Viele Menschen (vor allem Männer mit über 7%) haben eine leichte Farbblindheit. Oft ohne es zu wissen, da unterschiedliche Farben durch Helligkeitsunterschiede meist als unterschiedlich wahrgenommen werden können und dabei fällt nicht auf, dass die unterschiedlich hell wahrgenommenen Objekte eigentlich auch eine unterschiedliche Farbe besitzen. Am häufigsten tritt dabei die Rotblindheit (Dyschromatopsie) auf. Dabei kann zwischen unterschiedlichen Rottönen und anderen/ähnlichen Farben nicht mehr richtig unterschieden werden bzw. wird rot selbst nicht gesehen (die Rezeptoren auf der Retina für die Farbe rot sind unterdimensioniert oder fehlen völlig).
Der neurobiologische Hintergrund dabei sind die Zapfen auf der Retina des menschlichen Auges. Sie sind für das Farbensehen und die Farbwahrnehmung zuständig. Dabei gibt es drei unterschiedliche Zapfentypen für die Wellenlängen für rot, grün und blau. Wobei die Anzahl Zapfen für rote Farbwahrnehmung deutlichen überwiegen, gefolgt von Zapfen für grün. Das Schlusslicht bilden die Zapfen für blau, die nur etwa im Verhältnis (rot+grün) zu blau = 100 zu 1 vorkommen, das heißt das menschliche Auge hat eine geringere Blauempfindlichkeit. Durch die Kombination aus der Wahrnehmung der drei Farben können auch die damit zu mischenden Farben und ihre Nuancen gesehen werden.
Da viele Menschen sich über ihre Farbblindheit nicht im Klaren sind, was im Alltag immer wieder zu Verwirrung führen kann, gibt es im Internet einen umfangreichen Test auf opticien-lentilles.com. Eine Simulation, wie Farbenblinde mit rot-grün-Schwäche Bilder sehen findet sich unter wikipedia.
Da der Test wohl vom Französischen ins Deutsche übersetzt wurde, ist an manchen Stellen die Grammatik nicht ganz korrekt und manchmal tauchen die Wörter “carre” (Quadrat) und “etoile” (Stern) auf.
Wenn man den Test ausgefüllt hat und am Ende auf den Knopf drückt, erscheint eine neue Seite mit allen Ergebnissen und ganz am Ende unter den Fragen das Gesamtergebnis. Dabei steht Deuteranopie für Grünblindheit, Protanopie für Rotblindheit und Tritanopie für Blaublindheit (bzw. -anomalie nicht korrektes Sehen der Farbe, aber nicht zwingend komplette Blindheit).
Aus der Schule kennen manche noch die Farbtafeln nach Ishihara, die ebenfalls zum Testen auf Blindheiten benutzt werden. Oft wird auch von einer Rot-Grün-Blindheit (bzw. -Sehschwäche) gesprochen, weil die Farben voneinander in Abhängigkeit nicht korrekt gesehen werden.
Schreibt mir Eure Ergebnisse! Habt ihr eine Farbenschwäche?
Ich habe den Test natürlich auch gemacht und habe alle Fragen richtig beantwortet, habe also keine Farbschwäche.
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Ich habe definitiv fast alle der Farbschwächen …
(
Die 182 finde ich ganz besonders fies, da hatte ich mich gefreut, dass ich mal was ganz klar sehe.
Witzig waren die Felder im Video, bei denen ich in der Tat ganz andere Zahlen gesehen habe als meine Kollegen.
Danke für den Post, ist super.