Heute beim 3Sat-Themenabend wurde über unsere Sprache gesprochen. Den ganzen Abend wurde über die Sprache als Kommunikationsmittel, vor allem über Deutsch und bei Scobel aber auch über die nonverbale Kommunikation (bspw. Körpersprache) gesprochen.
Die Gäste waren die Philosophin Prof. Sybille Krämer (FU Berlin) mit dem Schwerpunkt bzw. Fach Sprachphilosophie, der Kommunikationsexperte und Pantomimemeister Samy Molcho und die Neurowissenschaftlerin Dr. Ina Bornkessel-Schlesewsky (MPI Leipzig).
Der Sender 3Sat und Scobel haben eine Initiative ins Leben gerufen, um neue deutsche Wörter zu finden. Unsere deutsche Sprache ist sehr präzise und detailliert. So gibt es alleine für das englische “you” für die entsprechenden Situationen im Deutschen über 20 verschiedene Begriffe. Somit ist es im Deutschen möglich sehr genau und filigran eine Situation, ein Gefühl und alles andere auszudrücken, was uns bewegt. Die Aktion “Uns fehlen die Worte” von 3Sat und Scobel sucht Begriffe Objekte oder Situationen und Gefühle, die einen bestimmte Sache beschreiben, aber nur umschrieben werden können. Das bekannteste Beispiel für eine solche Suche war vor Jahren von einem Hersteller eines Eistees der Aufruf ein Wort zu finden für den Umstand nicht mehr durstig zu sein. Als Ergebnis wurde als pendent zu “satt” der Begriff “sit” gewählt.
Auch die Suche von Scobel hat ähnliche Begriffe des Alltags im Gepäck. Einige Beispiele von der Webseite:
nicht riechen können, nicht schmecken können, die ersten 10 Jahre eines Jahrhunderts
Auf der oben verknüpften Internetseite zu “Uns fehlen die Worte” ist eine Liste zu finden mit allen Begriffen. Durch anklicken kann in einem Formular direkt ein Vorschlag eingereicht werden. Ansonsten findet sich auf der Seite auch eine E-Mail- und Postadresse.
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Vor Scobel lief mit Sebastian Sick die Bühnensendung zur gleichnamigen Buchreihe “der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“. Dort erklärte Sebastian Sick (Autor der Zwiebelfischkolumne von Spiegel), warum es “gewinkt” heißen muss (und nicht gewunken).
Einfache Erklärung: winken ist ein regelmäßiges Verb. Nicht wie sinken – sank – gesunken. Das Verb winken – winkte – gewinkt – ist regelmäßig und somit muss auch die Perfekt-Form entsprechend regelmäßig und kann nicht unregelmäßig sein. Schließlich heißt es auch “winkte” und nicht “wank”.
Tipp
Ich habe zum Thema deutsche Sprache noch einen Buchtipp für alle Interessierten: Speak German! Warum Deutsch manchmal besser ist von Wolf Schneider.
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