Gewichtsreduktion, schöne gleiche Körper und schlanke Linien werden immer wichtiger. Die Medien machen es uns vor, so genannte “Superstars” zeigen uns was gut und richtig sein soll. In Wirklichkeit weiß jedoch kaum jemand etwas über die Körperfunktionen, wie unser Stoffwechsel funktioniert, wie und was man essen sollte und was gesund und was ungesund ist.
Immer noch eine weit verbreitete Methode zur Gewichtsreduktion ist die Diät. Wie gefährlich für den Stoffwechsel eine Diät ist, wissen nur die wenigsten. Durch eine radikale Diät, bei der viele ihre Kalorienzufuhr am Tag auf nur einen Bruchteil der eigentlich benötigten Menge drücken, scheint ein angesehenes Mittel zu sein. In Wahrheit wird damit der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht und der Körper durcheinander gebracht. Der Körper interpretiert die dauerhaft radikal verminderte Menge an Kalorien als Notstand auf den er probat zu reagieren habe. Um die Notsituation für den Körper so gut wie möglich zu kompensieren, wird dabei dann jedes überschüssige bisschen Kalorien sofort gespeichert. Schließlich ist der Körper dazu ausgelegt, Reserven für schlechtere Zeiten vorzuhalten. Dass dies heutzutage dank Supermärkten und Ernährung im Überfluss nicht mehr nötig ist, ist dem Körper reichlich egal.
Das ganze wirkt sich dann als Jo-Jo-Effekt aus, denn die Stoffwechselreaktionen des Körpers sind verzögert. Noch in seinem Alles-Abspeichern-Modus aktiv, werden nach der Diät die überschüssigen Kalorien sofort gespeichert und man beginnt wieder auseinander zu gehen wie ein aufgepumpter Ballon. Ausschlaggebend dafür ist meist, dass die Leute sich grundlegend falsch ernähren und statt ihr Essverhalten umzustellen, weiter ungesund essen, nach dem ein paar Pfunde verloren wurden.
Einen interessanten Ansatz, der berücksichtigt, dass normale Diäten bei den meisten Menschen nicht dauerhaft funktionieren, wird in der Folge Quarks & Co vom 29.04.20081 vorgestellt. Hier verfolgt man den Ansatz, dass sich der Patient satt essen darf, denn nur wer satt ist, isst nicht weiter. Allerdings wird dabei die Kaloriendichte der Nahrung reduziert, sodass nur der Mindestbedarf (bzw. etwas weniger, was zur Gewichtsreduktion führt) gedeckt ist. Schließlich kann ein Schokopudding statt 500kcal auch nur 300kcal haben, je nach Zubereitung und Sorte.
Der normale Mensch im mittleren Alter mit einem durchschnittlichem Büroberuf (auch Studenten und andere, die viel sitzen) haben einen durchschnittlichen Verbrauch von etwa 2000kcal. Im Internet gibt es Webseiten zum Thema, auf denen Durchschnittswerte mit Standardkalorienwerten verfügbar sind, dort kannst Du deine Tageszufuhr kontrollieren2.
Wichtig sind auch die versteckten Dickmacher. Zum Beispiel Produkte mit vielen Kohlenhydraten. Kohlenhydrate sind gute Kraftlieferanten, wird die Kraft vom Körper jedoch nicht gebraucht (verbrannt) werden die Kohlenhydrate in Fett umgewandelt und gespeichert. Zu diesen reichhaltigen Kohlenhydratträgern gehören unter anderem: jegliche Form von Weißbrot, Kartoffeln, Reis, Malz(bier) und Nudeln.
Wichtig für den Stoffwechselkreislauf ist auch die richtige Zufuhr an Flüssigkeit. Im Durchschnitt sollte jeder Mensch (mal von Krankheiten abgesehen) ungefähr 2-3 L Flüssigkeit (am besten Wasser) zu sich nehmen. Schwitzt man viel oder treibt Sport sind entsprechend mehr zuzuführen.
