Monthly Archive for September, 2009

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Wird die Welt besser oder schlechter? – Die Welt in Zahlen

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Die Entwicklung der Welt in Zahlen

Die Entwicklung der Welt in Zahlen

Das scheint im ersten Augenblick eine sehr naive und undifferenzierte Frage zu sein. Viele werden wohl sagen: “Die Welt wird schlechter” und die meisten vermutlich “Hängt davon ab”.

Bei New Scientists, gibt es einen neuen Artikel mit dem Titel “Blueprint for a better world” (Entwurf für eine bessere Welt). Dazu schreibt NS:

We live in an imperfect world. Poverty, disease, lack of education, environmental destruction – the problems are all too obvious. Many people don’t have clean water, let alone enough food, and the unsustainable lifestyle of the wealthy few is storing up catastrophic climate change.

Can we do anything about it? You bet we can. Technology is a double-edged sword, but science and reason have made our lives immeasurably better overall – and only through science and reason can we hope to make a real difference in the future. So here and over the next three weeks, New Scientist will explore diverse ideas for making the world a better place, and the evidence backing them.

[...]
Next week in part 2 we’ll report on what you as an individual can do to make a difference. In part 3 we’ll explore what many see as the fundamental problem: overpopulation. And finally, in part 4, we’ll ponder the profound and long-lasting changes we are making to our home planet.

Sehr interessant ist vor allem die beim Artikel angehängte und von mir oben verlinkte Grafik mit allerlei Statistiken zu den verschiedensten Einflüssen auf unser kosmopolitisches Wohlergehen. Einige daraus möchte ich gerne hier betrachten.

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The wind get in trouble because of switching the sandwiches

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Rebecca Saxe redet bei ted.com darüber, wie wir die Gedanken und Gefühle unserer Mitmenschen “lesen” (interpretieren). In der Kurzbeschreibung heißt es:

Sensing the motives and feelings of others is a natural talent for humans. But how do we do it? Here, Rebecca Saxe shares fascinating lab work that uncovers how the brain thinks about other peoples’ thoughts — and judges their actions.

Sehr interessanter Beitrag zum Thema: Wie geht unser Gehirn mit Gefühlen und Gedanken um? Was denken wir über andere und deren Absichten? Deswegen: Ist der Wind verantwortlich für das Vertauschen der Sandwiches oder wird der Pirat Ivan verantwortlich gemacht? Seht selbst:

Sehr interessant finde ich die Szene am Ende, wo gezeigt wird, wie man mit einem magnetischen Impuls das Denken eines Menschen beeinflussen kann. Zum Glück scheint das nur solange der Fall zu sein, wie der magnetische Impuls von außen ins Gehirn “eingespeist” wird. Sonst könnte man dadurch langfristig (und ohne, dass jemand es merkt) Einfluss auf das Verhalten eines Menschen nehmen.

Warum nach dem Toilettengang die Hände waschen?

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Das wird sich wohl der ein oder andere fragen. Warum muss man das tun?
Andere fragen sich vielmehr ob sie sich nach dem Toilettengang (oder zwischendurch) die Hände mit Desinfektionsmittel reinigen sollen. Ob das nötig ist im privaten Bereich, darüber lässt sich streiten. Was definitiv nicht nötig ist, ist eine sterilisierte Wohnung zu Hause. Selbst für die Toilette ist kein Desinfektionsmittel nötig.
Fakt ist aber auch, dass bei vielen die Handhygiene, also das Reinigen der Hände zu wünschen übrig lässt. Das ausführliche Hände waschen wenn man auf Toilette war (oder auch bei Erkältung nach dem Niesen) sollte selbstverständlich sein.

Umso erstaunter war ich heute, als ich in einem Plugin, mit dem ich sehen kann mit welchen Suchbegriffen die Leute auf meinen Blog kommen, diesen Suchstring fand:

Google: hände waschen nach toilette zuhause warum

Es kann doch nicht ernsthaft jemand fragen, warum es sinnvoll ist sich nach dem Toilettengang die Hände zu waschen? Hier muss an einer Person der westliche Lebensstil und die Hygiene einer ganzen Generation vorbei gegangen sein. Einfach unglaublich.

