SVT2 zeigt Interview mit Julian Assange von Wikileaks

Im schwedischen zweiten Fernsehen SVT2 wurde heute Abend ein Interview mit Julian Assange gezeigt, welcher öffentlich immer wieder für die umstrittene Wikileaks auftritt. Die online Plattform war zuletzt aufgefallen durch die Veröffentlichung von einer vielzahl von Geheimunterlagen des U.S.-Militärs.

Wikileaks wird immer wieder vorgeworfen durch die Veröffentlichung von geheimen Dokumenten wiederum unschuldige in Gefahr zu bringen und dadurch selbst Blut an den eigenen Händen zu haben. Die Pressekonferenzen die ich mit Assange sah, verliefen immer so, dass er kritischen Fragen von Journalisten aus dem Weg ging bzw. sie nicht beantwortete. Daher wundert mich dieses intensive Interview doch sehr.

Warum Studenten Freiräume brauchen bzw. der Bologna Prozess kontraproduktiv für die Kreativität ist

EU Logo Bologna-Prozess

EU Logo Bologna-Prozess (Quelle: Wikipedia / Brian Ammon)

Ich erlebe es selbst oft, vor allem auf der Arbeit, dass die unstrukturierte Arbeitsweise von Studenten, die frei von Zeitgrenzen ist (man ist eben normal nicht morgens um 8 auf der Arbeit und geht um 18 Uhr) von Kollegen als merkwürdig empfunden wird. Dann heißt es immer wieder, der Student schafft nichts, steht morgens spät auf …
Natürlich alles nur halb ernst gemeint (und halb richtig), mit einem lächeln auf den Lippen – damit muss man im Büroalltag und als zukünftiger Akademiker umgehen können.

Warum jedoch gerade diese Freiräume so wichtig sind ist oft nicht klar. In einem Interview der ZEIT Online erklärt nun Psychotherapeut Rainer Holm-Hadulla (Universität Heidelberg) wieso gerade Freiräume, die Platz zum Denken schaffen, wichtig sind für die Kreativität und das eigenständige Denken von Studenten. Ein Studium soll eben nicht nur bloßer Wissenserwerb sein, ein Studium ist mehr, soll zum selbständigen, kreativen Denken anregen und dazu dienen, dass sich Studenten aus eigener Initiative mit dem Stoff beschäftigen. So funktioniert motiviertes Lernen am besten. Genau das wurde jedoch mit den Master- und Bachelor-Abschlüssen, die im Bologna-Prozess eingeführt wurden, abgeschafft. Wenig Freiräume, vor allem für Universitätsverhältnisse und straff durchorganisierte Stundenpläne sind zum Alltag geworden.

Der geneigte akademische Geist braucht Luft zum Atmen, damit er sich frei entfalten kann!

Rainer Holm-Hadulla sagt im ZEIT-Interview:

Für Studierende, die in der Lage sind, selbstgesteuert zu lernen und dies aus eigener Motivation heraus tun, ist die Überstrukturierung der neuen Studiengänge ein großes Problem. Es mangelt an Freiräumen zum Nachdenken und zum selbständigen Problemlösen. In der Kreativitätsforschung sind sich Neurobiologen, Psychologen und Kulturwissenschaftler einig: Optimale Resultate ergeben sich im Zusammenspiel aus freiem Denken ohne Vorgaben und strukturiertem Wissenserwerb. Insofern sind acht Stunden Pflichtprogramm kontraproduktiv. [...]

Ein Studium dient nicht nur dazu, Wissen zu erwerben, sondern soll auch zum selbständigen Denken befähigen und zur Neukombination erlernter Informationen. Alle Studien zeigen, dass kombinatorisches Denken am besten ohne Zeitdruck und äußere Ablenkungen funktioniert. Wenn sich jemand an einem verschlafenen Nachmittag in der Bibliothek durch ein Buch quält, und immer mal wieder aus dem Fenster schaut und seine Gedanken schweifen lässt, ist das keine verlorene Zeit, sondern von großer Bedeutung. Wenn wir ruhig, gelassen und ziellos nachdenken, sind ganz andere Hirnareale aktiv als wenn wir konzentriert denken. Diese Areale, die man Assoziationskortex nennt, sind ebenso wichtig wie die Areale, die beim konzentrierten Denken aktiv sind.

