Auf Wikipedia gibt es eine Seite mit lateinischen Phrasen. Eine dieser Phrasen ist “cum hoc ergo propter hoc“, was lateinische ist und auf deutsch soviel bedeutet wie “mit diesem, also deswegen”. Das ganze steht in Bezug zur sogenannten Korrelation, welcher ein Begriff aus der Statistik ist und eine lineare Beziehung zwischen mehreren statistischen Variablen beschreibt. Gibt es eine solche Korrelation ist jedoch noch nicht gesagt, ob es einen kausalen (also wechselseitigen) Zusammenhang zwischen beiden Größen gibt. Ein Beispiel:
Man untersucht die Häufigkeit von Störchen und die Häufigkeit von Geburten. Man stellt eine Korrelation fest: Immer wenn die Geburten ansteigen sind in der Region auch vermehrt Störche unterwegs. Dies impliziert jedoch noch nicht, dass deswegen die Störche etwas mit der Geburtenrate zu tun haben.
Solche Fehlschlüsse nennt man “cum hoc ergo propter hoc”. Und warum schreibe ich das nun hier? Deswegen, weil es im Internet (dank der Schnelllebigkeit) immer häufiger Informationen (Artikel oder Videos) zu Verschwörungstheorien gibt. Zum Beispiel das Zeitgeist-Video welches über Google Video abrufbar ist und im Internet eine enorme Bekanntheit erlangte.
Bei Verschwörungstheorien werden so genannte “Fakten” (die entweder nicht belegt sind oder vom Nutzer nicht ohne weiteres belegt oder widerlegt werden können) in Bezug gesetzt, die aber oft nichts miteinander zu tun haben. Somit gilt bei den meisten Verschwörungstheorien der Grundsatz “cum hoc ergo propter hoc”. Man sollte also nicht, nur weil Informationen scheinbar einen Bezug haben (also eine Korrelation besteht) Gefahr laufen diese scheinbaren Zusammenhänge als tatsächliche Abhängigkeiten in Ursache und Wirkung zu sehen.
Continue reading ‘Cum hoc ergo propter hoc – mit diesem, also deswegen’

Firefox 3.5 Logo
Wie in den letzten Tagen des Öfteren zu lesen war, ist der neue Browser Mozilla Firefox in der Version 3.5 erschienen und bringt damit einige Neuerungen. Neben Geschwindigkeitsoptimierungen interessiert Webentwickler wohl vor allem die Neuerungen des W3C-Standards HTML 5 die z. T. Einzug in Firefox halten, so wie auch teilweise schon in Safari 4 und Opera 10, aber auch von Googles Chrome 2 unterstützt werden oder geplant sind.
Wenn Microsoft mit seinem Internet Explorer 8, welcher schon ziemlich gut geworden ist was Webstandards angeht, nicht bald mit einer Zwischenversion nachzieht, tritt wieder das ein, was die ganze Zeit schon ein Problem war: Browser wie Firefox, Opera und Safari unterstützten standardkonformen HTML-Code, XHTML und CSS und der Internet Explorer (wie in der Version 6 und teilweise auch 7) interpretierten was sie wollen, aber nicht standardkonform oder unterstützten eben manche HTML-Tags gar nicht. Viele Dinge waren damit im IE (bis einschließlich Version 7) einfach nicht sinnvoll zu realiseren oder gar unmöglich. Webentwickler können ein Lied davon singen, was es heißt eine Webseite für die gängistens fünf, sechs Browserversionen zu optimieren.
Zum Beispiel wird Firefox 3.5 die neuen HTML5-Tags für audio und video Inhalte unterstützen. Für die Inhalte wird der Firefox 3.5 die frei verfügbaren Codecs Ogg Theora (Video) und Ogg Vorbis (Audio) nativ unterstützen – es ist also kein PlugIn nötig. Wie bei golem.de zu lesen ist, wird Apple mit Safari auf den H.264 Codec setzen, aber auch Ogg unterstützen. Wie ich aus dem Artikel von golem herauslese, ist dem W3C viel daran gelegen, dass ein freier und nicht proprietärer Codec eingesetzt wird, so wie die von Ogg. Auch heise.de hat einen ausführlichen Artikel über Firefox 3.5 und etwas über HTML 5 veröffentlicht.
Bevor ich eine kleine Übersicht neuer Tags aus HTML 5 gebe, hier ein Video von Mozilla das die Neuerungen in der Version 3.5 (unabhängig von HTML 5) zeigt.
Continue reading ‘Firefox 3.5 ist da – ein Grund einen Blick auf HTML5 zu werfen’
Kommentare