Nachtrag 15.10.2010

Nach dem ich festgestellt habe, dass scheinbar viele Menschen tatsächlich den Sinn des Händewaschens nach dem Toilettengang nicht verstehen, möchte ich versuchen mit Hinweis auf meinen Artikel “Bakterien sind gesund oder warum Desinfektionsmittel im Haushalt nichts verloren hat” eine Erläuterung zu geben.

In dem oben verlinkten Artikel erkläre ich, warum es nicht sinnvoll ist scharfe Putzmittel, chlorhaltige Mittel oder Desinfektionsmittel im täglichen Hausgebrauch zu verwenden. Bakterien aus unserer Umwelt sind wichtig für unsere Immunabwehr, manche sogar aktiv an der ersten Immunbarriere (auf der Haut z. Bsp.) beteiligt. Viele Bakterien sind für unseren Körper also wichtig und sinnvoll. Hingegen gibt es viele Bakterien die zwar potentiell gefährlich (wenn sie bspw. ins Blut kommen), aber sonst für uns eher harmlos sind. Fällt z. Bsp. ein Brötchen auf die Straße, heften sich Bakterien daran. Diese sind aber im Normalfall für unsere Magensäure kein Problem.

Jetzt könnte man sich fragen: Wenn Bakterien wichtig sind, warum dann eigentlich Hände waschen?

Die Antwort ist, dass viele Bakterien und vor allem aber auch Viren (bspw. der Influenza, aber auch gefährliche Noro-Viren die Magen-Darm-Grippe auslösen oder Salmonellen) werden über die Hände übertragen. Oft über so genannte Schmierinfektionen. Dabei werden die Hände durch Niesen oder Kot nach dem Toilettengang (oder an anderen Stellen, Bus usw.) verunreinigt und dann werden die Krankheitserreger an allen Orten, die wir mit den Händen anfassen verteilt. Im Bus steckt sich der nächste, der sich an der Stange festhält und sich dann die Nase anfasst mit einem Virus an.

Das heißt, dass also nicht (wie in der Werbung suggeriert wird) der Hochsitz des Kindes oder der Küchentisch die gefährlichen Stellen sind, vielmehr sind es unsere Hände mit denen wir ständig Gegenstände und unseren Körper und Körperöffnungen (allen voran Mund, Nase und Augen) anfassen. Dadurch werden dann im Zweifelsfall auch krankmachende Erreger verteilt die über die Körperöffnungen wie Schleimhäute in den Körper eindringen können.

Es ist also davon abzuraten die Toilette bzw. das Bad an sich oder den Küchentisch oder (wieder aus der Werbung) den Kinderhochsitz oder das Telefon mit Desinfektionsmittel oder scharfen Putzmitteln zu reinigen. Putzmittel auf Essig- oder Citronenbasis deren Tenside nahezu komplett abbaubar sind reichen vollkommen aus!

Und für den Schutz empfiehlt es sich regelmäßig und ordentlich die Hände zu waschen. Wie tut man das? Das RKI empfiehlt sich ca. 20 Sekunden lang mit Flüssigseife die Hände einzureiben (Zwischenräume nicht vergessen) und dann die Hände mit (im Idealfall warmem) Wasser abzuspülen und mit einem Einmal-Handtuch (bzw. Papiertüchern) abzutrocknen. Diese Variante kann im privaten Haushalt vereinfacht angewendet werden. Regelmäßig gewechselte Handtücher reichen vollkommen aus.

Allerdings gibt es natürlich auch Ausnahmen. Ist jemand an Magen-Darm-Grippe erkrankt, empfiehlt es sich Wäsche regelmäßig zu wechseln und zu waschen und ggf. auch mal den Toilettensitz mit Desinfektionsmittel abzusprühen, um gefährliche Viren abzutöten. Für Wäsche die ggf. verunreinigt ist und die nicht bei mind. 60° C gewaschen werden kann, kann man auch ein Desinfektionsmittel für den Waschgang benutzen.
Auch bei Fußpilz ist neben einer Therapie der Füße eine Behandlung von Schuhe und Wäsche ggf. mit Desinfektionsmittel hilfreich.