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Extra3 erklärt Facebook und den Datenschutz

Die NDR Satiresendung Extra3 erklärt den Datenschutz im Internetzeitalter und Web 2.0 anhand von Facebook. Sehr anschaulich und verständlich, auch für Laien.

Nachtrag

Ein paar statistische Daten, die gerade eben beim ZDF Auslandsjournal genannt wurden:

  • Facebook hat fast eine halbe Milliarde Mitglieder
  • Facebook hat mehr Klicks als Google
  • Jeder 14. Mensch ist Mitglied

Im Auslandsjournal gab es eben auch unter dem Titel Verbrechen 2.0 gute Hinweise über die Leichtsinnigkeiten von Menschen in Sozialen Netzen. Oft werden nur die Betreiber beschuldigt, heißt es dort, aber die Nutzer gehen sehr leichtsinnig mit persönliche Daten um. So hat ein Pärchen in den U.S.A. über 600 Freunde bei Facebook und veröffentlicht dort, dass sie abends auf einem Konzert sind. Ein alter Schulfreund der Frau, den sie 20 Jahre nicht gesehen und vor kurzem bei Facebook als Freund hinzugefügt hat, hat die Information ebenfalls gelesen und raubt während ihrer Abwesenheit die Wohnung aus.

Wie leicht es ist, an solche Informationen zu kommen zeigt die Webseite pleaserobme.com. Sie listet solche Informationen auf, um Menschen aufzurütteln.

Speicherung von IP-Adressen für DSL-Flats nur noch sieben Tage

Ein Kunde der Deutschen Telekom hatte selbige verklagt, mit dem Ziel die Dauer der Speicherung der IP-Adresse für den Tarif “T-Online DSL flat” von bisherigen 80 Tagen zu unterbinden. Nach erster Instanz beim Landgericht Darmstadt und nach Vereinbarung der Telekom mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten werden die IP-Adressen für die DSL-Flat nur noch sieben Tage lang nach Verbindungsende gespeichert, wie heise.de heute berichtet. Somit besteht kein Anspruch auf sofortige Löschung. Dieses Urteil wurde nun vom Oberlandesgericht Frankfurt bestätigt.

In der Begründung des OLG heißt es, dass der Kunde mit dem DSL-Flat-Tarif einen komplexen Service erworben hat, der es ihm auch z. Bsp. ermöglichen würde sich von wo anders ins Internet einzuwählen. Die Telekom benötigt die IP-Adressen dann zur Abrechnung. Von daher sei der Zeitraum von sieben Tagen nicht zu beanstanden, indes der Kläger nicht nachweisen konnte, dass die Verarbeitung für die Abrechnung auch in weniger als sieben Tagen von Statten gehen kann.

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Java 4-ever – Yippie

Wer Java toll findet und Humor hat, sollte sich mal das Video anschauen. Viel Spaß! :)

xxx-Domains – der erste Schritt zur Kindersicherung im Netz

Die .xxx-Domains a.k.a. Sex-Domains (TLD) wurden schon ein mal im Jahr 2007 von der ICANN abgelehnt. Die damalige Ablehnung revidierte sie nun, wie golem.de heute berichtete.

Ich bin ein großer Befürworter dieser TLD. Würde man nun nach und nach alle Anbieter mit pornographischen Inhalten dazu zwingen auf .xxx-Domains umzuziehen, hätten es Eltern, Firmen und viele andere (z. Bsp. Cafés mit WLAN-Zugang) nun sehr einfach solche Inhalte zu blocken.

Daher ist das für mich ein großer Schritt in Richtung Kindersicherung. Seit Jahren gibt es Versuche Inhalte von Domains zu klassifizieren wie z. Bsp. PICS (s. SelfHTML) oder Content-Filtering durchzuführen wie es bspw. auch der Internet Explorer probiert, um Kinder und Jugendliche vor nicht angebrachten Inhalten zu schützen.