Light-Produkte und ihr Nachteil
Ebenfalls indirekte Dickmacher können Light-Produkte die Süßungsmittel als Zuckerersatzstoffe beinhalten sein. Dies stimmt zwar nicht generell, jedoch reagiert der Körper schon bei der Zufuhr der süßen Nahrungsmittel. Das süße verspricht eine Zuckerzufuhr, der Körper beginnt Insulin ins Blut auszuschütten, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die verhofften Zuckerstoffe bleiben jedoch aus, da das Lebensmittel (bspw. Cola-Light oder andere Produkte) keinen Zucker enthalten, sondern nur süß schmecken. Isst man nun nichts anderes und hat vielleicht seit zwei, drei Stunden nichts mehr gegessen, sinkt der Blutzuckerspiegel durch das ausgeschüttete Insulin. Der Körper reagiert dann nach einer gewissen Zeit darauf mit einem Hungergefühl, da ein niedriger Blutzuckerspiegel schlecht für Körper und Gehirn ist. Durch den Hunger soll die Nahrungsaufnahme und das Steigen des Zuckerspiegels veranlasst werden.
Obst und Gemüse ist gesund
Gesund ist Obst und Gemüse in den verschiedensten Formen und reichlich. Jeder Mensch sollte zur idealen Versorgung und zur Krebsvorsorge jeden Tag etwa zusammen 5 Portionen Obst und Gemüse essen. Eine Portion ist eine Hand voll. Nicht gezählt werden Reis und Kartoffeln.
Obst und Gemüse kann auch nur bedingt durch Saft ersetzt werden. Obst hat den Vorteil durch viele Ballaststoffe auch den Magen zu füllen und damit sättigend zu wirken und außerdem enthalten Obst und Gemüse viele Bioaktive Stoffe, die positiv auf den Körper wirken. Wie ist wohl noch unklar.
Außerdem ist es sehr wichtig schon in der frühstens Kindheit sich richtig zu ernähren. Laut einer neuen Studie3 aus Schweden ist es wohl so, dass die Anzahl der Fettzellen im Körper ab einem gewissen Alter in etwa gleich bleiben. Dann werden ca. 10% der Fettzellen jährlich vom Körper ab- und wieder aufgebaut. Die durchschnittliche Anzahl bleibt jedoch etwa gleich. Das ist ein wichtiger Punkt als Grundstein für eine gesunde Ernährung und ein gesundes Körpergefühl. Schließlich sind immer mehr Kinder zu fett, treiben zu wenig Sport, sitzen schon in jungen Jahren vor dem Fernseher, Rechner oder der Spielekonsole und stopfen unüberlegt in sich hinein, getrieben durch eine falsche bzw. gar keine Erziehung der Eltern. Mangelerscheinungen und auffälliges Verhalten bei Kindern kann oft in großem Maße auf das Verhalten bzw. die Erziehung der Eltern zurückgeführt werden. Womit Eltern in großem Maße direkt für die Entwicklung und das Verhalten ihrer Kinder verantwortlich sind. Ein mal abgesehen von externen Umwelteinflüssen, die vor allem zur Pubertät und das Abnabeln des Kindes von den Eltern zunehmen.
Ernähre dich gesünder – werde aktiver!
Wenn Du eine Entscheidungshilfe benötigst, um dich gesünder zu ernähren und mehr zu bewegen, ist die Studie aus dem Psychologischem Portal der HU Berlin zum Gesundheitsverhalten sicher hilfreich. Der Einstieg direkt zur Studie: http://www2.hu-berlin.de/psychologie/psytests/studies/studien.php?link=healthb
Eine Übersicht zur Studie und weitere Informationen, auch zur Dauer gibt es auf Psytests.de – dem Portal der HU Berlin.
Fußnoten
- Quarks & Co: 29.04.2008, Die Dickmacher – und wie wir ihnen entkommen
Alle verfügbaren Sendungen sind im RSS-Feed vom WDR aufgelistet. [↩] - Kalorientabelle mit Durchschnittswerten [↩]
- http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/291568.html [↩]

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