Außerhalb solcher Sonderfälle, ist kein Desinfektionsmittel notwendig. Eine Wohnung sollte sauber, aber nicht klinisch rein sein! Zu extreme Putzmittel (wie z. Bsp. in Krankenhäusern notwendig sind) können dazu führen, dass Krankheitserreger resistent werden und dann auch von dem Mittel (und von schwächeren sowieso nicht mehr) abgetötet werden. Solch einen Erreger gibt es in vielen Krankenhäusern und viele Menschen stecken sich dort mit ihm an. Manche sterben sogar an dem Erreger im Krankenhaus (weil sie bspw. eine geschwächte Abwehr haben) und nicht an der Diagnose, wegen der sie eingeliefert wurden.

Kymatik – verbildlichte Töne

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Klang, abgebildet in einer Sandstruktur

Klang, abgebildet in einer Sandstruktur

Kymatik (vom gr. kyma “Welle”; en: cymatics) beschäftigt sich mit der Darstellung von Schwingungen die durch Töne und Klänge ausgelöst werden. Eine sehr einfache Methode ist eine Metallplatte auf der Sand aufgestreut ist. Diese wird durch Töne zum Schwingen gebracht und bildet dann Muster aus (s. Grafik). Umso höher der Ton dabei ist, desto komplexer werden die Figuren. Was im ersten Moment wie eine Spielerei aussieht um schöne Figuren durch Musik herzustellen, lässt sich aber umgedreht für wissenschaftlich interessante Zwecke benutzen. Zum Beispiel konnten Wissenschaftlicher mit Hilfe der Kymatik Licht ins Dunkel der Delphinsprache bringen.

Evan Grant spricht im ted.com Video “Making sound visible through cymatics” über diese Technik, zeigt Bilder und Anwendungsbeispiele.

ePetition für bessere Strahlenschutz-Standards endet am 11. September

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Vorhin habe ich einen ausführlichen Artikel über die neue Studie der Grünen zum Risiko auf Leukämieerkrankung bei Kindern veröffentlicht. Von Angelika Wilmen gibt es eine Petition auf epetitionen.bundestag.de die dazu aufruft die Strahlenschutz-Standards zu verbessern.

Die atomkritische Ärztegruppe IPPNW ruft auf seiner Webseite zur Unterzeichnung auf. In der Petitionsschrift heißt es:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Strahlenschutz für den Bürger zu verbessern und das dafür bisher verwendete Rechenmodell “Reference Man” durch die strahlensensiblere Variante “Reference Embryo” zu ersetzen.

[...]

Seit 1974 wird aber im Strahlenschutz ein von der Internationalen Strahlenschutz-Kommission (ICRP) kreierter “Reference Man” als hypothetisches Objekt für alle Strahlenschutz-Standards verwendet. Damit wird ein gesunder weißer Mann aus Nordamerika oder Europa zu Grunde gelegt, der 25 – 30 Jahre alt ist, 170 pounds wiegt und 5 Fuß und 7 inches groß ist. Es wird angenommen, dass sein Immunsystem intakt sei und er über optimale Zellreparaturmechanismen verfüge.

Das Beharren der Strahlenschutzkommission, den bisherigen “Reference Man” beizubehalten, verhindert trotz neuerer Erkenntnisse wirksamen Strahlenschutz für Frauen und besonders für Kinder, von Embryos und Feten ganz zu schweigen.

Egal ob man für oder gegen einen Atomausstieg ist: Dass entsprechend realistische Strahlenschutzwerte auch für Kinder und Embryonen existieren die alle Menschen vor der Strahlung die von Atomkraftwerken ausgeht schützt, sollte wohl machbar sein. Deswegen die Petition auf epetitionen.bundestag.de unterzeichnen!

Sind Atomkraftwerke für erhöhte Leukämieerkrankungen verantwortlich?

