Mineralwasser belastet durch Urangehalt

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Wie der neue Bericht von Foodwatch belegt, ist jedes achte Mineralwasser so hoch belastet, dass es für Säuglinge nicht geeignet ist. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Uran an sich zwar leicht radioaktiv ist, diese Radioaktivität nicht besonders gefährlich ist (sofern Uran in seiner Reinform und bspw. nicht als Isotop vorliegt). Uran gibt so genannte α-Strahlung ab, die schon beim Durchdringen der obersten Schichten bspw. von Papier, Haut oder anderen Materialien ungefährlich wird (die Strahlung hat nur eine sehr geringe Eindringtiefe). Anders sieht es jedoch aus, wenn das Schwermetall bspw. durch Trinken in den Körper gelangt, dann ist es giftig. Was mit größeren Mengen von solchen ungesunden Materialien passiert, sahen wir im Jahre 2006 als Litwinienko durch das verunreinigen von Nahrungsmittel mit Polonium vergiftet bzw. ermordet wurde (wobei Polonium um ein vielfaches giftiger ist als Uran).

Foodwatch schreibt im Artikel zur Untersuchung:

Rund dreizehn Prozent der Mineralwassermarken, für die foodwatch Daten vorliegen, enthalten für Säuglinge und Kleinkinder kritische Mengen Uran. Darunter bekannte Marken wie San Pellegrino und Perrier von Nestlé oder Überkinger.

Die gesamte Liste mit allen Tests ist bei foodwatch.de als PDF verfügbar. Die Liste enthält insgesamt Daten zur über 400 Marken, welche foodwatch zusammengetragen hat.

Der deutsche Grenzwert, wie foodwatch weiter schreibt, liegt bei 2 Mikrogramm pro Liter, der von vielen Flaschen übertroffen wird. Nur wenn Wasser innerhalb dieses Grenzwertes bleibt, darf es die Aufschrift “geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung” tragen. Von den untersuchten Wässern enthalten einige mehr als 10 Mikrogramm pro Liter und sind damit auch nicht für den Verzehr durch Erwachsene geeignet.

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