Die Verantwortlichen für das “Rotlichtviertel” im Netz, sollten selbst auch ein Interesse an einer standardisierten Endung haben, bei denen Besucher wissen, wo sie ihre Inhalte finden.

Konrad Zuses 100. Geburtstag – Die deutsche Erfindung, die die Welt veränderte

Konrad Zuse (Quelle: Wolfgang Hunscher)

Konrad Zuse (Quelle: Wolfgang Hunscher / Wikipedia)

An das Internet, an miniaturisierte Computer in Form von Mobiltelefonen und an die unzähligen unsichtbaren Rechner in Autos, Fahrstühlen und TV-Receivern, haben wir uns inzwischen gewöhnt. Die Rechner haben überall Einzug in unseren Alltag gehalten. Die Miniaturisierung und Erfindungen wie das Internet und das drahtlose Telefon, haben unsere Welt, unsere Kommunikation und unseren Alltag inklusive der Arbeitswelt verändert. Wir sind voll in das Informationszeitalter eingestiegen. Entscheidungen treffen, Korrespondenz austauschen und sich einen Überblick über eine Sache zu verschaffen, geht dankt Rechnern und Internet so schnell wie nie zuvor.

Das alles haben wir indirekt Konrad Ernst Otto Zuse (* 22. Juni 1910, + 18. Dezember 1995) zu verdanken, der mit der Rechenmaschine Z3 den ersten vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierten Rechner der Welt baute. Ohne es zu wollen, läutete damit der deutsche in Berlin geborene Bauingenieur 1941 ein neues Zeitalter ein.

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Stiller Protest: Pädagogen an der TU gegen Strukturveränderungen durch den Präsidenten

Seit einiger Zeit gibt es den Blog des FB 15 (Architektur) mit dem Titel L’université, c’est moi – Die Universität bin ich – die abgewandelten Worte des französischen Königs Ludwig XIV. (Sonnenkönig) – welcher über die Missstände und strukturellen Veränderungen an der TU Darmstadt berichtet.

Von diesen Strukturveränderungen ist auch der Fachbereich Pädagogik betroffen. Die Professorenstellen am Pädagogikinstitut sollen reduziert werden bzw. sind durch gewisse Umstände bereits auf nur noch etwa 3 Professoren reduziert. Dass damit keine ordentliche Lehre zu machen ist, kann sich jeder selbst ausmalen. Außerdem müsste nach meinen Informationen für Universitätsniveau eine Mindest-Professorenanzahl am FB vorhanden sein.

Vielleicht neigt nun der eine oder andere zu dem Gedanken “ach, Pädagogik ist nicht so wichtig”. Weit gefehlt … Pädagogik ist vielleicht als Einzel-Disziplin nicht so weit verbreitet wie Ingenieurswissenschaften, wird jedoch an der Universität für die gesamte Lehre (also bspw. zur Verbesserung der Lehre durch Hilfe für Professoren und Tutoren) und für die Lehre im Bereich der Lehramtsausbildung benötigt. Ist Sollte also in vielen Bereichen verwoben sein. Institutionen wie die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA) leben von einer guten Pädagogik.

Demonstration des Paedagogikinstituts

Stille Demonstration des Pädagogikinstituts

Um gegen diese Missstände und Strukturveränderungen an der Universität, insbesondere am Pädagogikinstitut zu demonstrieren, hängt seit einigen Tagen in der Alexanderstraße, am Durchgang zur Mensa Stadtmitte bei der TU Darmstadt, das obige Banner: “Bedrohte Art: Pädagogik Institut”.

Nachtrag

Am 11. Mai rief der Fachbereich Architektur zur Demonstration in Wiesbaden auf, wofür er online DM-Scheine zur Verfügung stellte mit dem Spruch “Haste mal ne Mark?” und dem Kopf von Roland Koch (CDU) darauf. Mit dieser Aktion schafften sie es sogar bis auf die ARD Blickpunkt-Bilderseite.