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20 km Radius um Biblis

20 km Radius um Biblis (Quelle: Google Earth)

Man hat es schon öfters gehört, auch Studien und der Verdacht von Experten und Atomkraftgegnern haben immer wieder nahe gelegt, dass Atomkraftwerke (AKW) für ein erhöhtes Leukämierisiko, vor allem bei Kindern, in ihrer Umgebung verantwortlich sein könnten. Es gab jedoch auch immer wieder Gegenstudien, die belegten, dass im Umkreis eines AKW angeblich keinerlei erhöhter Strahlung zu messen sei. Vielleicht gibt es noch Strahlungen die wir gar nicht messen können, die ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen? Klar ist jedenfalls, dass Strahlung das Blutkrebsrisiko deutlich erhöhen kann, was zur Erkrankung Leukämie führt.

Die Sterberaten durch Krebs gehen weiter zurück, jedoch steigen die Krebsneuerkrankungen weiter an. Etwa 9.100 erkranken jährlich neu an Leukämien (Studie: “Krebs in Deutschland 2003-2004 Häufigkeiten und Trends” des GEKID und RKI 2008). So heißt es auf Seite 98 der Studie (Verlinkung durch mich):

Hieraus ergibt sich eine Unschärfe in der Abgrenzung der Leukämien zu den Non-Hodgkin-Lymphomen. Jährlich erkranken etwa 9.100 Menschen in Deutschland (ca. 4.800 Männer und 4.300 Frauen) an einer Leukämie. Das sind für beide Geschlechter je 2,1 % aller Krebsneuerkrankungen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren für Männer und 70 Jahren für Frauen.

Trend Leukämieerkrankungen bei Kindern

Trend Leukämieerkrankungen bei Kindern

Eine neue Studie, wie die Netzeitung berichtet, die die Grünen in Auftrag gegeben haben, soll nun ein erhöhtes Leukämierisiko in einem Radius um 20-50 km um Atommeiler herum nachweisen.

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Isch kandidiere – HSP

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Horst Schlämmer kandidiert ja nun auch. Er möchte Bundeskanzler werden bei der Bundestagswahl 2009 und deswegen gründet er seine eigene Partei die HSP. Im Interview mit Jürgen Rüttgers redet er über seinen Plan. Dabei ist das Gesicht von Rüttgers beim Zeitindex 1:16 einfach unschlagbar! Isch kandidiere – attacke!

Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009 geht online

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Wahl-O-Mat

Wahl-O-Mat

Seit heute morgen ist der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009 online.

Wie jedes Jahr kann man sich dort einen geeigneten Überblick über die Aussagen der verschiedenen Parteien verschaffen, um sich so besser für eine Partei entscheiden zu können, die den eigenen Vorlieben und Meinungen am besten entspricht. Der Wahl-O-Mat funktioniert so, dass die Bundeszentrale für Politische Bildung, die diesen entwickelt hat, die Parteien anschreibt, um Aussagen der Parteien zu sammeln. Diese Aussagen die dem Parteiprogramm entsprechen werden im System hinterlegt.

Der Benutzer muss nun zu einer Anzahl von Aussagen angeben ob er diesen zustimmt, nicht zustimmt oder ihm dieses Thema egal ist. Am Ende, nach dem man einzelne Aussagen doppelt gewichtet hat, wird anhand der Aussagen angegeben mit welcher Partei man die meisten Übereinstimmungen hat.
Dabei ist zu beachten, dass diese nicht unbedingt die Partei sein muss, die man wählen sollte. Man kann sich dann am Ende noch eine detaillierte Aufstellung der Parteimeinungen und den eigenen Aussagen anschauen. Ist einem dann ein bestimmtes Thema besonders wichtig, kann man die Meinung der Parteien dazu dort ablesen. So sollte man sich sein eigenes Bild machen. In jedem Fall fördert dieses Werkzeug das Politikinteresse und den Entscheidungsfindungsprozess. Viel Spaß beim Wählen!

Wer mehr Fakten und Details zum Wahl-O-Mat wissen möchte, findet diese auf der Faktenseite der BpB.

 

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