, dass das Google Street View Fahrzeug auf das Grundstück den gesamten Weg bis zu dem etwas weiter zurückliegenden Haus gefahren sei, um dessen Front zu fotografieren.
In Deutschland gehen die Proteste etwas weiter. Viele Menschen sind hier im für Datenschutz empfindlichen Deutschland auf die Barrikaden gegangen. In einigen Städten wurde Google sogar einstweilig untersagt Aufnahmen für Street View zu mache. Vor kurzem nannte die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) Street View eine “millionenfache Verletzung der Privatsphäre”.

Wo ist eigentlich das Problem, wird sich manch einer fragen. Wieso erhitzen sich daran so die Gemüter. Für manche ist das Interesse eine Straße nicht nur von oben durch Satellitenbilder zu sehen sondern direkt in die Straßenzüge und auf die Häuserfronten blicken zu können ein selbstverständliches. Wie wird sich unser Verhalten durch so ein System auf Dauer verändern? Wir werden bei einer Wohnungssuche vorher die Straße anschauen können, wie es dort aussieht, dasselbe gilt im Urlaub für die Lage eines Hotels oder wenn wir zu einem Termin müssen und die Gegend noch nicht kennen. Hört sich alles sehr verlockend an. Die Interaktivität zwischen der realen Welt und der Person im virtuellen Raum öffnet neue Türen und Möglichkeiten. Kein Wunder, dass Google hier investiert. Wer z. Bsp. an Werbung denkt wird sich ganz neue Möglichkeiten für kontextabhängige Werbung vorstellen können. Der Kontext wäre hier die aktuelle Position innerhalb der Karten. Ein Café oder ein Hotel könnte hier werben, um den fremden Besucher der sich über die Lage informieren möchte auf sich aufmerksam zu machen.

Da ist aber noch die andere Seite der Medaille. Google verspricht Autokennzeichen und Gesichter unkenntlich zu machen, um die Privatsphäre zu schützen. Ilse Aigner, Bundesverbraucherministerin (CSU) hält dagegen, dass alleine das Fotografieren ganzer Häuserfronten und Erdgeschossfenster mit Vorgärten, Türen und ggf. Alarmanlagen eine Verletzung der Privatsphäre darstellt und bekommt von den Verbraucherzentralen Rückendeckung. Diese befürchten, dass sich Einbrecher vorab ohne sich zum Observieren auf die Lauer legen zu müssen bequem von zu Hause die Häuser auskundschaften könnten, die ihnen besonders interessant erscheinen. Dabei könnte geschaut werden ob eine Alarmanlage sichtbar ist, wo man sich gut verstecken kann und wie die Lage ist.

Dazu kommt, dass eben nicht alle Gesichter in Street View unkenntlich gemacht sind. Die meisten sind es, aber da Google dies sicher automatisch durchführt (alles andere wäre sinnlos und zu viel Aufwand) scheint ziemlich viel durch den Filter zu huschen. Von unschönen Aufnahmen von Passanten abgesehen. Auch wenn diese von hinten fotografiert sind, kann dies für Personen problematisch sein. Dazu kommt das Problem, dass man für alle Welt sichtbar monate- oder gar jahrelang dort gespeichert und sichtbar sein kann ohne, dass man Kenntnis davon bekommt. Hat man Kenntnis von einem Bild seinerseits und möchte dies entfernt haben kann man bei Google Widerspruch einlegen.

Solch einen Vordruck um Widerspruch bei Google einzulegen bietet nun das Bundesverbraucherschutzministerium online zum Herunterladen (Word) an.

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Renovierung im Karlshof – Zwangsentmietung und Wohnungsmangel?

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Der Karlshof, wohl das bekannteste und größte Studentenwohnheim in Darmstadt, wurde vor einiger Zeit von außen saniert. Alte Isolierung wurde entfernt und die Gebäude wurden von außen farblich verschönert angepasst.

Nun kam mir zu Ohren, dass im Karlshof wohl noch eine Innensanierung ansteht. Dazu müssen natürlich die Zimmer frei sein, was das Studentenwerk zu einer Zwangsentmietung drängt. Das wird manchen Bewohnern des Karlshof gar nicht passen. Problematisch ist dabei jedoch auch der sowieso schon vorhandene Wohnungsmangel in Darmstadt. Die Mieten sind durch den Mangel bereits so hoch, dass man für eine kleine 30qm Wohnung mit guter Stadtlage ohne Probleme 400 bis 500 EUR warm bezahlen kann. Es gibt sogar einzelne WG-Zimmer die bei 20qm mit einem Preis von weit über 300 EUR, teilweise sogar über 400 EUR aufwarten.

Auch die Studenten in den anderen Wohnheimen in Darmstadt bekommen das Problem zu spüren. In der Alexanderstraße bekommen neue Mieter statt eines 7 Semester-Vertrages nur noch ein 3-Semester-Vertrag. Wie sinnvoll diese Maßnahme ist sei dahingestellt. Ob es sinnvoll ist für 1,5 Jahre in ein Studentenwohnheim zu ziehen ist ziemlich fraglich. Meiner Meinung nach führt das nur dazu, dass die Frequentierung der Zimmer erhöht wird und sich viele Studenten gleich etwas anderes suchen. Meiner Meinung nach, hätte sich die Situation auch nicht verändert, wenn man bei etwa 6 Semester-Mietverträgen geblieben wäre. Ob sich ein Student nun nach 1,5 Jahren eine neue Wohnung suchen muss oder von Anfang an in eine WG zieht und dort sein Studium lang wohnen bleibt ist im Prinzip egal. So oder so bleibt die Anzahl an Zimmern in Studentenwohnheimen gleich.

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Warnstreik in Darmstadt – Busse und Bahnen fallen aus

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In Darmstadt und einigen anderen Kreisen in Hessen ist heute Warnstreik. Die Busse und Bahnen in Darmstadt fahren nicht. Einzig die Regionalbusse fahren.

Der Warnstreik wurde aufgrund eines Tarifstreits ausgerufen. Die Heag Mobilo (online) schreibt in ihrer Pressemitteilung:

Wegen eines Tarifstreiks im hessischen Busverkehr kommt es heute (3.) auf den Linien der HEAG mobiBus zu Beeinträchtigungen oder Kursausfällen. Auch die Straßenbahnen der HEAG mobilo sind aufgrund eines Solidarstreiks betroffen, hier musste der Betrieb komplett eingestellt werden. Ebenfalls eingestellt sind die Linien der HEAG mobiBus an der Bergstraße.

Außerdem schreibt Echo online:

Nach Warnstreiks in Frankfurt und Marburg haben heute Busfahrer in Darmstadt ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der HEAG mobiBus zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Nach Verdi-Angaben beteiligen sich auch die Straßenbahnfahrer solidarisch an der Aktion, die mit der Frühschicht begonnen hat. Damit ist das öffentliche Verkehrsnetz in Darmstadt weitgehend lahmgelegt.

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