Du hast ein neues Blog und wartest auf neue Besucher, Kommentare. Die kommen nicht von ungefähr. Außer, dass Du Themen oder Inhalte aufgreifst die andere interessieren ist es ebenso wichtig, dass man seinen Blog bei Diensten bekannter macht, so dass potentielle Leser diesen Blog auch finden. Nicht jeder, der ein Thema sucht benutzt für die Suche Google.
Ich möchte in diesem Beitrag einige moderne Dienste und Techniken vorstellen die helfen können den eigenen Blog etwas bekannter zu machen. Letztlich zählt aber immer noch der eigene Stil und die Inhalte. Um vornherein Missverständnisse auszuschließen: Ich bin nicht der Meinung, dass man (wie es eine Zeitung mit vier großen Buchstaben tut) reißerische oder andere boulevard-Themen aufgreifen sollte, nur weil diese scheinbar viele Leute interessieren und somit dazu führen den eigenen Blog bekannter zu machen. Man sollte sich seinen Themen und seinen Inhalten treu bleiben und sich nicht, wie die privaten Fernsehsender dem Verfall hingeben in dem reißerischen Kampf um Klicks. Lieber eine gute und interessante Nische ausfüllen, als mit dem Strom zu schwimmen und im Strudel der Stromschnellen unterzugehen. Jedoch muss dies jeder für sich selbst entscheiden.
Im Folgenden dazu 3 Abschnitte mit kurzen Hinweisen auf Möglichkeiten der Veröffentlichung und Vernetzung!
1. Pingdienste
Ein Ping ist das melden (anpingen) bei einer Gegenstelle. Man spricht auch von einem Push-Medium, was so viel bedeutet wie das Anstoßen und Steuern des Informationsflusses vom Sender zum Empfänger. Das heißt der Betreiber eines Blogs bzw. der Verfasser eines Blog-Artikels informierne die hinter dem Pingdienst stehenden Medien über den neuen Artikel. Der Sender meldet sich also beim Empfänger.
Damit ist im Prinzip schon erklärt wozu die Pingdienste da sind. Sie dienen dazu über einen neuen Artikel zu informieren. Folgende Pingdienste benutze ich, wobei ich nur zwei, drei neue Einträge am Ende der Liste angefügt habe, die anderen sind WordPress-Standard Pingdienste:
http://ping.wordblog.de/
http://rpc.pingomatic.com/
http://blogsearch.google.com/ping/RPC2
http://ping.feedburner.com
http://xmlrpc.blogg.de/
http://geourl.org/ping/
http://blogpingr.de/ping/rpc2
http://rpc.bloggerei.de/ping/
http://rpc.technorati.com/rpc/ping
Die Einstellungen können im WordPress (Ver. 2.7.1) Administrationsbereich unter Einstellungen > Schreiben vorgenommen werden. Dafür muss man entsprechende Rechte besitzen.
2. Spezielle Web 2.0 Blogdienste
Es gibt spezielle Blogdienste auf denen man sein eigenes Blog eintragen kann. Mit etwas Glück wird man dort aufgeführt, kann (bzw. muss) einen Button auf seiner Seite einfügen und andere Benutzer können neue Beiträge einsehen bzw. durch Rankings und Querverweisen die beliebtesten Artikel aufgelistet bekommen. Einer der momentan wohl am meisten verbreitetsten Dienste ist wohl wikio.de. Wikio ist die klassische Web 2.0 Anwendung. Sie ist zum Mitmachen, sammelt neueste Informationen, bewertet und analysiert und versucht somit dem Benutzer einen Blick auf die wesentlichen Dinge in der “Blogosphäre” zu geben.
Außerdem werden dort auch Nachrichten gelistet und die Benutzer können einem entsprechenden Eintrag durch einen Klick ihre Stimme geben (“voten” von en: to vote – wählen).
Bei wikio kann sich ein Blogbesitzer seinen eigenen Blog vorschlagen. Außerdem gibt es eine Blog-Rangliste (Ranking), welche durch Querverweise von beliebten Blogs auf dieses Blog den Rang berechnet. Ähnlich wie Google, wo Webseiten besser bewertet werden (unda damit in der Rangliste nach oben steigen), wenn bekannte und gut gelistete Seiten auf die entsprechende Seite verweisen. Das funktioniert nach dem Motto: Wenn viele (und gute) Seiten auf eine Seite verweisen, dann muss sie potentiell auch für andere interessant sein.
Ähnlich funktionieren auch die so genannten Social Bookmarking Seiten. Dort kann man seine Lesezeichen mit anderen teilen und auch somit kann eine Webseite bekannter werden. Dazu gibt es für WordPress das sehr gute Plugin Sociable (bzw. Sociable Zyblog Edition für deutsche Blogbesitzer). Damit lassen sich die am Ende dieses Artikels zu sehenden Verknüpfungen auf Seite wie Mister Wong oder Yigg mit Bildchen einfügen. Auch ein Link für Wikio ist vorhanden.
Ein weiterer Dienst in dieser Liste ist sicherlich auch bloggerei.de. Hier muss sich der Blogbesitzer anmelden, seine Webseite einer Kategorie zuordnen und muss einen Button auf seiner Webseite einfügen. Ohne diesen verstößt er gegen die Nutzungsbestimmungen.
Bloggerei.de ist sicherlich nicht so übersichtlich wie wikio, hat jedoch auch seine Verbreitung gefunden.
Es gibt in diesem Bereich noch zig andere, vor allem in anderen Sprachräumen verbreitete Webseiten für Blogger mit interessanten Diensten.
Für Hinweise auf neue oder andere interessante Dienste bitte ich um Kommentare!
3. Kommentare, Pingbacks und Trackbacks als Hilfsmittel
Andere Hilfsmittel bieten die Blog-Systeme von Haus aus. Dazu gehören z. Bsp. Kommentare und die so genannten Pingbacks (bzw. früher Trackbacks). Kommentare sollten selbsterklärend sein. Wenn man auf einem Blog ein Kommentar hinterlässt und dort seine Webseite mit angibt, finden u. U. andere ebenfalls den Weg auf die eigene Seite. Man sollte sich allerdings davor hüten einfach wild umher zu schreiben und unsinnige Dinge oder gar extreme Ansichten zum Besten zu geben, nur um die Aufmerksamkeit auf den eigenen Blog zu ziehen. Das kann schon seit Ewigkeiten in den Medien kontraproduktiv sein. Das Motto “besser schlechte Schlagzeilen als gar keine Schlagzeilen” trifft hier also eher nicht zu. Zumindest nicht, wenn man einen echten Austausch und Information anstrebt.
Wer sich übrigens schon immer mal fragte wo eigentlich der Unterschied zwischen RSS-Feeds und Atom-Feeds ist, dem sei nur kurz gesagt: Es handelt sich um zwei unterschiedliche Systeme für ein und dieselbe Anwendung (wobei ich hierbei natürlich Unterschiede im Detail unterschlage).
Nun zu diesen ominösen Pingbacks. Was ist das eigentlich? Die meisten werden inzwischen die so genannten RSS-Feed (bzw. Atom-Feeds) kennen. Damit lassen sich neue Artikel oder Nachrichten (quasi als dynamisches Lesezeichen) in einem Programm verwalten und somit wird der Benutzer automatisch über neue Artikel informiert. Man hat also den Spieß umgedreht. Früher musste der Benutzer die Webseite immer wieder besuchen, wenn ein neuer Artikel zur Verfügung stand.
Heutzutage wird man von einem im Hintergrund laufenden Programm, welches die Feeds verwaltet, über neue Beiträge automatisch informiert. Der Umgang und die Verarbeitung hat sich also verändert.
Pingbacks funktionieren ähnlich, nur zwischen verschiedenen Blogs. Jeder Blogeintrag hat eine eigene Pingback-URL. wenn ich nun in meinem Blog auf ein verwandtes Thema z. Bsp. als Quelle in einem anderen Blog hinweise, dann wird von WordPress automatisch versucht die andere Webseite zu erreichen. Das heißt WordPress besucht die Pingback URL des entfernten Blogs und übermittelt entsprechende Informationen. Bei den Kommentaren im Blog wird dann eine entsprechende Information angezeigt.
Ich möchte an dieser Stelle noch ein mal darauf hinweisen, dass das kein Aufruf zum Zumüllen von anderen Blogs sein soll. Wer nichts zu sagen hat und nur seinen eigenen Blog durch Kommentare bekannter machen will, der sollte dies lieber sein lassen. Auch das unsinnige Verlinken von zwar ähnlichen Beiträgen, die man jedoch nicht als Quelle oder sonst wie benutzt hat, sollte unterbleiben. Eine Verlinkung muss irgendwie ins Gesamtkonzept passen. Zum Beispiel weil der Artikel als Quelle aufgeführt wird oder weil er ein erweitertes Thema behandelt, weiterführende Informationen oder andere Meinungen bietet.
4. Quellen und weiterführende Artikel
Wer sich stärker darüber informieren will, was der eigene Stil mit dem Bekannterwerden des eigenen Blogs oder allg. der Start eines neuen Blogs und gewisse “Regeln” in der Blogosphäre auf sich haben, dem sei der Artikel “Wie wird das eigene Blog bekannt?” auf basicthinking.de ans Herz gelegt. Dieser Artikel befasst sich sehr umfangreich mit den Themen, die ich hier vernachlässigt habe (Schreibstil, Tagging und Verhalten etc. pp.)
Außerdem geht ein Dankeschön an Karl-Heinz Wenzlaff und seine Seite blogtrainer.de für seinen Artikel über Wikio und seinen Hinweis auf Sociable.
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Es gibt ja auch anbieter bei denen kann man ja auch schauen vie gut die Seite bewertet wird. Ich komme bei seitwert.de beispielsweise auf 19 von 99 ^^